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Das Berlin von Österreich // Prinz Pi live

Gozpel, den Voract des heutigen Tages, verpassen wir leider. Zu lange ist die Schlange vor der Arena an diesem Samstagabend, zu viele Leute versuchen, noch rechtzeitig zum Start von Prinz Pis heutiger Show zu kommen. Immerhin haben wir uns sagen lassen, Gozpel sei großartig gewesen. Seine Instagram-Story verrät uns, vor dem Gig habe man Backstage noch fleißig „Westberlin“ von Sido gepumpt, danach „Vienna“ von RAF Camora. Immerhin sind Gozpel, Prinz Pi und seine Crew heute zu Gast in Wien.

Fotos: Philipp Detter

Die Wien-Assoziationen ziehen immer. Nachdem Prinz Pi mit „Fähnchen im Wind“ in den Abend reinstartet, erzählt er direkt, seine Uroma sei aus Wien gewesen, genauso wie sein Kollege RAF Camora aus Fünfhaus. „Wien, die Haupstadt von Österreich, also quasi das Berlin von Österreich“, meint Prinz Pi. Das Publikum applaudiert, für viele stellt das Konzert seit Jahren einen Pflichttermin dar. Dies lässt sich ebenso an der Songauswahl erkennen – ein Best-of der Prinz-Pi-Songs, wie dieser selbst sagt. Als Bühnenbild dient ein überdimensional großer Hund, in Erinnerung an seinen alten Hund Penny Lane, sagt Pi. Auch wenn er nun einen neuen Hund habe, vermisse er dennoch seinen alten Weggefährten.

Von Prinz Pi kann man halten, was man will. Viele haben ihm damals zu Zeiten von „Kompass ohne Norden“ vorgeworfen, sich an den Mainstream verkauft zu haben, kalkulierte Musik für die Teens zu machen. Mittlerweile hat Prinz Pi über all die Jahre hinweg vierzehn Soloalben veröffentlicht, zuletzt „Nichts war umsonst“. Was man Pi jedoch in jeder Hinsicht lassen muss, sind seine jahrelangen Erfahrungen sowohl in der Musik, als auch in Sachen Live-Performances. Prinz Pi weiß, welche Komplimente ein Publikum zu hören bekommen mag, in welcher Reihenfolge sein Repertoire an Songs zu spielen ist, um emotional die Crowd abzuholen. So gestaltet sich der Abend wie schon angekündigt als ein Best-of, bei Klassikern wie „Du Bist“ oder „Kompass Ohne Norden“ sind die Fans eben immer noch am textsichersten, jeder hier schreit die mittlerweile auf zu vielen Inspiration-Bildern gesehenen Songzeilen wie „Und ich schrei, was hast du schon erreicht / Du bist nur der größte Hai in deinem kleinen Teich“ mit.

Dennoch scheint Prinz Pi die Menschen hier mit seiner Musik geprägt zu haben, „Kompass ohne Norden“ ist mittlerweile sechs Jahre alt, die Tumblr-Girls und -Boys sind mittlerweile auch älter geworden, das schlägt sich sichtbar im Publikum nieder. Dass Prinz Pis Musik die Jugend vieler hier geprägt hat und einige die Musik zu Recht als Soundtrack ihrer Jugend ansehen, spricht für Prinz Pis Talent, Emotionen in Worte zu packen, Situationen malerisch und dennoch präzise zu beschreiben.

„Ich hatte eine sehr schlechte Zeit, ich war so depressiv, wie noch nie in meinem Leben. Ich bin dann ganz weit in den Norden gefahren, an einen See. Dort habe ich diesen Song geschrieben“

„Das meiste Gepäck, was ich mithab‘, ist in meinem Kopf. Die ganzen Sachen auszupacken, hab‘ ich keinen Bock / Irgendwann fließt es doch alles raus und ordnet sich, im Spiegel steht mein altes Ich mit Messer und ermordet mich“, rappt Prinz Pi und wirkt trotz all der Vorwürfe seiner Person gegenüber ehrlich und authentisch. Bei „Laura“ wird es fast schon unangenehm still in der Arena. Zu viele hier haben die Situation scheinbar schon selbst durchgemacht, wenn eine geliebte Person beschließt zu gehen. Vereinzelt sieht man Tränen in den Augen der Menschen hier, die im Lichtermeer reflektieren. „Ich wollte dich halten, doch war zu jung, war zu dumm, war zu stolz / Auf ihre Art hatten wir beide unsere Nase voll“.

Dabei ist die heutige Show keineswegs eine Versammlung melancholischer Trauender, viel eher macht hier die Mischung die Musik. Zwischen „Elfenbeinturm“ und „Rebell ohne Grund“ lädt uns Prinz Pi hier auf eine gefühlsvolle Achterbahnfahrt ein, die Stimmung reicht von Party bis Betrübnis.

