Edwin

Edwin macht an „Bahoe“ // EP

Edwin
(FuturesFuture/VÖ:07.09.2018)

Das im Wiener Dialekt verbreitete Wort „Bahö“ ist in Bezug auf Musik gut verwertbar, zumal es schön vage Lärm, einen damit verbundenen Aufruhr sowie kleinere Reibereien umschreiben kann. In Kombination mit dem unheilvoll anmutenden Cover erscheint der Titel des „Bahoe Tape“ von Edwin dennoch überraschend. Offenbar möchte der Floridsdorfer Charmeur implizieren, dass er auch andere Saiten aufziehen kann.

Seine beschwingte Attitüde gibt Edwin freilich nicht auf, dennoch präsentiert er sich diesmal weitaus derber als bisher. Dass er im Vergleich zu seiner Debüt-EP „DU WEISST AS EH“ verstärkt in Rap-Gefilde eintaucht, deutete bereits die im August erschienene Single „Schmäh Olé“ an. Diese ist textlich noch gemäßigt. Etwa im Vergleich zum Track „xxrensohn“, auf dem er klarmacht, dass man ihm nicht deppat kommen und sich schon gar nicht an seiner Lady vergreifen sollte. Besonders angriffslustig zeigt sich der FuturesFuture-Musiker auf „Da Deppade da“. Mit rabiaten Plänen im Hinterkopf lässt er sich über nervige Widersacher und sonstige Hirnederl aus – natürlich in augenzwinkernder Manier.

Eine Facette, die in Kombination mit dem entspannten Stimmeinsatz durchaus witzig klingt. Grundsätzlich wirken die sechs von Joce produzierten Tracks auf dem „Bahoe Tape“ um einiges durchstrukturierter als die bisherigen Edwin-Nummern. Sein nächstes Werk dürfte übrigens schon in den kommenden Monaten erscheinen und mit einer weiteren „Edwin’schen Veränderung“ einhergehen. Die geplante EP auf Beats von Melik soll „nicht lächerlichen sexy Sound auf Deutsch“ bieten und wieder etwas aus dem Rap-Kosmos herausgehen.

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