Das bewegte Leben der M.I.A.: „MATANGI/MAYA/M.I.A.“ // Doku-Trailer

Pop-Phänomen: M.I.A.

Mit der Bezeichnung der Britin M.I.A. als eine der bedeutendsten Pop-Stimmen des 21. Jahrhunderts lehnt man sich nicht wirklich weit aus dem Fenster. Erst kürzlich lieferte eine fachkundige Jury dafür neues Argumentationsmaterial, indem diese für die NPR-Rangliste zu den „200 Greatest Songs By 21st Century Women+“ M.I.A. mit „Paper Planes“ an die Spitzenposition reihte. Ein Ruhmesblatt, das nur zu gut die musikalische Reputation von M.I.A. widerspiegelt: Mathangi Arulpragasam, so M.I.A. bürgerlich, machte mit kosmopolitischem Sound und bissig-kritischen Texten, in denen bedeutende gesellschaftliche Themenkomplexe wie Migration und Identität zentrale Rollen einnehmen, große Karriere. Eine Karriere, deren Verfilmung lohnend erscheint.

Trotz all des Lobs ist M.I.A. aber nicht unumstritten, wofür in erster Linie ihr politischer Aktivismus, beispielsweise für die mittlerweile erloschene sri-lankische paramilitärische Organisation Tamil Tigers, sorgt. Einen Rückblick auf ihr bisheriges Leben, wo sie auch zu dieser Thematik Stellung bezieht, bietet die Absolventin der renommierten Londoner Hochschule „Central Saint Martins“ nun mit der Dokumentation „MATANGI/MAYA/M.I.A.“ auf. Gedreht wurde der Film von Stephen Loveridge, der mehrere Jahre an diesem Projekt feilte und bereits 2013 einen fünfminütigen Clip aus der Doku leakte, der mit Kanye West, Jimmy Iovine, Julian Assange und Diplo nicht nur reichlich Prominenz vorweisen konnte: Der Clip war auch mit der entnervten Ankündigung Loveridges verbunden, dass er „lieber sterben würde“ als weiter am Projekt zu arbeiten. Streitigkeiten mit M.I.A.s Label Interscope waren dafür der Hauptgrund.

Zum Glück kam alles anders, Stephen Loveridge wühlte sich für den Bio-Pic seiner langjährigen Freundin dann doch wieder durch das mittlerweile auf 700 Stunden angewachsene Filmmaterial, welches M.I.A. ihm aushändigte. „She’s often a very complicated person to work with and a hard taskmaster, and we do fall out now and again, but on the documentary she’s been good as gold“, meinte dieser im November gegenüber NME. Dass „MATANGI/MAYA/M.I.A.“ die erwartet interessanten Einblicke liefern kann, wird bereits durch den jüngst erschienenen Trailer vermittelt.

Die ersten Kritiken lesen sich zudem äußerst positiv, beim diesjährigen „Sundance Festival“ gewann der Streifen den „World Cinema Documentary Special Jury Award“. Ab 21. September ist „MATANGI/MAYA/M.I.A.“, für dessen Soundtrack der Sohn des Beatles-Leadgitarristen George Harrison, Dhani Harrison, und Paul Hicks verantwortlich waren, in den Kinos des Vereinten Königreichs zu sehen, eine Woche später dann in US-amerikanischen. Für die restlichen Nationen steht noch kein Releasedate fest.

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