Fazit: Die großen Überraschungen bleiben am heutigen Abend aus, aber das scheint man sich hier auch nicht erwartet zu haben. Prinz Pi glänzt heute in Wien mit einem durchaus soliden Auftritt, wenig könnte man an seiner Performance bemängeln. Die Songauswahl harmoniert mit den Erwartungen des Publikums, die Stimmung durchlebt im Verlauf des Abends Höhen und Tiefen. Die Melodien der Songs klingen in den Ohren der Menschenmasse nach, die sich wohlgesinnt auf den Heimweg begibt, denn wie Prinz Pi selbst sagt: „Der schönste Weg von allen ist der Heimweg“.

 

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Best-of Generation Porno // Prinz Pi live

Alle Fotos: Mathias Trumminger

Als BRKN beginnt, ist das Gasometer gerade mal zu einem Drittel gefüllt. Was ihn aber nicht weiter zu stören scheint. Nach „Ein Zimmer“ stoppt er kurz und verharrt in Adonis- und Denkerpose, denn „jetzt sitzt das Outfit noch, das müssen die Kameras ausnutzen“. Neben ein paar eigenen Songs nutzt er die halbe Stunde Bühnenzeit perfekt aus, um das Publikum auf die nachfolgende Show vorzubereiten. Er springt auf der Bühne umher, wechselt immer wieder zwischen Klavier und Saxofon. Die Pausen zwischen Songs und Anekdoten füllt er mit kurzen Tanzeinlagen. Und natürlich darf etwas Werbung zu seiner nächsten Tour nicht fehlen, zumal das Konzert vergangenen Oktober abgesagt wurde. Als Support leistet er gute Arbeit, er wird später noch als „momentan interessantester und bester Künstler“ bezeichnet werden. Zu Recht.

Still und heimlich betritt Prinz Pi die Bühne. Der Vorhang ist noch zu, auf ihm ein Mond abgebildet. Begleitet von düsteren Bassklängen beginnt Pi die Show mit den ersten Lines von „Sandstrand“. Nach einem klassischen „HalloWien!“ fällt der Vorhang. Drei Stufen führen hinauf auf ein breites Podest, oben steht seine Band: ein Gitarrist, ein Keyboarder und ein Backgroundsänger. Als einziges Bühnenbild hängt die Münze vom aktuellen Albumcover im Hintergrund. Während der Show werden passend zu den Songs immer wieder Lichtbilder oder frühere Albencover hinaufprojiziert. Er habe einen ganz besonderen Bezug zu der Stadt, seine Urgroßmutter wäre auch Wienerin gewesen, er freut sich deshalb besonders, hier zu sein. Ohnehin habe er „nur die besten Erinnerungen an diese geile Stadt“.

Für „Kompass ohne Norden“ fordert er besondere Unterstützung vom Publikum ein. Kein Problem, denn „Wiener sind ja sehr hilfsbereit – wie Berliner auch, nur insgesamt netter“. Der durchschnittliche Wiener Grant wär hier jetzt zwar beleidigt, aber das Publikum zeigt sich mehr als solidarisch, singt nicht nur den kompletten Text mit, sondern versucht, Prinz Pi immer wieder zu übertönen.

Trotz aktuellen Albums und gleichnamiger Tour beschränkt sich Prinz Pi keineswegs nur auf „Nichts war umsonst“. Der Abend wird vielmehr ein Best-of seiner Songs. Die Zuschauer sind durchwegs textsicher, geschuldet dem Durchschnittsalter wird meist aber eher mitgekreischt als gesungen. Vereinzelt finden sich aber auch jene nostalgischen im Publikum, deren Weg schon Prinz Porno begleitete. „Der neue iGod“ sei „eine besondere Perle im Repertoire“, da er live so wunderbar funktioniert. Auch generell passt die Stimmung. Die Gefühle, die Prinz Pi in seine Performance steckt, übertragen sich problemlos auf die Menge. Von Tanzen, über Klatschen, Springen, Singen, bis hin zu Schreien und Weinen ist die komplette Gefühlspalette abgedeckt. Zwischen den Liedern erzählt er viel über sein Leben und seine Bezüge und Erfahrungen mit Wien, an dieser Stelle gehen besonders Props an Kamp und Raf Camora raus, die er beide sehr schätze.

Zahlen zählen nicht“ habe Pi für seine Kinder geschrieben. „Trotz all der Krisen auf der Welt oder den rechten Parteien sollen sie sich daran erinnern, wie wichtig es ist, positiv zu bleiben. Sie sollen das Gute sehen“. Als Antwort auf den nächsten Song folgt lautes Teenie-Kreischen. Während Pi bei seiner gesamten Performance quer über die Bühne rennt und springt, bleibt er bei „Laura“ komplett ruhig am Bühnenrand. Danach verlässt er mit einem schnellen „Danke“ die Bühne. Er steckt nochmal alle Power in die Zugabe. Für „Keine Liebe“ ist die Halle fast zur Gänze dunkel, nur einzelne Spots leuchten schwach auf die Bühne, am vorderen Rand schaltet Pi ein rotes Warnlicht ein.

