Ibeyi singen „Rise Up Wise Up Eyes Up“ für „Hamildrops“ // Video

Naomi und Lisa-Kaindé Diaz im Studio mit Trooko

Für den jüngsten Beitrag zu seiner „Hamildrops“-Reihe verpflichtete Lin-Manuel Miranda das französisch-kubanische Gesangsduo Ibeyi. Die schlossen sich mit dem honduranischen Produzenten Trooko, der früher in diesem Jahr bereits den Ibeyi-Track „Me Voy“ remixte, ins Studio ein. Dabei entstand ihr vom Musical „Hamilton“ inspirierter, souliger Feel-Good-Song „Rise Up Wise Up Eyes Up“. Das dazugehörige Video gibt einen Einblick in den Arbeitsprozess.

„Hamilton“, 2015 in New York uraufgeführt, gilt als bisher wichtigstes HipHop-Musical und wurde mit elf Tony Awards, acht Drama Desk Awards, einen Pulitzer-Preis sowie einen Grammy Award ausgezeichnet. Im Zentrum der Handlung steht die imposante Lebensgeschichte des amerikanischen Gründervaters und ersten Finanzministers der USA, Alexander Hamilton. Dieser wurde auf der Karibikinsel Nevis als unehelicher Sohn einer Tochter hugenottischer Emigranten geboren und wuchs unter schwierigen familiären Verhältnissen auf, schaffte aber dank immensem Verwaltungs- und Geschäftstalents einen beeindruckenden Aufstieg. Die amerikanische Geschichtsschreibung kommt ohne den Namen Hamilton, der zu einem der engsten Vertrauten George Washingtons avancierte und sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzte, nicht aus. Als Würdigung befindet sich Hamiltons Porträt auf der 10-Dollar-Note.

Inspiriert durch Ron Chernows Buch „Alexander Hamilton“ nahm sich Miranda diesen Stoff vor und erschuf ein Meisterwerk, das auch vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama gelobt wurde. „Hamilton“ ist schließlich eine Geschichte von Außenseitern, von Immigranten, denen die Vereinigten Staaten so viel zu verdanken haben. Der Cast des Musicals zeichnet sich durch Diversität aus und spiegelt das Amerika der Gegenwart wider. Ein wichtiges gesellschaftliches Statement, das Miranda mit diesem Musical gelungen war. Die Hauptfigur Alexander Hamilton, in dessen Rolle in der Vielzahl der Aufführungen Lin-Manuel Miranda selbst schlüpft, trägt große Teile seiner Parts rappend vor, die Lyrics des Musicals umfassen eine opulente Anzahl von 24.000 Wörtern.

Nicht nur das Musical ist ein Kassenschlager (jede Show ausverkauft, Schwarzmarktpreise für ein Ticket belaufen sich um die 10.000 Dollar), auch die vom Musical inspirierte Compilation „The Hamilton Mixtape“ mit Beiträgen von Nas, The Roots, Alicia Keys oder K’naan stieg 2016 auf den ersten Platz der US-Albumcharts ein, mit den höchsten Verkaufszahlen (169.000 Einheiten) für eine Compilation in der ersten Woche seit „Cruel Summer“ von GOOD Music. Ein zweiter Teil des Projekts wurde von Miranda ein Monat vor Release von „The Hamilton Mixtape“ angekündigt, bekam aber schließlich eine andere Fasson verpasst: Kein kompaktes Album mehr, sondern die sogenannten „Hamildrops“, bestehend aus 13 Nummern, die bis Dezember 2018 ins Netz geladen werden. Beiträge dazu kamen bisher unter anderem von The Decemberists, Weird Al Yankovic oder Mobb Deep. Nun tragen sich Ibeyi in diese Liste ein.

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