PONGO bringt Kuduro mit Herz // Videos

PONGO beim Besingen von Herzschmerz

Für Kuduro-Nerds ist die 24-jährige Sängerin PONGO aus Lissabon keine Unbekannte, war sie schließlich 2008 am Hit „Kalemba (Wegue Wegue)“ der kommerziellen Kuduro-Speerspitze Buraka Som Sistema beteiligt, damals noch als Pongolove. Zehn Jahre später taucht sie unter verkürztem Namen, aber mit großen Ambitionen wieder in der Musiklandschaft auf.

Im April veröffentlichte PONGO ihre Debütsingle „Tambulaya“, die mit schwerer Bassline, pochenden Synthies und ihrer schrillen, aber den Song dirigierenden Stimme ungemeine Power offenbart, gleichzeitig aber inhaltliche Substanz an den Tag legt: Thematisch erzählt PONGO in „Tambulaya“ nämlich davon, wie sich ihr Onkel und ihre Tante in einem der vielen Tanzclubs in der angolanischen Hauptstadt Luanda verliebten – in Zeiten des Bürgerkrieges, der zwischen 1975 und 2002 in Angola tobte und über 500.000 Menschen das Leben kostete. „Tambulaya“ bekommt deswegen eine politische Komponente, die PONGO im Musikvideo mit Referenzen an die Black-Panther-Bewegung weiterspinnt. Abseits dessen wird auch auf den malischen Fotografen Malick Sidibé verwiesen.

Im Vergleich dazu gehts es PONGO auf „Kuzola“ gemächlicher an, driftet ihr Kuduro-Zugang hier in Electro-Pop-Gefilde ab. Nur passend, beschert sie mit „Kuzola“ („Liebe“ auf Kimbundu) einen lyrischen Konterpart zu „Tambulya“, da der Song von einer Frau, die von ihrem untreuen Ehemann verlassen wird und mit den anschließenden Gefühlsregungen zu kämpfen hat, handelt. Eben ein typischer Trennungssong. Das dazugehörige Musikvideo, gedreht von Raphaël d’Hervez und Chip & Dale, verzichtet auf großen Schnickschnack und zeigt PONGO in spärlicher Umgebung, performend auf einem Hocker. Beide Video-Auskoppelungen entstammen ihrer kommenden EP „Baia“.

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