Prinz Pi will nicht nur, dass die Show besser wird als am Vorabend in Dresden, er möchte, dass „Wien der beste Tour-Gig wird“. Deshalb greift er nochmal zurück auf „etwas Prinz-Porno-Shit“ und will für „Generation Porno“ die linke Faust sehen. BRKN bringt nochmal Abwechslung mit „Hellrot“. Als krönenden Abschluss entsteht bei „Gib dem Affen Zucker“ noch ein letzter Moshpit.

Fazit: Prinz Pi liefert mit der Show einen guten Best-of-Blick über seine bisherige Karriere. Das Publikum ist überraschend jung, was aber wohl auf die Coming-of-Age-Schiene der letzten Alben zurückzuführen ist. Er scheint etwas von seinem Aktivismus verloren zu haben, das Konzert ist weniger politisch als gedacht. Dennoch, seine Botschaften bringt er ans Publikum und schafft insgesamt eine durchwegs solide Performance, mit viel Abwechslung und Power. Lediglich der Bass rauscht vereinzelt unangenehm, woran aber weniger der Künstler als die generelle Akustik im Gasometer Schuld hat.

Ein Interview mit Prinz Pi findet ihr hier.

Weitere Fotos des Konzerts von Mattsort:

 

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Interviews

Medienkritiker und Kinderbuchautor // Prinz Pi Interview

Prinz Pi by Daniel Shaked © 2016-5144
„Als total zufriedener und ausgeglichener Mensch kannst du selten ein wirklich spannender Künstler sein“

Aller guten Dinge sind drei. Oder sogar vier? Jedenfalls klappt es erst beim vierten Anlauf und nach einigen Wirren endlich mit einem Interview mit Prinz Pi. Der Berliner zeigt sich ruhig und entspannt, aber nichtsdestotrotz gesprächig, als wir ihn im Interviewcontainer am Gelände des HipHop Open Austria treffen. Dass sich Friedrich Kautz, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, in seiner jüngeren Musik vor allem mit Gesellschaft und ihren inhärenten Konflikten beschäftigt, nutzen wir für ein Gespräch über den Wandel der Medienlandschaft, die akute Terrorangst, seine Literaturprojekte sowie den Facettenreichtum der deutschsprachigen Rapszene.

Interview: Emil Delivuk & Julia Gschmeidler
Fotos: Daniel Shaked

The Message: Lass uns mit einer aktuellen Frage starten. Die gestrige Schießerei in einem Münchner Einkaufszentrum entpuppte sich als Amoklauf, nicht als islamistischer Anschlag. Wie beurteilst du das Medienecho, welches sofort von einem religiösen Hintergrund ausging?
Prinz Pi
: Es ist krass, wie aufgeschaukelt die Debatte in den Medien ist. Ich erinnere mich an einen Anschlag auf eine deutsche Reisegruppe, nahe der Hagia Sophia in Istanbul, Anfang 2016. Ohne sich auf Fakten zu berufen schrieb die FAZ, die ich eigentlich für DIE seriöse Tageszeitung Deutschlands halte, dass es ein Monat nach deutschen Militäreinsätze in Syrien kein Zufall gewesen sein kann. Das ist eine Hetzpresse und ein Journalismus, wie man den aus Internetforen für Verschwörungstheorien kennt. Solche Spekulationen kann man als Privatperson tätigen, aber nicht als seriöser Journalist und auch nicht als DIE seriöseste Tageszeitung Deutschlands. Das fand ich skandalös.

Die Grenze zwischen kritischen Medienbetrachtern wie du es bist und jenen, die „Lügenpresse“ schreien, ist fließend. Wie verhinderst du es, mit AfD und Co. in einen Topf geworfen zu werden?
Ich finde, man muss Medien total kritisch beurteilen, aber was die AfD macht ist das Schlimmste, das man sich vorstellen kann. Die verunglimpft jeden als Teil der Lügenpresse, der sie kritisiert. Es ist fürchterlich, dass so etwas wie die AfD in Deutschland Fuß fassen konnte. An der Spitze dieser Partei stehen Leute, die früher im besten Fall Stammtischredner gewesen wären. Vor zehn Jahren hättest du jemanden wie Frauke Petry verlacht, wenn der gesagt hätte, er geht in die Politik. Heutzutage ist das eine Partei, die Wähler findet. Das ist auch etwas, was ich auf meinem letzten Album („Im Westen nix Neues“, Anm.) anspreche, dass plötzlich Leute ihre Stimme erheben, die sehr lange geschwiegen haben.

„Die lautesten Rechten sind die größten Nutznießer des deutschen Sozialsystems“

Die eine Seite ist, dass rechtspopulistisches Angebot vorhanden ist, die andere, dass die Nachfrage danach ständig steigt. Woran liegt das deiner Meinung nach?
Dass rechte Parteien mitmischen können, gibt es in Österreich mit Haider und Strache ja schon wesentlich länger. In Deutschland ist das ein relativ neues Phänomen und das große Problem ist, dass diese Parteien ihren Anhängern relativ einfache Antworten auf ziemlich komplizierte Fragen geben. Die sind oft gar nicht wirklich rechts, die sehnen sich nach klaren Worten und einem Gegenpol zur gesichtslosen, langweiligen Politik der vergangenen Jahre. Sogar große Teile der Studentschaft, die in den 60er- und 70er-Jahre politisiert war, war in den vergangenen Jahren politikverdrossen und wollte sich nicht mit Politik auseinandersetzen. Und auf einmal hast du Rattenfänger, die die Leute anlocken das ist ganz schlimmm.

