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„Hiii, my name is Daniel“ – Danny Brown live

danny brown

Eben angekommen, noch ein bisschen gequatscht und auf einmal steht Danny Brown auf der Bühne. Kompagnon DJ Skywlkr ließ den Auftritt der Duzz Down San Crew um P.Tah, Mirac und Testa mit ein paar elektronischen Schmankerln ausklingen. Doch das ging vielen trotzdem ein wenig zu schnell – was zum Leitmotto des heutigen Abends werden wird.

Durch „Smokin’ & Drinkin“ kommt das Konzert richtig in Fahrt. Prinzipiell dominieren die Songs vom letzten Album Old. Basslastiger, wummernder Elektro-Sound, der nur wenige Verschnaufpausen zulässt. Trotzdem unterbricht Danny Brown das elektronische Beatfeuerwerk mit dem Klassiker Grown Up“.

Mit Cap, einem T-Shirt voller US-Flaggen-Stinkefinger und natürlich zwei Gold Chains um den Hals rappt der ODB Wiedergänger meist headbangend und mit geschlossenen Augen – wenn er rappt, wirkt er völlig losgelöst. Doch sobald er etwas sagt (und das war nicht viel), wird man den Gedanken nicht los, dass er – ganz nach „Dip“-Manier – vielleicht schon etwas eingebaut hat. Er flowt trotzdem 1A und gibt der Crowd das Gefühl, dass er keinen Unterschied zwischen einer großen oder einer kleinen Menge macht. Er feiert einfach und hat Spaß.

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Auf einmal ist der Leader der Bruiser Brigade weg. Alle warten auf die Zugabe. Stattdessen kommt Kendricks Maad City. Das verschleiert kurz die fassungslosen Gesichter und den Fakt, dass Danny Brown nicht noch einmal auf die Bühne kommt.

Danny hat nicht einmal eine Stunde gespielt. Auch minutenlange Danny Brown Gesänge – DJ Skywlkr packt währenddessen etwas verschämt sein Equipment ein – können ihn nicht zu einer Zugabe bewegen. Es gibt sogar vereinzelte Buh-Rufe. Ebenso unscheinbar wie er auftauchte, verschwand er auch wieder. Ein geiles Konzert, keine Frage. Aber wo war die Zugabe? Für 30 Euro sollte eine Zugabe drin sein – und da ist es verständlich, dass so mancher vom Konzert enttäuscht ist (vor allem wenn man Joey Bada$$ und Vince Staples & Freddie Gibbs gesehen hat). Wo waren die alten Hits wie „Black & Brown, XXXoder Monopoly?

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Das waren harte Worte. Also wollen wir abschließend sagen, dass Danny eine gute Show abgelegt hat und sogar seine Stimme fast wie auf der Platte klingt. Aber hätte er noch eine Zugabe gespielt, wären wohl alle zufriedener nach Hause gegangen. Andererseits:  Man muss froh sein, dass er nach Wien gekommen ist. Und es hätte ja auch sein können, dass die Pille schon nach dem dritten Song zündet und er abhaut. Danny Brown ist halt Danny Brown – und dafür feiern wir ihn ja auch.

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(Text by mikae/edHardygirl14 // Fotos by Marlene Rosenthal)

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