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Kayo & Average träumen in Rot-Weiß-Rot // Video

kayo average
Bereit für die EM: Kayo und Average am Fußballplatz

Nachdem sich bereits die Wiener Kid Pex und A.geh Wirklich? musikalisch auf die Fußball-Eurpoameisterschaft eingestimmt haben, melden sich auch die Linzer Kayo und Average mit einem ausgefeilten Video zu Wort. „Ich schlafe zwar derzeit im Österreich-Trikot, dennoch sind unser Song und Video nicht nur eine eine Hommage an unser Team und ihren Trainer, sondern auch an die Freude am Fußball generell„, kommentiert Kayo, der auch den Beat produziert hat, den neuen Track gegenüber The Message. Das Video stammt von Fabian Kluhs, der auch schon Kayos Track „PURPUR“ visualisiert hat.

Angesprochen auf den Patriotismus, der während internationaler Großveranstaltungen in höherem Maße entstehen kann, meint Average: „Mit nationalem Denken und Identität durch Grenzen kann ich grundsätzlich nix anfangen. Beim Sport ist das halt ein Phänomen. Da erwischt man sich selbst schon mal öfter dabei, dass man zu den ‚Seinen‘ hilft.“ Außerdem findet er es toll, dass ein Event wie eine Europa- oder Weltmeisterschaft auch mehr ein nationalitätenverbindendes  als spaltendes Ergeignis sei. „Die österreichische Nationalmannschaft demonstriert schon sehr gut, wie die österreichische Gesellschaft funktionieren könnte: Viele unterschiedliche Wurzeln, die sich zusammenraufen und sich gegenseitig den Ball zuspielen, um etwas weiterzukriegen. Zusammen. Bei Events wie der EM kann man schon zu seinem Favoriten halten, solange das nicht in irgendeiner Art von Rassismus kanalisiert wird.“ Ähnlich sieht das auch Kayo, der eine gewisse Nähe zum Team des eigenen Landes als nichts Abwegiges bezeichnet. „Bedenklich wird es, wenn der Fußball als Ventil für Nationalismus und Rassismus herhalten muss – was ja angesichts der Vielfalt dieses Sportes und seiner Akteure ja komplett absurd ist„, meint er dazu.

Apropos Rassismus: Wenn FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache auf Facebook David Alaba zum Sieg eines Matchs gratuliert und sonst ausländerfeindliche Parolen verbreitet, weist das schon eine ziemliche Diskrepanz auf. Alexander Gauland von der deutschen rechts-außen Partei AfD hat sich diesbezüglich klarer positioniert und in einem Interview gemeint, dass die Deutschen den Bayern-München-Kicker Jérôme Boateng zwar als Fußballspieler, nicht aber als Nachbarn mögen. Prompt kam eine musikalische Antwort vom Münchner Fatoni, der die Aussage persifliert. „Vielleicht sind solche Vorfälle nicht schlecht, um den Menschen das wahre Gesicht dieser und ähnlicher Parteien zu zeigen„, sagt Kayo dazu.

Bleibt noch eine Frage offen: Zu wem hält der frankophile Average, der der französischen Mannschaft von „Olympique Marseille“ bereits eine eigene Nummer gewidmet hat? „Da bin ich innerlich zerrissen. Natürlich würde ich zu Österreich halten. Meine Emotion zu Frankreich wird im Endeffekt auch ein wenig von der Aufstellung Frankreichs abhängen. Ich bin nicht von jedem französischen Spieler begeistert, aber einige taugen mir sehr, wie Mandanda, Ben Arfa, Pogba oder Payet.“ Den anhaltenden Streiks der französischen Gewerkschaften angesichts einer Arbeitsrechtsnovelle sieht Average gelassen entgegen: „Ich glaube, dass die EM die Sache ein wenig auf Eis legen wird, da ganz Frankreich in einen fußballverrückten Zustand geraten wird. Die Verkehrssituation wird allerdings sehr interessant.“ Etwas angespannter blickt er da der Terrorbedrohung entgegen: „Ich denke, dass alles getan werden wird, um in Frankreich einen sicheren Wettbewerb zu gewährleisten. 100 Prozent Sicherheit kann man aber nie vorhersagen. Ganz besonders spannend wird es in den anderen Großstädten Europas. In Metropolen wie Berlin, Madrid und London muss man besonders aufpassen bei den unzähligen Fanmeilen.

 

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