Haben hohe Arbeitslosigkeit und  die ökonomische Situation des „durchschnittlichen“ Bürgers einen wichtigen Einfluss auf das Erstarken dieser rechten Anti-System-Parteien?
Die Bedrohung, die ebendiese Parteien skizzieren, ist ja überhaupt nicht vorhanden. Die meisten Leute, die sagen, dass ihnen die Arbeitsplätze weggenommen werden, sind irgendwelche Alkoholiker, die selbst 20 Jahre arbeitslos sind und auf Staatskosten leben. Die lautesten Rechten sind die größten Nutznießer des deutschen Sozialsystems.

Prinz Pi by Daniel Shaked © 2016-5155

Wie sollte man der Angst vor den Flüchtlingen, der sich die Rechten ja bedienen, begegnen?
Ich wohne neben dem Flughafen Tempelhof, wo sich die größte Flüchtlingsunterkunft überhaupt befindet, wo mehrere Tausend syrische Flüchtlinge untergebracht sind. Man würde eigentlich meinen, dass die Straßen gesäumt sind, aber das fällt überhaupt nicht auf. Mir kann niemand erzählen, dass wenn in einem Dorf 20 Leute untergebracht sind, die Leute beunruhigt sein müssen. Ein Freund von mir wohnt in einem kleinen Dorf nahe Berlin, wo 50 Flüchtlinge in einem pleite gegangenen Hotel untergebracht werden sollten. Das wäre eine Win-win-Situation: Arbeitsplätze in einem leer stehenden Hotel und eine Unterkunft für Flüchtlinge. Erstmal haben die anderen Dorfbewohner eine Anti-Haltung aufgebaut, aber nachdem ein großes gemeinsames Essen organisiert worden war, waren praktisch alle Vorurteile abgebaut. Das ist ein kleines Beispiel, bei dem es funktioniert, aber solche Projekte braucht es. Der Fall zeigt auch, dass es idiotisch ist, Leuten Angst einzuimpfen. Der syrische Bürgerkrieg ist der wahrscheinlich fürchterlichste Krieg dieses Jahrhunderts. Wenn du drei Wochen in deinen Sandalen unterwegs bist und einfach mal in Deutschland verschnaufen möchtest, nachdem die Bomben um deinen Kopf geflogen sind und deine ganze Familie ausgelöscht wurde, und dann eine Partei wie die AfD kommt, die dich wieder nach Hause schicken will – das ist unglaublich.

Ist die Wahrung des sozialen Friedens in Zeiten vermehrten Zuzugs eine Verteilungsfrage, oder geht es eher um Aufklärung und interkulturelle Begegnung?
Aufklärung ist eine sehr wichtige Sache. Ich habe kürzlich mit einer türkischen Taxifahrerin geredet, die meinte, dass es unmöglich sei, dass jetzt die ganzen Ausländer kämen und Arbeitsplätze wegnehmen würden. Ich habe sie gefragt, ob sie denn denkt, dass es in Syrien so viele Taxifahrer gab, dass ihr Arbeitsplatz akut bedroht wäre. Da hat sie überlegt und die Sache danach anders gesehen. Es sind zum Beispiel viele Akademiker abgehauen und es ist schön, wenn die dann hier sind und was tun können. Man darf auch nicht vergessen, dass Deutschland immer ein Zuwandererland war und dass der Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Gastarbeiter unmöglich gewesen wäre. Die Rechten vergessen, dass das Wirtschaftswunder nur durch die Gastarbeitergeneration möglich war. Alle Länder, die wirtschaftlich richtig prosperieren, haben immer viele Menschen ins Land gelassen.

In deinem Song „Drei Kreuze für Deutschland“ thematisierst du posttraumatische Störungen von heimgekehrten Soldaten, die immer weiter zunehmen, obwohl die deutschen Auslandseinsätze abnehmen. Wie sollte der Staat diese Menschen unterstützen?
Ich habe das Lied 2010 gemacht, in einer Zeit, in der es noch gar Teil des allgemeinen Bewusstseins war, dass deutsche Soldaten aus meiner Generation an anderen Orten der Welt im Einsatz sind. Mir ging es zunächst mal darum, Aufmerksamkeit auf den Fakt zu lenken, dass wir ein durchaus aktives Militär haben. Viele Deutsche haben ja das Bild, dass wir da gar nicht dabei sind und die Amerikaner, maximal noch die Briten, in militärische Operationen involviert sind. Ich denke, dass es sehr schwierig ist, derart traumatisierte Menschen wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Dazu kommt, dass einige von denen auch zu einer echten Gefahr werden können. Früher hat man „Shell Shock“ dazu gesagt, heute „Posttraumatic Stress Disorder“. Der Attentäter, der die Polizisten in Dallas erschossen hat, war auch ein zurückgekehrter Veteran, der einen Hass gegen Weiße entwickelt hat. Der hat sein Leben in Gefahr gebracht für sein Land und dann kam er wahrscheinlich nach Hause und hat nur den Rassismus der weißen Polizisten gespürt. Wenn er vorher nicht dieses Kriegserlebnis gehabt hätte, wäre sein Hass vielleicht nicht so ausgeartet.

