Rohes Material von M.I.A.: „Reload“ // Video

M.I.A. und Squad

Aus den Untiefen ihres Archivs beförderte M.I.A. eine bisher unveröffentlichte Video-Single an die Oberfläche: „Reload“ wurde bereits 2004 aufgenommen, fand aber erst 14 Jahre später in ihrer preisgekrönten Dokumentation „MATANGI/MAYA/M.I.A.“ Verwendung. Dort ertönt der mit einer Roland 505 produzierte Song im Abspann.

An dem Song arbeitete M.I.A. gemeinsam mit Justine Frischmann, bis 2001 Frontfrau der erfolgreichen Alternative-Rock-Band Elastica. Zueinander fanden Frischmann und M.I.A., deren Beziehung in der Dokumentation eine prominente Abhandlung erhält, im Jahr 1999. Eine Freundschaft entwickelte sich zwischen den beiden so unterschiedlichen Charakteren, die auch dann anhielt, als sich Elastica 2001 trennten. Dieses Ereignis beeinflusste M.I.A., wurde sie dadurch darin bestärkt, selbst nie eine Band zu gründen, sondern solo durchzustarten: „I learnt not to have a band because Justine had so many band issues. I thought I couldn’t be in a band because bands break up – if you just rely on yourself you’ll be alright, so M.I.A. gegenüber NME.

Das Video zu „Reload“ entstand in Frischmanns damaliger Souterrain-Wohnung, wurde auf simple Weise mit einem Camcorder gedreht und featuret M.I.A., die damals noch nicht M.I.A. war, und ihre drei tanzenden Freundinnen Rudy, Marsha und Deborah vor einem orangen Hintergrund. Der Lo-Fi-Song selbst zeigt eine M.I.A. in der Findungsphase, deren großes Potential allerdings hier schon erkennbar ist. Ihr letztes Album veröffentlichte M.I.A. mit „A.I.M.“ im Jahr 2016, das sie zugleich als Schlussstrich unter ihrer musikalischen Karriere bezeichnete. Damit folgt sie den Pfaden von Justine Frischmann, die sich 2005 aus der Musikszene zurückzog, ihren Wohnort in die USA verlagerte und in der Malerei eine neue Erfüllung fand.

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