Ein ganzer Werdegang in zwei Stunden // Svaba Ortak live

An diesem Freitagabend präsentiert das Aushängeschild des Wiener Straßenrap, Svaba Ortak, sein Debüt-Album „Eva & Adam“ (Review hier) erstmals live. Kollege Manijak eröffnet den Abend und heizt die Menge ordentlich ein. Nach 30 Minuten Warm-up lässt sich Svaba Ortak auf der Bühne blicken. Unterstützt wird er von seinem Freund Vedran, der als Back-up fungiert, sowie DJ Kapazunda an den Decks. Als Hommage an die Anfangszeit seiner Rap-Karriere performt er zunächst ältere Songs wie „DHMW“, „Hungrig“ oder „100 Mios“. Der Klassiker „Hand Hoch“ mit Pinki und Manijak darf natürlich nicht fehlen. Obwohl die Tracks viele Jahren alt sind, kennt das Publikum die Texte auswendig. Nach einer guten halben Stunde verschwindet Svaba hinter der Bühne. Überbrückt wird die kurze Pause von Semkoo, der die Stimmung nochmal richtig in die Höhe treibt.

Fotos: Alex Kardos

„Habt ihr Bock auf eine lange Show?“

In frischem Outfit kommt Svaba Ortak zurück und performt solide sein neues Album. Dabei hält er sich strikt an die Tracklist und holt einige Feature-Gäste auf die Stage. Pireli, Esref, und die Droogieboyz perfomen gekonnt ihre Parts. Amar und Raf Camora (beide ebenfalls auf „Eva & Adam“ zu hören) waren leider verhindert. „Der arme Amar hat zweimal seinen Flug verpasst“, teilt Svaba der Menge mit. „Raf wollte auch kommen, aber er ist heute auf dem Weg nach Marseille“, heißt es. Dass die beiden nicht erscheinen, ist sehr schade, drückt die Stimmung aber keinesfalls runter. Die Feature-Parts werden kurzerhand vom Publikum übernommen.


Gegen Ende des Konzerts wird es dann noch ein wenig ruhiger. Bei Tracks wie „Südbahnhof“ und „Ozean“ leuchten Hanndylichter im ganzen Konzertsaal und es herrscht richtiges Gansehäut-Feeling. Nach über zwei Stunden Live-Action holt Svaba den ganzen Backstage auf die Bühne und spielt mit Semkoo den Song „Limit“ als Zugabe.

„Das Schicksal wollte, dass ich auf dieser Bühne steh’“

Fazit: Eine lange Show mit einigen Special Guests. Svaba Ortak teilt bewusst sein Konzert in zwei Teile und zeigt somit seine musikalische Entwicklung. Viel Energie – sowohl vom Publikum als auch von den Acts. Kein Schickimicki-Bühnenbild oder übertriebene Special Effects, dafür aber eine stabile Live-Performance mit viel Stimmung.

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