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Baba Material: Haftbefehl mit „RADW“ // Video

Sechs Jahre nach seinem vierten Solo-Album „Russisch Roulette“, fünf Jahre nach dem Mixtape „Unzensiert“ und vier Jahre nach dem Kollabo-Album „Der Holland Job“ mit XATAR veröffentlicht Haftbefehl mit „DWA“ am 24. April 2020 einen neuen Longplayer. Die Abkürzung steht für „Das weiße Album“, womit der Offenbacher Assoziationen an die Beatles weckt: Schließlich ist das selbstbetitelte neunte Album (1968) der Liverpooler Band aufgrund des weißen Artworks auch als „The White Album“ bekannt. Ein Albumtitel als eindeutiger Beleg, dass es Haftbefehl nicht an Selbstvertrauen mangelt.

Für dieses Selbstvertrauen gibt es gute Gründe, hat das Azzlackz-Oberhaupt auch nach dem Rückzug ins Familiäre nichts verlernt. Das bewies bereits die erste Video-Single „Bolon“, die Anfang März veröffentlicht wurde. Zwei Wochen später folgt mit „RADW“ die nächste Auskoppelung, die erneut die Erwartungen erfüllt. „RADW“ steht für „Rücken an der Wand“ und wurde ein weiteres Mal von Bazzazian mit gewohnt mächtigen Drums produziert. Da Haftbefehl weiß, wie er mit solch einer Beat-Unterlage hantieren muss, ist das Ergebnis energiegeladener Skimasken-Rap, der auf diese Weise einzigartig in Deutschland ist.

Für das dazugehörige Video war das Berliner Kollektiv EASYdoesit zuständig. Im Intro sind Schwarz-Weiß-Porträts der Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau vom 19. Februar 2020 zu sehen. Anschließend taucht das Video in unterkühlte Farben ab, Haftbefehl wird in einem Parkhaus und unter anderem beim Lenken eines Polizeiautos gezeigt. Außerdem bauten EASYdoesit eine Monitor-Referenz an Chris Cunninghams Video zu „Come to Daddy“ von Aphex Twin ein (1997).

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