„Keiner der großen Musiker, Dichter und Maler galt als braver 0815-Bürger“

Du hast dich immer wieder mit dem Thema Depression – auch als Quelle der Inspiration – beschäftigt. Welche Rolle spielt das psychische Auf und Ab für dein Leben und deine Musik?
In meiner Familie ist es leider eine genetische Sache, dass viele depressiv sind. Einige haben sich leider auch umgebracht, um ihrer Depression zu entfliehen. Ich glaube, dass du als total zufriedener und ausgeglichener Mensch selten ein wirklich spannender Künstler bist, weil du nicht so viel zu erzählen hast. Wenn man Kunst schaffen will, die irgendetwas bewirkt, oder die aus einer gewissen Energie heraus entsteht, muss man meistens schon nach oben oder unten extrem sein. Oft holen sich Künstler auch über Drogen ihre enormen Höhenflüge, haben dann aber auch tiefe Phasen, in denen sie ihre Kunst schaffen. Keiner der großen Musiker, Dichter und Maler galt als braver 0815-Bürger, jedenfalls würde mir jetzt niemand einfallen.

Prinz Pi by Daniel Shaked © 2016-5148

Ist es also notwendig, aus der Norm auszuscheren, um „große Kunst“ zu schaffen?
Ja, voll. Bei mir geht es ja oft darum, dass ich über die Gesellschaft oder meine Generation schreibe. Da ist es ein bisschen so, wie wenn du ein Foto von einer Menge (zeigt auf das Foto von einem Konzert, Anm.) machen willst. Wenn du mittendrin stehst, kannst du kein Bild von außen machen. Du musst irgendwie zu einem totalen Außenseiter werden, oder zu jemandem, der sich distanziert, um einen klaren Blick zu bekommen.

Auf dem Song „Schornsteine“ betrachtest du von außen die deutsche Waffenindustrie und lässt verschiedene Charaktere sprechen, um ein vollständigeres Bild eines komplexen Themas zu zeichnen.
Genau, es geht um Menschen, die Teil dieses Systems sind. In der ersten Strophe geht es um einen Ingenieur einer Waffenfabrik, der ein reines Gewissen hat, weil der Betrieb CO2-neutral produziert, Arbeitsplätze geschaffen werden und die Qualität der Waffen hervorragend ist. In der zweiten Strophe spricht ein Kampfpilot, der sich selbst als Held und Profi-Soldat sieht und nach einer gelungenen Operation stolz ist, anstatt sich als Mörder zu verstehen. In der dritten Strophe wollte ich eigentlich einen kurdischen, mit deutschen Waffen ausgestatteten Peschmerga-Kämpfer sprechen lassen, um noch eine andere Perspektive auf deutsche Waffen zu eröffnen. Eigentlich sollte Kurdo (kurdischer Rapper aus Deutschland, Anm.) die Strophe machen. Da sollte die Frage aufgeworfen werden, wie wir zu Waffenexporten stehen, wenn sie an „die Guten“ geliefert werden, die gegen den IS kämpfen. Der Song sollte einfach stark zum Denken anregen.

Der Kurdo, von dem du sprichst, bezeichnete sich selbst in dem Song „Riberstyle“ als „Deutschraps Salafi“ …
Kurdo? Ich glaube du meinst jemand anderen, der hat so was noch nie gesagt, das kann ich mir auch gar nicht vorstellen. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich definitiv nicht an einem gemeinsamen Track interessiert gewesen. Ich kenne ihn nur als kurdischen Musiker, der auch des Öfteren seine Herkunft thematisiert. Das was ich bisher von ihm kannte, fand ich supercool und es wäre interessant gewesen, wenn er noch einen anderen Standpunkt in den Song reingebracht hätte.

Zu etwas ganz anderem: Was machen eigentlich die Romane, die du schreibst?
Die sind eigentlich so gut wie fertig, aber ich traue mich irgendwie nicht die rauszubringen. Ich habe Scham davor und bin noch zu schüchtern. Aber es wird demnächst ein Kinderbuch mit dem Titel „Der Malfisch“ erscheinen.

