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The Avalanches, Danny Brown & Doom preisen „Frankie Sinatra“ // Video

Rückkehr mit skurrilen Gestalten: The Avalanches
Rückkehr mit skurrilen Gestalten: The Avalanches

Vor 16 Jahren veröffentlichte die australische DJ-Crew The Avalanches mit ihrem Debüt „Since I Left You“ eine wahre Sample-Orgie: Schätzungsweise 3.500 Samples finden sich auf den 18 Songs des Albums wieder. The Avalanches ernteten mit ihrem ganz eigenen Sound um die Jahrtausendwende überschwängliche Kritiken – auch Questlove von The Roots reihte das Album später in seine persönliche „Top Ten“.

So schnell die Australier auftraten, so schnell tauchten sie in der Folgezeit wieder unter. Bis vergangene Woche, als endlich eine neue Video-Single präsentiert wurde. Mittlerweile schrumpfte die Crew zwar auf ein Trio – die Lust am Samplen blieb aber bestehen, wie sich auf „Frankie Sinatra“ zeigt. Dieses basiert auf „Bobby Sox Idol“ von Wilmoth Houdini. Beeinflusst wurde der Track von Electro-Swing und Calypso-Rhythmen. Das klingt an sich schon sehr fein, die Features bringen aber noch die nötige Würze. Denn Danny Brown und DOOM sind genau die richtigen Akteure für solche Angelegenheiten. So liefert Danny Brown auf „Frankie Sinatra“ gewohnt Vicodin geschwängerte Zeilen, spiegelbildlich für seinen Lifestyle. Drogen und Sex, das ist nun einmal die Welt des Detroiters: „Like Frank Sinatra Bitch, do this shit my way“. Und wären die Zeilen des modischsten Rapper der Gegenwart nicht schon unterhaltsam genug, taucht noch der große DOOM auf und hinterlässt einen wunderbar bizarren Part. Mit Informationsgehalt: Immerhin lernt man, dass Rapperfreund, Anführer der „Nation of Islam“ und Verfechter antisemitischer  Verschwörungstheorien, Louis Farrakhan, einst als Calypso-Sänger sein Geld verdiente (in den 50er-Jahren als „The Charmer“). Lehrauftrag erfüllt. Das dazugehörige Video erstrahlt in seltsamer B-Horror-Movie-Ästhetik. Schräg, aber doch passend.

„Frankie Sinatra“ kann also aus genannten Gründen überzeugen, die Erwartungshaltung hinsichtlich des Albums „Wildflower“ ist dementsprechend hoch. Immerhin arbeiten die Australier seit zehn Jahren an dem Werk, da sollte jedes Sample passen. Vielversprechend lesen sich auch die Features, sogar der Folk-Sänger Father John Misty findet sich auf „Wildflower“ ein. Ein interessanter Typ, der kürzlich auf einem Konzert der frisch getrennten Taylor Swift ein quasi-religiöses Erweckungserlebnis hatte (er besuchte das Spektakel allerdings unter Einfluss von LSD, was wohl der Grund dafür war) und vergangene Woche im Interview mit der Süddeutschen Zeitung auf die Fragen aller Fragen – Drake oder Kanye West? – keck mit Kendrick Lamar antwortete. Und sonst noch ein grandioser Musiker ist. Man höre nur sein Album „I Love You, Honeybear“. Seine Stimme müsste vorzüglich mit den Beats von The Avalanches harmonieren. Ob’s wirklich so ist, erfahren wir am 8. Juli, wenn „Wildflower“ erscheint.

Cover und Tracklist von „Wildflower“:

Wildflower

01. The Leaves Were Falling
02. Because I’m Me
03. Frankie Sinatra ft. Danny Brown & DOOM
04. Subways
05. Going Home
06. If I Was a Folkstar  ft. Toro y Moi
07. Colours ft. Jonathan Donahue
08. Zap!
09. The Noisy Eater ft. Biz Markie & Jean-Michel Bernard
10. Wildflower
11. Harmony
12. Live a Lifetime Love
13. Park Music
14. Livin’ Underwater (Is Somethin’ Wild)
15. The Wozard of Iz ft. Danny Brown
16. Over the Turnstiles
17. Sunshine
18. Light Up
19. Kaleidoscopic Lovers
20. Stepkids ft. Jennifer Herrema & Warren Ellis
21. Saturday Night Inside Out ft. Father John Misty & David Berman
22. Frankie Sinatra (Extended Mix)

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