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Putin, Trump und Kanye West bei DJ Muggs und MF DOOM // Video

Kanye als Präsident? Bei DJ Muggs und MF DOOM eher nicht

Für DJ Muggs ist 2018 kein gewöhnliches Jahr, feierte er doch im Januar seinen 50. Geburtstag. Ob er diesen Tag auch dazu nutze, um seine Karriere Revue passieren zu lassen, ist nicht überliefert. Die Feierstimmung wäre dadurch aber bestimmt nicht getrübt gewesen, hat der in New York geborene Produzent und DJ längst seine Meriten im HipHop-Business verdient. Die Erfolge mit seiner Crew Cypress Hill sind selbsterklärend.

Doch DJ Muggs ist nicht nur Cypress Hill. Er selbst veröffentlichte zahlreiche Projekte abseits des Bandgeschäfts. Dazu zählt seine Soul-Assassins-Reihe, die 1997 mit einem sehr guten ersten Teil startete (mit dem denkwürdigen Goodie-Mob-Track „Decisions, Decisions“, auf dem der Part von CeeLo Green in der 1997er-April-Ausgabe der Source völlig zu Recht „HipHop Quotable“-Ehren bekam) und dann mit einem ordentlichen, aber durch die Auswahl der MCs nicht mehr ganz so packenden 2000er-Nachfolger fortgesetzt wurde; ein Problem, das auch den 2009er-Teil „Soul Assassins: Intermission“ zu einem beschränkt prickelnden Erlebnis machte.

An den Beats von Muggs, und das trifft ebenfalls auf seine „DJ Muggs vs.“-Reihe mit Rappern wie ILL BILL oder GZA zu, ist aber selten bis nie etwas auszusetzen. Es klingt staubig, es knistert, und es ist in der Theorie doch denkbar einfach, was DJ Muggs fabriziert: Loop wird ausgewählt, die richtigen Drums werden ausgesucht (seine Paradedisziplin) – und fertig ist im Regelfall das Produkt. Dieser Arbeitsweise bleibt er auf seinem neuen Soul-Assassins-Album, dem Spanisch betitelten, am Freitag erschienenen „Dia Del Asesinato“, treu. Die vertretenen Featuregäste fallen mit unter anderem Raekwon, Meyhem Lauren, Kool G RapFreddie Gibbs oder MF DOOM zudem allesamt ins erwartete Muster und liefern überwiegend schmackhafte Rapkost ab.

Hervorzuheben ist MF DOOM, der zuletzt mit seiner CZARFACE-Kollabo „CZARFACE MEETS METAL FACE“ wenig überzeugen konnte, aber auf dem Track „Assassination Day (Trust No One)“ wieder einen besseren Eindruck hinterlässt, inklusive einer heiteren Referenz an Mainos 2009er-Hit „Hi Hater“. Anders als auf der Albumversion, die noch einen komplementären Part von Kool G Rap enthält, gibt es auf der Video-Single allerdings nur die Strophe von MF DOOM zu hören.

Visuell begibt sich DJ Muggs wieder in jene Comic-Gefilde, die auch das Video zu „Death Wish“ featuring Freddie Gibbs und MF DOOM kennzeichneten. „Assassination Day (Trust No One)“ wirft so einen dystopischen Blick auf das Los Angeles des Jahres 2020, wo Kanye West die Rolle eines von Neo-Nazis gefeierten Präsidenten einnimmt. Der Hauptprotagonist des Videos erschießt West, zur Freude von Wladimir Putin und Donald Trump, die die Berichterstattung über das Attentat gemeinsam am TV verfolgen. Ein kontroverses Video mit reichlich Interpretationsspielraum.

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