Worum geht es in dem Buch?
Es geht um die Frage, warum das Meer blau ist und das Wasser im Fluss oder im Glas durchsichtig. Das Kind fragt das den Papa und der erzählt dann, dass es früher einen Fisch gab, der den ganzen Tag durchs Meer geschwommen ist und nicht wusste, wo er schon war, weil es ja durchsichtig war. Dann hat ihm sein Freund geraten, das Meer anzumalen, damit er weiß, wo er schon war. Mit seiner Lieblingsfarbe blau hat er angefangen, aber irgendwann geht ihm die Farbe aus und dann gibt es das rote und schwarze Meer, die gelbe See …

Früheren Statements zufolge geht es in deinem anderen Roman um ein Attentat auf den US-Präsidenten. Was kann man sich genauer dabei erwarten?
Es geht um einen Menschen, der stellvertretend für den Hedonismus der Ersten Welt steht. Jemand, der seine Erfüllung darin findet, dass er erfolgreich ist, gut verdient, Statussymbole leisten kann, seine Interessen auslebt und ungebunden und sexuell freizügig lebt. Irgendwann hat er ein einschneidendes Erlebnis, welches ihn von einem Extrem in das genaue Gegenextrem führt. Das ist dieser Roman.

Lass uns zum Abschluss noch ein wenig über die Deutschrapszene sprechen. Du lieferst als Rapper ja einen verhältnismäßig starken Output und hast dich mal mehr, mal weniger parallel zur Szene entwickelt. Wie siehst du den derzeitigen Status quo?
Ich finde die deutschsprachige Rapszene  inklusive Schweiz und Österreich  ist so facettenreich wie noch nie. Man kann diese einzelnen Sub-Genres überhaupt nicht in einen Topf werfen. Man hat zum Beispiel diese Cloud-Rapper, die sich selber und niemand anderen wirklich ernst nehmen. Dann gibt es Straßen- und Gangstarap, der sich selbst extrem ernst nimmt und einen gänzlich anderen Zugang wählt. Zusätzlich gibt es das, was Basti von Trailerpark „Clown-Rap“ nennt: K.I.Z., 257ers und Trailerpark. Da geht es um prolliges, humorvolles „auf die Kacke hauen“ und hat diesen Band- und Livecharakter. Natürlich dann noch die poppige Schiene, die zum Beispiel Casper, Marteria oder Sido die vergangenen Jahre gefahren sind, und dann noch ganz viele schwer kategorisierbare Randerscheinungen wie Käptn Peng.

Gibt es denn aktuellere Sachen aus dieser großen Auswahl, die dich persönlich wirklich überzeugt haben?
Auf jeden Fall! Also das neue Kamp-Album ist sehr gut geworden. Warum es  bei ihm so lange gedauert hat, erzähle ich euch, wenn das Mikrofon aus ist. Jedenfalls eine ziemlich krasse Story. Ich fand das neue Ding von Audio und Yassin sehr gut, wobei die auch ein sehr schönes Artwork hatten. Und das letzte Zuhältertape von Kollegah war ziemlich gut, aber auch die neuen Sachen von Sido, die ein bisschen die Rückkehr zu seinem alten Style ankündigen. Das wird auf jeden Fall ein schönes Album. Und ich finde tatsächlich, dass die neuen Fler-Sachen das Beste sind, was er jemals gemacht hat. Ich glaube und hoffe, dass das Album an dem er derzeit arbeitet („Vibe“, Anm.) sein bestes Album werden wird. In letzter Zeit fällt mir sonst nicht mehr so viel ein.

Der Manager betritt den Raum mit den Worten „Time is up!“. Während Prinz Pi fotografiert wird, hält er sein Wort und wir erfahren noch die Geschichte von Kamps verspätetem Album. Tatsächlich eine sehr verrückte.

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Wenig Lärm um viel – HipHop Open Austria

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Es ist heiß in der Arena. So heiß, dass das Publikum nur von den raren Schattenplätzen aus das Geschehen auf der Bühne beobachtet. Sehr zum Leidwesen der ersten paar Acts, die bereits ab 14 Uhr das eintätige Festival bespielen. Der Wiener Rapper Joshi Mizu, der Australier Remi und Yarah Bravo bemühen sich trotzdem, eine energiegeladene Show zu präsentieren. An den Hundstagen hat aber eben keiner Lust, in der Mittagssonne in die Arena zu kommen und sich vor die Bühne zu platzieren. Bei den Live-Qualitäten von Yarah Bravo, die erst im Frühjahr beim Rap Against Festival am Karlsplatz die Massen angezogen hat, ein enttäuschendes Erlebnis.

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Interessanter finden die Besucher das angekündigte Knockout-Battle und stürmen während der Umbauphasen in den Schatten neben dem Arena Beisl. Dort haben sich die „acht besten Freestyle-Rapper Österreichs“ versammelt, um gegeneinander anzutreten. Mit dabei sind Faun, Mistah, A.Y., Kschirrspüla, Scheibsta, über Wildcards qualifiziert haben sich Fellowsoph, Rob und noch einer, der sich gar nicht die Mühe gemacht hat, beim Festival zu erscheinen. Das Highlight dieses Turniers waren sicherlich die Runden mit Faun, der sowohl gegen Mistah, als auch im Halbfinale gegen Kschirrspüla seine Gegner in Harry Potter verhext und sie auf seinem Gästeklo wohnen lässt. Die Jury, bestehend aus Average, Dame und Joshi Mizu, schickt Kschirrspüla und A.Y. ins Finale auf der großen Bühne. Leider ohne viel Schlagabtausch, Reimketten und Überraschungen gewinnt schließlich der auf Englisch rappende A.Y. das Knockout Battle und 500 Euro.

