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Vier Fäuste für ein Halleluja: Loredana x Juju mit „Kein Wort“ // Video

Rapperin Juju auf der Bühne
Juju hat ein bewegtes 2019 hinter sich. Foto: Alexander Gotter

Für Loredana und Juju war 2019 ein aufregendes Jahr. Beide feierten kommerzielle Erfolge – und beide sorgten auch abseits der Musik für größere und kleinere Schlagzeilen. Die größeren lieferte ohne Zweifel Loredana. Gegen die Rapperin aus dem schweizerischen Luzern wurden im Mai Vorwürfe laut, sie habe gemeinsam mit einem älteren Bruder ein Ehepaar aus dem Kanton Wallis um 700.000 Franken (etwa 652.000 Euro) betrogen. Daraufhin wies Loredana auf einer Pressekonferenz alle Vorwürfe zurück. Das Geld sei ihr freiwillig gegeben worden, so die Rapperin. Gegenwärtig läuft jedoch noch ein Verfahren. „Also wenn der Staatsanwalt nett ist, dann beendet er das irgendwann im März“, meinte Loredana bei SRF Virus im November. Für Loredana gilt die Unschuldsvermutung.

Doch damit nicht genug der Aufregung: Im Oktober trennte sich Loredana von ihrem rappenden Ehemann Mozzik. Für weiteren Gossip war gesorgt. Zuvor veröffentlichte Loredana noch ihr Soloalbum „King Lori“. Das aus künstlerischer Sicht enttäuscht: Über ihren exzessiven Autotune-Gebrauch kann man noch hinwegsehen, die enorme Inhaltsleere und die überbordende Luxus-Marken-Geilheit macht aber sogar bei einem so kurzen Album wie „King Lori“ (Spielzeit von 33 Minuten) schläfrig.

Was kommerziellen Erfolg angeht, spielt die Luzernerin mit „King Lori“ allerdings vorne mit. Die Klickzahlen ihrer Videos (bis zu 63 Millionen auf YouTube) sind beeindruckend, und schlecht hat sich ihr Debüt in der DACH-Region nicht verkauft. Die Betrugs-Vorwürfe haben ihr augenscheinlich nicht geschadet. Das beweisen auch ihre Festival-Gigs im kommenden Sommer, etwa beim „Splash!“.

Mit Vorwürfen dieser Art musste sich Juju nicht herumschlagen. Herumschlagen musste sie sich aber mit Fler. Der Berliner Rapper missbrauchte eines ihrer Fotos für seinen Social-Media-Rosenkrieg mit Bushido und teilte unter anderem auf Instagram gegen ihre Person aus, Juju konterte auf Twitter. Abseits dieser kleinen, szenetypischen Auseinandersetzung galt Jujus voller Fokus der Musik. Im Juni veröffentlichte die ehemalige SXTN-Hälfte ihr Solo-Debüt „Bling Bling“, auf dem sie durchaus ihr Potenzial zeigen kann, jedoch die für ein rundes Album notwendige Konstanz vermissen lässt. Kommerziell wird sie das vergangene Jahr in bester Erinnerung haben: Mit ihrer „Verdammt ich lieb dich“-Version „Vermissen“, eine Kollabo mit Henning May, landete sie schließlich einen großen Hit und durfte sich im September zum ersten Mal über eine Platinauszeichnung in Deutschland freuen. Im November sicherte sie sich für den 2018er-Song „Melodien“ mit Capital Bra ein weiteres Mal Platin.

2020 bündeln Loredana und Juju zum ersten Mal ihre Kräfte. „Kein Wort“ ist der Titel ihrer ersten Gemeinschaftsarbeit. Über eine poppige, Playlisten-freundliche Produktion von Miksu (ehemals Joshimixu) und Macloud rechnen die beiden mit ihren ehemaligen Partnern ab. Ob das alles nur fiktiv ist, darüber wird zumindest im Falle Loredanas in den Kommentarspalten heftig spekuliert.

Ihre Parts eröffnen beide jeweils mit einer Referenz an einen Hit des Gegenübers: Loredana spielt auf „Vermissen“ an („Wie kann man jemanden so krass hassen wie ich dich“), Juju auf „Eiskalt“ („Yeah, sei dir sicher, ich bleib‘ eiskalt“). Die Hook hat durchaus Ohrwurm-Charakter, ansonsten bietet dieses Gipfeltreffen der Chartstürmerinnen wenig Erinnerungswertes – von den Parts bleibt einzig Loredanas gewitzte „Mach nicht auf cool, wir beide kenn’n den Chatverlauf, Baby“-Line im Gedächtnis. Das Video zum Song stammt von FATI.tv, die schon für „One Night Stand“ von Capital Bra oder „Was du Liebe nennst“ von Bausa verantwortlich waren.

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