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Alles neu bei Sixtus Preiss und Kœnig // Video

sixtus preiss
Schlendert fürs Video durch die Straßen von New York City: Kœnig

Nach drei EPs, die 2011, 2012 und 2015 erschienen sind, hörte man bis vor Kurzem nur wenig vom Wiener Elektro-Jazz-Avantgardisten Sixtus Preiss. Nach dem Video zu „Vitamin“ präsentiert der Multiinstrumentalist und studierte Schlagzeuger nun eine weitere Nummer aus seinem Album „Rare Earth“, das am 21. Oktober über das Wiener Label Affine Records erscheint. Darin zeigt Sixtus Preiss eine neue Facette, hat er doch dieses Mal einen Rapper an seiner Seite. Der Track selbst ist aus einer Jam-Session heraus entstanden, nach der Sixtus Preiss einfach zu schnipseln begonnen hat. Für Kœnig, selbst Drummer, Produzent und Teil von der Preiss‘ Live-Band, war es damals überhaupt einer der ersten Rap-Momente, bevor er  sich schließlich stimmlich auch auf Bilderbuchs „Softdrink“ und seiner eigenen EP „Kœnig“ verewigte. Diese spielt übrigens wiederum eine wesentliche Rolle in Michael Ostrowskis großartigen Kinofilm „Hotel Rock’n’Roll„.

Bei seinen Live-Auftritten versucht Sixtus Preiss mithilfe der Band den Sound zu gestalten, dass man die Komplexität seiner Kompositionen nicht mitbekommt, weil diese ein Schwachsinn sei, wie er im FM4-Interview sagt. Seine Band, das sind Kollegen aus der JazzWerkstatt Wien, die auch auf der Nummer „I Like Dancing“ mit dabei sind. Bei der aktuellen Single „Everything is still the same“ möchte der Musiker zeitgemäßen und nonchalanten Funk wiedergeben.

Dabei hat alles eher unschön begonnen. Die strenge russische Musiklehrerin hat dem jungen Sixtus mit Holzstäbchen auf die Finger geklopft, unterlief ihm beim Klavierspielen ein Fehler. Vielleicht mit ein Grund, warum dieser dann lieber die Sticks selbst in die Hand genommen hat und zum Schlagzeug-Fach gewechselt ist. 2011 erschien schließlich die erste EP auf Affine Records, davor trommelte Sixtus Preiss noch beim Live-Techno-Trio Super Czerny, von dem es allerdings seit dem 2010 veröffentlichten Album „Dancers from Space“ nichts mehr zu hören gab. Es folgten Remix-Aufträge wie von Violetta Parisini für „The Blackest Coffee“ oder Support-Auftritte für Bauchklang.

Neben seinen Produktionen widmet sich Sixtus Preiss auch seiner Vorliebe für Technik und baut sich Teile seines Equipments selbst. Auch der EP-Titel „Rare Earth“ ist eine Anspielung darauf, braucht man doch für viele elektronische Geräte wie Mikrofone oder Magneten Seltene Erden, bei deren Abbau Radioaktivität freigesetzt wird. 80 Prozent davon werden in China abgebaut, zehn Prozent stammen aus Afrika – Sixtus Preiss verweist auf die prekären Zustände, wie dieser Abbau geschieht. Trotzdem importiert er auch Seltene Erden wie Neodym, baut er doch auch selbst Mikrofone, bei denen er eigentlich alles recht regional halten möchte. „Mir blutet das Herz, dass ich dieses Material brauche„, sagt er deswegen in einem Interview. Besonders für die Membran, „das Herzstück“ des Mikrofons, brauche man Expertise, sagt Sixtus Preiss. Aufgrund vieler Anfragen arbeitet er gerade an einer Serie mit 50 Stück. Als Nächstes möchte er sich einer neuen Vision widmen: dem virtuellen Mikrofon.

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