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Giorgio Moroder

Giorgio Moroder in Wien // Ankündigung

Giorgio Moroder
Fotos: Foto Studio Brammer

Am 14. Mai gastiert mit Giorgio Moroder eine Musik-Ikone im Wiener Gasometer. Nachdem der Produzent, Komponist und Songwriter 2013 beim Electric Beats Festival Vienna ein DJ-Set spielte, begleitet ihn bei der aktuellen „The Celebrations of the 80s Tour“ erstmals eine Liveband. Bei der von Red Bull Music organisierten Show bekommt der mittlerweile 79-jährige Südtiroler Unterstützung von einem Streichquartett, drei Sängerinnen und einem Sänger.

Giorgio Moroder kann auf eine schillernde Karriere zurückblicken, die ihm über 100 Gold- und Platin-Schallplatten, vier Grammys und drei Oscars bescherte. Seit Ende der 1970er-Jahre gilt er als „Godfather of Disco“, darüber hinaus etablierte er sich als einer der am meisten respektierten Filmmusiker. Viel Aufmerksamkeit erhielten zudem seine Beiträge für Sport-Großevents – in den 1980er-Jahren komponierte Giorgio Moroder mit „Reach Out“ und „Hand in Hand“ zwei offizielle Olympia-Songs sowie 1990 mit „Un’estate italiana“ den Song zur Fußball-Weltmeisterschaft in Italien.

Aufgewachsen im Dolomiten-Skiort Gröden, zog es Giorgio Moroder nach einem kurzen Berlin-Intermezzo zu Beginn seiner Musikkarriere nach München, wo er die Musicland Studios gründete. Ein Tonstudio, in dem später weltberühmte Bands wie Deep Purple, Queen oder The Rolling Stones Alben aufgenommen haben. In Deutschland emanzipierte er sich rasch von seinen Schlager- und Bubblegum-Anfängen und experimentierte als einer der ersten Produzenten mit einem Moog-Synthesizer, der neben seinem Schnauzer bald zu seinem zweiten prägenden Stilelement wurde. Seine 1972 veröffentlichte Single „Son of My Father“ gilt als erster Popsong, bei der ein Synthesizer zu hören war.

Ab Mitte der 1970er produzierte er gemeinsam mit dem vor allem aufs Songwriting fokussierten Pete Bellotte mehrere Alben für die zunächst unbekannte US-Sängerin Donna Summer, die mit den Hits „Love To Love You Baby“, „I Feel Love“ und „Hot Stuff“ zum Star wurde. Gemeinsam gelten sie als Pioniere moderner, Synth-getragener Tanzmusik – Giorgio Moroder als „Godfather of Disco“, Donna Summer als „Disco Queen“. Ihr gemeinsamer „Munich Sound“ war zudem geprägt von einem verstärkten Streicher-Einsatz. Den größten Erfolg feierten sie mit der 1979 erschienenen LP „Bad Girls“, bald darauf trennten sich die Wege.

Parallel begann Giorgio Moroder, sich neben vereinzelten Solo-Ausflügen vor allem der Filmmusik zu widmen. 1978 produzierte er seinen ersten Soundtrack zum Drama „Midnight Express“ und bekam dafür seinen ersten von drei Oscars – er machte elektronische Klänge wie auf dem markanten Instrumental-Track „Chase“ auch auf cineastischer Ebene salonfähig. Weiters war er maßgeblich an den Scores zu „Flashdance“, „American Gigolo“, „Scarface“ und „Top Gun“ beteiligt. In seiner neuen Wahlheimat Los Angeles sind im filmischen Rahmen weitere große Hits wie „Call Me“ von Blondie, „Cat People (Putting Out Fire)“ von David Bowie, „Flashdance…What a Feeling“ von Irena Cara oder „Take My Breath Away“ von Berlin entstanden.

Ab der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre zog sich Giorgio Moroder zunehmend zurück, seine musikalische Glanzzeit schien zu enden. Mit „Body Next To Body“ produzierte er 1987 die erfolglos verlaufene Kollabo von Falco und Brigitte Nielsen – dem mental gebeutelten Falco ging es damals ohnehin mehr um ein Gspusi mit der Dänin als um die Musik. In weiterer Folge widmete sich Moroder den eingangs erwähnten Olympia-Songs sowie der Hymne zur Fußball-WM 1990, verbrannte in weiterer Folge nach eigenen Aussagen viel Geld und verbrachte seine Zeit weitgehend in Beverly Hills.

Erst 2013 kehrte der Italiener wieder zurück auf die große musikalische Bildfläche. Auf dem Track „Giorgio by Moroder“ von Daft Punk ist er mit einem Monolog-Feature vertreten, auf dem er sein Leben und seine Karriere Revue passieren lässt. Im gleichen Jahr ließ er sich dazu überreden, für die Red Bull Music Academy erstmals als DJ aufzutreten. 2015 erschien sein Comeback-Album „Déjà-Vu“ mit prominenten Features, unter anderem von Kylie Minogue, Kelis oder Britney Spears, mit dem er allerdings nicht an seine Blütezeit anschließen konnte. Auf diese fokussiert sich Giorgio Moroder dafür mit der „The Celebrations of the 80s Tour“, bei der neben seinen Klassikern auch einige Remixes zur Geltung kommen.

Vor dem Konzert im Gasometer spricht der Musiker im Rahmen von „A Conversation With Giorgio Moroder“ über seine Karriere und seine Erfahrungen im Musik-Business. Wir verlosen via Instagram 1×2 Karten für die Show.

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