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Für alle Wiener und Zuagrasten // Mostheadz live

Mostheadz
Honigdachs-Abend mit den Mostheadz im Chelsea

Auf der Releaseparty ihres Albums „Direkt aus der Brennerei“ versorgen die Niederösterreicher von Mostheadz das gut besuchte Wiener Chelsea mit staubtrockenem Mundart-Rap und Schnaps. Doch bevor die Mostviertler auf die Bühne steppen, liefert Delinquent aus dem Prograss-Movement mit seinen harten, auf Hochdeutsch gehaltenen Bars über den täglichen Struggle, die JVA und das „halbe Leben auf der Straße“ ein passendes Kontrastprogramm. Delinquent präsentiert die kürzlich veröffentlichte, mit schönen Brettern von Konstantin Diggn aka „einer der sicksten Produzenten aus Österreich“ bestückte EP „4 Wände & Ich“ und bekommt dabei Unterstützung von seinem Back-up K.S.Kopfsache sowie DJ Enemy. Ein Freestyle sowie ein Featuresong mit T-Ser vollenden den aktiven und technisch sauberen, aber etwas monotonen Auftritt von Delinquent.

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Im Anschluss betreten Kardinal Kaos, Woldow und DJ Zeilomat aus dem „Dopeviadl“ die Bühne. Während die drei direkt mit ihrer neuen EP loslegen, zeigt sich die Crowd noch mäßig motiviert. Vor allem Kardinal Kaos wirkt in der „Vorlauf“zeit noch ein wenig nervös, aber nach einigen gespielten Tracks ändern sich die „Zuastaend“ und die beiden Rapper finden sich immer besser zurecht. „Don’t let the sun go down on me“ stimmt Kardinal Kaos George Michaels Hit an, aber das Singen, das lässt er eigentlich lieber seit flüssigen Nächten im Böllerbauer sein. In die Kehlen der Mostheadz fließt mit Wasser zunächst jedoch das falsche Getränk – zumindest bis zur obligatorischen „Schnopspause“, die mit selbstgebranntem Apfel-Birnen-Feuerwasser von Woldows Mutter zelebriert wird. „Alles nur kein Drecksfusel„, bezeichnet Woldow das Hochprozentige und stößt damit mit seinen Kollegen aufs Vinyl an. Im Zuge der von Fozhowi initiierten „Obstlavakostung“ kommen auch die Heads in den vorderen Reihen in den Genuss des vorzüglichen Gesöffs – feine Sache. Das wird mit einem bislang unveröffentlichten Track über Mostheadz‘ Heimatort Weistrach zelebriert.

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Der stetig steigende Pegel sorgt dafür, dass sich die Stimmung weiter auflockert. Nach der Schnopspause widmen sich die Mostheadz vermehrt den Nummern ihres Vorgängeralbums „Auf CD“. Mit den Gastauftritten der Honigdachs-Kollegen Monobrother („Feine Zeit„) und den „zwei Bulldozern am Mic“ Drk Poet & Fozhowi erreicht die Show ihren Höhepunkt. „Ich bin extrem stolz auf das Album, es ist mir eine Herzensangelegenheit„, gratuliert Fozhowi, der auch das Cover gestaltet hat, seinen Spezis. Nach der „Gnackwatschn“ kickt Kardinal Kaos derbe Lines auf einem Necro-Instrumental, ehe der beherzte Auftritt der Mostheadz nach etwa einer Stunde zu seinem Ende kommt. In weiterer Folge wird das Publikum mit einer Cypher belohnt, an der sich neben einigen zuvor aufgetretenen MCs mit Kizmet von den Chaotix auch ein Crowdrapper beteiligt. Ganz zuletzt spielt noch DJ Kapazunda ein Austro-Rap-Set mit Nummern von Average, Kroko Jack und Kamp. Das ist schon mehr österreichischer Rap als auf jeder „Hand aufs Herz„-Party.

Alle Fotos vom Konzert:

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Text: Simon Nowak & Julia Gschmeidler
Fotos: Niko Havranek

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