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The Message brennt für den ballesterer

„ballesterer brennt!“ – wie das Titelblatt der frisch erschienenen Ausgabe andeutet, ist das österreichische Magazin für Fußball- und Fankultur in finanzieller Not. Anstatt nach 20 Jahren und 150 Heften das Jubiläum zu zelebrieren, steht eine Rettungskampagne im Vordergrund.

Aufgrund sinkender Verkaufszahlen und einem abnehmenden Anzeigenmarkt befindet sich der Printbereich seit Jahren in einer schwierigen Lage. Derzeit macht sich das besonders bei Spartenmagazinen bermerkbar. Ende 2019 stellte die Juice als letztes namhaftes HipHop-Magazin im deutschsprachigen Raum die gedruckten Ausgaben ein – für The Message war bereits 2010 nach 41 Ausgaben Schluss. Im Sportbereich sieht es ähnlich aus. Nach der Sport Woche und dem Sportmagazin wurde zum Jahreswechsel auch die Sportzeitung eingestellt.

Das Cover der 150. Ausgabe. Leider keine Jubelnummer.

Mit dem ballesterer droht nun eine Instanz für qualitativen Fußballjournalismus wegzubrechen. Das Magazin steht für kritische Aufbereitungen abseits von tagesaktuellen Themen, die die Sportberichterstattung sonst prägen. Den derzeit zehn gedruckten Ausgaben pro Jahr ist der redaktionelle Anspruch anzumerken, Hintergründe zum Fußballgeschehen zu recherchieren, diese als Schwerpunkte aufzubereiten und dabei viele Blickwinkel einzubinden. 2014 legte der ballesterer etwa mit Unterstützung einiger Redakteure von The Message den Fokus einer Ausgabe auf Querverbindungen von Fußball und HipHop.

Ausgabe 96 erschien in Zusammenarbeit mit The Message

Im Standpunkt vereint

Die Redaktionen von ballesterer und The Message eint der Standpunkt, unabhängig von Verlagen, Medienkonzernen und sonstigen Einflussgebern zu arbeiten und auf redaktionell getarnte Werbeartikel zu verzichten. So stehen im Begleitschreiben zur neuen Ausgabe Sätze wie „Die Honorare und Gehälter sind niedrig. Doch öfters mussten sie unbezahlt bleiben“ oder „Ohne ein hohes Maß an Leidenschaft – und Selbstausbeutung – würde es den ballesterer nicht geben“. Diese erinnern ans Schaffen unserer Autorinnen und Autoren, die, wie schon zu Zeiten des Printmagazins, ehrenamtlich aktiv sind.

Die Leidenschaft und Kompromisslosigkeit der Redaktion machen den ballesterer zu einem wichtigen Bestandteil des Fußballjournalismus. Auch wenn aufgrund der Coronakrise derzeit unklar ist, wann wieder gespielt werden kann und welchen Veränderungen das Fußballgeschäft ausgesetzt sein wird, wird es Medien dieser Art auch in Zukunft brauchen. Wir wünschen den geschätzten Kollegen alles Gute für die laufende Rettungskampagne. Auf viele weitere Ausgaben – The Message brennt für den ballesterer.

Brennst auch du für den ballesterer? Wie du am besten hilfst, siehst du hier.

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