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Rapsody versammelt Ikonen für eine Ikone: „Ibtihaj“ // Video

Rapperin Rapsody steht auf einer Straße
Foto: Daniel Shaked

Roc-Nation-Signing Rapsody kündigt für den 23. August 2019 ihr drittes Studio-Album „EVE“ an, den Nachfolger des Grammy-nominierten „Laila’s Wisdom“ (2017). Auf „EVE“ verfolgt Rapsody ein bestimmtes Konzept, sind die Tracks jeweils einer persönlichen PoC-Heldin wie Serena WilliamsAaliyah, Oprah Winfrey, Whoopi Goldberg oder Ibtihaj Muhammad gewidmet.

Die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad ehrt Rapsody mit der ersten Video-Single aus „EVE“, genannt „Ibtihaj“. 2016 sorgte Ibtihaj Muhammad bei den Olympischen Sommerspielen in Rio für Aufsehen, da sie als erste US-amerikanische Sportlerin mit einem Hidschāb antrat und mit dem dritten Platz im Teambewerb als erste US-amerikanische Muslima eine Medaille bei Olympia gewinnen konnte. Ihre Strahlkraft geht aber weit über das Sportliche hinaus. Die britische Tageszeitung The Guardian bezeichnete die zivilgesellschaftlich engagierte Athletin 2016 als „One of the best symbols against intolerance America can ever have“, der Spielwarenhersteller Mattel fertigte in Zusammenarbeit mit Muhammad eine ihr nachempfundene Puppe an.

Im Track selbst nimmt Rapsody auf Ibtihaj Muhammad keinen direkten Bezug. Der ergibt sich im Video, in dem der Hidschāb prominent gefeaturet wird und Fechtszenen nicht fehlen dürfen. Abseits dessen sind im Clip von Jay Rodriguez Cameo-Auftritte der „Queen of HipHop Soul“ Mary J. Blige und der Rap-Pionierin Roxanne Shanté zu sehen. Roxanne Shanté wird von Rapsody mit der Zeile „Women been leading the way, since Roxanne Shanté“ auch im Track verewigt. Dieser ehrt neben Ibtihaj Muhammad musikalisch den GZA-Klassiker „Liquid Swords“, der eine mögliche weitere Anspielung auf die titelgebende Säbelfechterin darstellt.

So verwendete Rapsodys produzierender Schatten 9th Wonder mit „Groovin'“ von Willie Mitchell dasselbe Sample wie RZA für den Titeltrack und Opener des 1995er-GZA-Klassikers. Zudem konnte Rapsody für „Ibtihaj“ GZA als Featuregast gewinnen. Bei dessen geringem Output keine Selbstverständlichkeit, worauf er selbst mit der Zeile „When I’m so off the radar, it’s very hard to find me“ hinweist.

Nicht minder besonders das D’Angelo-Feature. Vor „Ibtihaj“ datierten die letzten Featureparts des vierfachen Grammy-Awards-Gewinners auf das Jahr 2007, als er die Hooks zu „So Far To Go“ auf Commons „Finding Forever“ und „Imagine“ auf Snoop Doggs „Tha Blue Carpet Treatment“ beisteuerte. Ein passenderes Gesangsfeature hätte Rapsody gar nicht finden können, war D’Angelo 1996 auch auf einem Remix der „Liquid Swords“-Nummer „Cold World“ vertreten. „Ibtihaj“ verpasst D’Angelo mit seiner „Liquid Swords“-Interpolation schließlich eine ganz eigene Note.

Diese Prominenz kann Rapsody aber nicht die Show stehlen. Das betrifft vor allem GZA. Rapsodys Zeile „Ain’t an MC on this earth that make me feel afraid“ ist daher kein leeres Gerede. Das hat sie schon in der Vergangenheit bewiesen, und mit „Ibtihaj“ beweist sie das erneut.

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