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Weiter im Line-up zieht Megaloh die Leute auch auf die sonnigen Plätze, das erste Mal füllt sich die Wiesen-Arena ein wenig. Durch Tracks wie „Kai Pflaume“ oder „Whiskey Cola“ können die Konzertbesucher auch Trap-Tanzbewegungen vollführen. „Live MCs“ – auch ohne Chefket und Amewu – sowie „Sie wissen Bescheid jetzt“ lassen erahnen, dass viele der Zuhörer Megalohs Musik auch zuhause des Öfteren durch die Boxen jagen. Ein wenig anders sieht das bei Prinz Porno aus. Mit Kid Kobra aus Beatfabrik-Zeiten an seiner Seite, Caprihose und Camouflage-farbenem Fischerhut bringt der Berliner fast nur Nummern aus seinem neuen Album „pp = mc²„. „Keine Liebe„, „Gib dem Affen Zucker“ und „Berlin, große Liebe„, zeigen aber auch noch ein paar mehr Stationen vom Werdegang Prinz Pornos zu Pi und jetzt wieder Porno. „Ich liebe Wien“, gesteht Prinz Pi, sein guter Freund Kamp sei an diesem Tag leider verhindert, um die gemeinsame Nummer „Achse des Schönen“ zu performen.

Der Sound ist bei diesem Auftritt an seinem Tiefpunkt angelangt, das Areal fühlt sich an, als würden gerade die Platten des Wiener Becken aneinanderreiben. Die gelben Ohropax, die es gratis beim Eingang gibt, werden zum neuen Modeaccessoire. Doch das sollte im Laufe des Abends zum Glück noch besser werden.

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Viele sind an diesem Tag für die wieder zusammengefundene Truppe von Afrob und Samy Deluxe – ASD – nach Erdberg gekommen, das konnte man raushören. Und wahrlich haben die beiden deutschen Rap-Legenden eine ansehnliche Show absolviert. Die Bühne wird von drei flackernden Buchstaben beleuchtet, Samy spricht vom Weed-Konsum im Backstage-Bereich und davon, dass sie mit dem „neuen Scheiß“ das erste Mal in Wien sind. Klassiker wie „Grüne Brille„, „Reimemonster“ oder „Sneak Preview“ fehlen trotzdem nicht. Auch für Megaloh ein Grund, sich die Show seiner zwei Kollegen anzusehen.

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The Underachievers aus Flatbush kommen – trotz der relativ übersichtlichen Menschenmenge – gut gelaunt auf die Bühne. Eine Hand voll eingefleischter Fans steht in der prallen Sonne vor der Bühne. Der Rest, ob liegend oder sitzend, schwitzt auf der Wiese und bewegt sich gar nicht. Nach ein paar Nummern äußert sich Issa Gold zur Situation. Man merkt von Song zu Song, dass es den Jungs weniger Spaß macht. Nicht mal „Gold Soul Theory“ oder „T.A.D.E.D.“ weckt die Crowd auf. Soundtechnisch haben die beiden schon immer ein Problem, denn beide rappen schnell und undeutlich. Der Sound wird zu einem Brei – bei einem Open Air leider sehr undankbar.

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Wer den Splash!-Auftritt von A$AP Rocky und seinem Mob gesehen hat, hofft, dass es dasselbe Set wird. Und genau so geht es auch los. Mit „Hella Hoes“ springen A$AP Nast, A$AP Twelvyy und A$AP Ant auf die Stage. Nach „M’s“ und „Purple Swag“ schafft es die Menge immer noch nicht wirklich, den Pretty Flacko zufriedenzustellen. Zwar steht eine beachtliche Menge vor der Bühne, aber kaum jemand bewegt sich. Zu „Wild For The Night“ gibt es einen von Rocky initiierten Moshpit. Ab hier geht es bergauf. Und auf einmal geht die Musik aus, obwohl der A$AP Mob noch auf der Bühne steht. Es ist 23 Uhr und das HipHop Open Austria ist mit einem Schlag vorbei. Kurzer Applaus. Jeder Applaus vom Joey Boada$$-Konzert im WUK war lauter als die Crowd bei A$AP Rocky. Ein weiteres Mal hat Wien einen Haufen großartiger Künstler enttäuscht.

