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Vom Indie zum Trap: Skinnyblackboy // Porträt

Nachdem Skinnyblackboy den Song „DIOZ MIOZ“ in Zusammenarbeit mit KitschKrieg bereits als Singleauskopplung veröffentlichte, folgte nun am 11. März die gemeinsame Collab-EP „KitschKrieg X Skinnyblackboy“. Die EP ist bestückt mit typischen Beats aus der KitschKrieg-Küche, auf denen sich aber auch ein Hauch von Techno und House bemerkbar macht. Skinnyblackboy rappt darauf in trappiger Manier und lässt seinen deutschen Reimkünsten freien Lauf.

Kreativkollektiv und musikalische Anfänge

Normalerweise schreibt Skinnyblackboy, der mit bürgerlichen Namen eigentlich Malik heißt, englische Text. Auf seinen zwei Alben „Vol. 1“ und „Skinnydippin“, die beide aus dem Jahr 2018 stammen, rappt und singt er englische Lines, mischt verschiedene Musikeinflüsse und erschafft damit eine Stimmung, die neuartig erscheint. Stimmung ist ein wichtiger Faktor in Skinnyblackboys Musik.

Der Bremer Rapper ist Teil des DIY-Labels und Kreativkollektivs Erotic Toy Records. Es besteht neben Skinnyblackboy aus den Mitgliedern Tightill, Doubtboy, Young Meyerlack, Jay Pop und Florida Juicy. Florida Juicy ist sowohl labeleigener Produzent als auch eigenständiger Künstler und teilt mit Skinnyblackboy eine länger zurückreichende musikalische Geschichte. 2014 gründeten die beiden mit zwei weiteren Freunden die Indie-Band Ophéleia und starteten damit in ihre musikalische Karriere. Innerhalb von zwei Jahren spielen sie einige Konzerte, performen auf dem Festival „Breminale“ und veröffentliche eine bescheidene Anzahl an Songs auf Soundcloud. Die Tracks entstammen alle aus Florida Juicys Keller. Demselben Keller, in dem immer noch Texte geschrieben und aufgenommen werden, denn er ist mittlerweile das heimische Studio der Erotic Record Jungs geworden.

Von Indie bis Techno

Der Sound von Ophéleia entwickelte sich über die Jahre von Indie- und Alternative-Rock-Songs zu einem elektronischeren und leichteren Sound, der gut an Skinnyblackboys jetzigen Stil anbindet und ein Verständnis für seine musikalische Entwicklung schafft. Man merkt sowohl auf den vergangenen beiden Alben als auch ein wenig auf der neuen Kitschkrieg-EP, dass Tanzmusik ein großer Einflussfaktor für Skinnyblackboys musikalische Ästhetik ist. Viele seiner Beats stammen von Florida Juicy, entstehen unter seiner eigenen Mithilfe und entnehmen Elemente aus elektronischer Clubmusik von Techno bis House. Gleichzeitig machen sich in den sphärischen Melodien manchmal die Indie-Einflüsse erkennbar, die sich gut in den allgemeinen Trap-Stil einfügen.

Fotos: barracuda music

Die KitschKrieg-Kollabo

Ein neues Projekt bezüglich Sound als auch Produktion ist die EP „KitschKrieg X Skinnybalckboy“. Die neue Kollaboration wurde, als Premiere für Skinnyblackboy, nicht über Erotic Toy Records releast, sondern über das KitschKrieg nahe Label Soul Force/BMG. Außerdem ist es die erste deutschsprachige Veröffentlichung des jungen Rappers. Als einziger Featuregast findet sich Tightill aus der ETR Crew auf dem Album wieder. Die EP liefert viele abgehwürdige Banger am Band – bei KitschKrieg zumindest zahlenmäßig meistens Standard – und die typische Beat-Note des Producer-Kollektivs ist dabei nicht zu überhören. Nichtsdestotrotz hört man auch den Einfluss der Zusammenarbeit heraus. Der Sound wirkt elektronischer und mehr für die Tanzfläche bestimmt als sonst. Auch die Texte schreien oft nach Feiern und manchmal nach Drogen.

Die EP ist ein guter Spiegel von Skinnyblackboys Vielfältigkeit. Seine verschiedenen musikalischen Einflüsse resultieren in einem breitgefächerten Album: Von Clubtracks wie „PVC“, über soullastigere Songs wie „Freikarten“, bis hin zu Reggae inspirierten Nummern wie „Mañana“. Das Highlight der EP ist allerdings der Song „It’s A Trap“ auf dem ein typischer KitschKrieg-Beat mit Skinnyblackboys modernen Trap-Sound harmoniert.

Skinnyblackboy wird am 29. Mai auf der 23 Jahre The Message Magazine-Party spielen und die Wände in der Fluc Wanne zum Wackeln bringen. Tickets gibt’s hier.

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