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Chima Edes „Liebeslied“ an die AfD // Audio

Chima Ede
Der Berliner Chima Ede äußert sich zum Wahlergebnis in seiner Stadt.

Als Jennifer Weist, Frontfrau der Rockband Jennifer Rostock, in einem Song das rassistische Programm der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) aufarbeitet und die Nummer online stellt, bleiben die Hasspostings und Drohungen nicht lange aus. Die Sängerin wollte damit die Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wachrütteln, bei den Landtagswahlen nicht eine derart Hass-schürende Partei zu wählen, deren Vorsitzende Flüchtlinge im Notfall an der Grenze erschießen lassen möchte. Gebracht hat das recht wenig. Im nördlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern kam die AfD vor zwei Wochen aus dem Stand auf 20,8 Prozent – und somit auf Platz zwei hinter der SPD. Vergangenes Wochenende in Berlin ein ähnliches Bild: Selbst in der liberalen, weltoffenen, toleranten Metropole schaffte es die rechtskonservative Partei von null auf 14,2 Prozent, während fast alle Großparteien an Stimmen verloren haben.

Dieses Wahlergebnis hat sich auch der Berliner Rapper Chima Ede zum Anlass genommen, ein – wie er selbst sagt – „Liebeslied“ an die AfD zu schreiben. Was bei Eko Fresh sowie Haftbefehl und Xatar etwas das Ziel verfehlt hat (The Message hat berichtet), funktioniert bei dem Weddinger mühelos: Chima Ede rappt darüber, dass AfD-Vizechef Alexander Gauland nicht einmal die Miete für ein Haus neben Jérôme Boateng hätte und fragt sich, wie man sich als „Exkrement der NPD“ fühle. „Wo willst du hin Deutschland?„, heißt es dann in der Hook. So geht politischer Rap. Eine ähnliche Botschaft, die uns schon MC Smook kürzlich mitgeteilt hat, nur raptechnisch auf einem viel höheren Niveau. Und an alle österreichischen MCs: Zwei Tracks zu einer richtungsentscheidenden Präsidentschaftswahl sind definitv nicht genug, um ein Statement zu setzen.

Auch sonst erarbeitet sich Chima Ede gerade ein Standing in der Szene. Vor ein paar Tagen veröffentlichte er sein Video zu seiner am 7. Oktober erscheinenden „Principium“-EP (siehe unten), die er gemeinsam mit dem Produzenten Ghanaian Stallion erarbeitet hat. Gemeinsam mit Megaloh und Musa sind die beiden am 22. Oktober in der Grellen Forelle in Wien zu sehen.

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