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Und ja, es scheint den ganzen Tag über so gewesen zu sein, als ob niemand so richtig motiviert war.  Die Künstler hatten Mühe mit dem Publikum. Megaloh freute sich trotzdem: „Ihr seid nicht so viele, aber ihr seid Killer“. Doch die Ami-Acts, die eindeutig größere und energetischere Crowds gewohnt sind, machten ihrem Ärger über die zu kleine und lasche Menge ziemlich offensichtlich Luft. Es wurde vonseiten des Publikums scheinbar auf etwas gewartet, das dann nicht kam. Voll war es eigentlich zu keinem Zeitpunkt, richtige Festivalstimmung mochte nicht aufkommen. Dabei kann man aber auch niemandem einen Vorwurf machen, irgendwie hat das alles nicht zusammengepasst. Vielleicht war’s die Hitze, vielleicht der Wochentag. Der Kartenpreis wird auch seinen Teil dazu beigetragen haben. Die Underachievers waren sichtlich froh über das Ende ihres Auftritts („Do you even want to have fun?“) und auch ASAP Rocky – dessen Show gefühlt kürzer war als die Umbauphase davor – war wohl erleichtert, als er (scheinbar) wegen Lautstärkeregelungen beenden durfte. Ein klassischer Fall von „Desto mehr Energie ihr uns gebt, desto mehr können wir euch zurückgeben.“ Nur dass das diesmal in die falsche Richtung ging, auch wenn man den Acts kaum geringen Einsatz vorwerfen kann.

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Fotos: Lichtreflex / Text: JG, JM, edhardygirl14

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Just For The Record

Just For The Record #37: Max Mostley

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Schon früh hat der gebürtige Düsseldorfer in unterschiedlichen Bands gespielt und selbst Musik produziert. Der Durchbruch als Produzent kam mit seinem Mentor D-Bo und dem Wolfpack-Signing(Zu D-Bo findet ihr hier ein spannendes Interview). Mittlerweile ist er aus der deutschen Produzenten-Szene nicht mehr wegzudenken, denn er hat nicht nur für das pp=mc2 Album von Keine Liebe Rapper Prinz Porno produziert, sondern hat auch das komplette Paradies Album des Prinz Pi-Protegés eRRdeKa mit Beats versorgt. Auch beim am 28.8. erscheinenden Album Rapunderdog des jungen Augsburgers steuert Mostley alle Instrumentale bei. Das neue Video zu „Unter Deck“ könnt ihr euch hier anschauen!
Just For The Record mit Max Mostley:

Top 5 Albums/Songs:
Ich höre erstaunlicherweise echt wenig Musik und hänge dem Zeitgeschehen meist ein paar Jahre hinterher. Und wenn ich Musik höre, dann meist ältere also entschuldigt wenn meine Top 5 nicht allzu „now“ ist!

Favorite producers:
Quincy Jones
DJ Premier
Flying Lotus
Dilla
Rick Rubin

Favorite DJ’s:
Boah kein Plan. Die ganze DJ-Kultur hat sich ja komplett verändert und mittlerweile ist jeder Depp DJ oder Produzent. Ich habe allerdings auch in den 90ern nie das Djing für mich entdeckt und konnte dem ganzen Beat gejuggle und rumgescratche auch nie viel abgewinnen. Die geilsten Scratches kamen aber definitiv von DJ Premier!

Favorite musicians:
Michael Jackson
Mos Def
The Prodigy
Hans Zimmer
Queen
Jethro Tull
Eddie Vedder (Pearl Jam)
Outkast

und hunderte mehr!

Favorite vers in a song:
„(…)Speaking through the voices of the spirits speaking to me I think back in the day, I absorbed everything like a sponge, took a plunge into my past to share with my son“

Ich muss prinzipiell jedes mal schlucken, wenn ich diesen Vers höre.

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First bought CD:
Busta Rhymes feat ODB – Woo-Hah!

Favorite vinyl cover:

My first sample:
Puh. An mein allererstes Sample kann ich mich nicht mehr erinnern. Wahrscheinlich irgendein Klassisches Stück von einer CD meiner Mum, allerdings kann ich mich noch an den ersten Beat erinnern, bei dem ich kein Sample benutzt habe! Das muss irgendwann Anfang der 2000er Jahre gewesen sein. Ich lag im Bett und war in der „Twilight Zone“, also nicht wach, aber auch noch nicht eingeschlafen. Und auf einmal hatte ich diesen komplett fertigen Beat im Kopf. Irgendwie habe ich es dann geschafft aufzuwachen und stürmte zum Rechner um das, was noch vom Traum übrig war, umzusetzen. Der Beat, der dadurch entstand, wurde später von „Freestyle of The Arsonist“ gepickt und wurde zu meinem ersten Release mit einem amerikanischen Rapper!

Favorite vinyl store:
Zählt iTunes?!? Hahahaha! Ich hab nie wirklich Platten gekauft. Ich bin in der Zeit der Kassetten und CD’s groß geworden und als ich angefangen habe zu produzieren, wurde gerade die MP3 groß. Also habe ich das meiste bei Napster geladen oder die CD gekauft. Den geilen Sound einer Vinylplatte habe ich erst in den letzten Jahren schätzen gelernt.

Favorite beat:
Puh. Mega schwer zu sagen, aber wenn ich meinen Alltime Favourite Beat nennen müsste, ist es wahrscheinlich einer von der Champion Sound Platte von Jaylib oder „The Squeeze“ von DJ Premier.

Most hated Scratch:
Es gibt wenige Scratches die ich wirklich mag aber ich glaube der nervigste ist dieser „Fressshhhh“ der auf jeder verdammten Scratch Platte drauf ist … Hahaha!

I produce with:
verschiedene DAWs !
Magic-Mouse
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(by edHardygirl14)