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Lance Butters – Futureshit

(Four Music (Sony Music)/VÖ: 12.7.2013)

Mit dem VBT ist es ja so eine Sache: zweifelsfrei nimmt bei diesem Turnier eine Reihe von talentierten Rappern teil, aber auf Albumlänge und abseits von Battles können nur die Wenigsten überzeugen. Eine Ausnahme scheint hier der Ulmer Lance Butters darzustellen, wie schon die durchaus unterhaltsame EP „Selfish letztes Jahr bewiesen hatte. Zwar bot das Release thematisch nichts wirklich Neues, allerdings wirkte das alles, vor allem bedingt durch die starken Instrumentals von Kumpel Bennett On, sehr eigenständig und erfrischend. Gute Kritiken und ein regelrechter Hype innerhalb der HipHop-Kreise sorgten dafür, dass Lance Butters und Bennett On bei Four Music landeten, auf welchem Label sie auch ihr Album releasen werden. Doch bevor es soweit ist, gibt es nun eine weitere EP mit dem Titel „Futureshit“.

Wie Lance Butters schon im The Message Interview meinte, sollte man sich hier keine großen Experimente  erwarten: Wir haben jetzt nicht gesagt, dass die Futureshit heißt und wir deshalb jetzt echt versuchen müssen, was krass Behindertes oder Komisches an Sounds zu kreieren“. In der Tat, der Sound bleibt traditionell – und damit traditionell gut, denn Bennett On liefert wieder eine gute Produktion nach der anderen und bleibt dabei seinem Sound treu – reduziert, wahlweise mit scheppernden Drums oder Claps. Lance Butters wagt sich auch nicht auf neues Terrain. Warum sollte er das auch machen? Schließlich beherrscht er sein Metier ziemlich gut. Arroganz steht im Vordergrund – „ich hab kein Team, ich hab Angestellte“ („Marshmellow“), gebattlet wird durchgehend, einzige Ausnahme bildet der letzte Track „Goodie“, in welchen sich Lance Butters doch etwas von einer anderen Seiten präsentiert: „Es ist ein Jahr vergangen/Die EP kam gut an/ Und plötzlich kennt einen das ganze Land/Interviews sind Routine/Abhaken, weiter/Mediengelaber/Abgefuckte Scheiße/Ihr stichelt dann nach Fragen von wegen/Was hältst du von dem und dem und denen/Denen es nicht passt was ich schreib/Macht nen Disstrack und fühlt euch befreit (Was soll der Scheiß)“

Nach etwas mehr als 16 Minuten ist der Spaß auch wieder vorbei. Hits gibt es keine auf „Futureshit“, allerdings lässt sich die EP gut an einem Stück anhören, da Benett On ein sehr kohärentes Soundbild liefert, welches gut mit den Raps Lance Butters harmoniert. Der ganz große Wurf ist den beiden hiermit noch nicht gelungen („Futureshit“ ist in der Tat schwächer als „Selfish“), die Vorfreude auf das Album hält aber weiter an.

Aus Jugendschutzgründen gibt es das Video nur auf http://lancebutters.de/ zu sehen. Und nur wenn er 18+ seid! 😉

(thomki)

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