Der Schweinehund rebelliert: Kreiml & Samurai Interview

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Ein Saustall in HipHops Hundehütte: Der Schweinehund war da. Nach zwei Videoauskopplungen gibt es nun auch die LP zum Werk von Kreiml & Samurai, welche sonst gemeinsam mit der Wienzeile für kontroverse Mundart-Raps sorgen. Diesem Genre bleiben sie auch auf ihrem neuen Album treu und behandeln dabei Themen wie die österreichische (Fr)Esskultur, Pratergeschichten und das Wiener Nachtleben. Im Interview sprechen die beiden über ihre eigene Fleischeslust, die Problematik der Wiener Rohheit und warum die Playstation aus dem Proberaum verbannt wurde.

TM: Was kann man sich unter dem Begriff Schweinehund vorstellen?
Kreiml: Das sind Samurai das Kampfschwein und ich, Kreiml der Hund, daraus ergibt sich der Schweinehund.

Samurai: Der Schweinehund wird im gleichnamigen Track beschrieben. Das ist halt einerseits der Schweinehund, den man aus dem Sprachgebrauch kennt, und andererseits einfach die Fusion aus Schwein und Hund.

Was definiert denn einen Schweinehund?
Samurai: Naja, der Schweinehund ist einfach der, wenn du zach bist und nichts machen kannst und einfach nicht weiterkommst.

Und wie passt der dann zu eurer Musik?
Samurai: Naja, er passt mehr zu unserem Leben. Und die Musik ist von unserem Leben inspiriert.

Kreiml: Man muss den Schweinehund bekämpfen und da hat Rap damit zutun bei uns. Deshalb ist es auch dem Schweinehund zu verdanken, dass es das Album gibt.

Warum benennt ihr euch überhaupt nach Hund und Schwein?
Samurai: Das hat sich mit der Zeit so ergeben. Das entspricht unseren Charakterzügen, ein tierisches Bild, das sich ergeben hat.

Kreiml: Mir taugen Hunde voll.

Und woher kommt die Faszination für Fleisch?
Samurai: Aus der Saftigkeit.

Kreiml: Wir haben schon ziemlich oft gemeinsam gegrillt und viel Fleisch miteinander gegessen. Die Fleischeslust ist einfach was Schönes. Aber es ist jetzt nicht so, dass wir nur wegen dem Friss-Track die ärgsten Fleischfanatiker sind. Wir essen gerne Fleisch, aber es ist jetzt nicht nur als Liebesbotschaft ans Fleisch zu sehen oder deswegen entstanden.

Wie steht ihr Vegetariern gegenüber?
Samurai: Ich kenn auf jeden Fall leiwande Vegetarier, die machen ihr Ding und das respektier ich.

Kreiml: Ja, passt eh. Jeder soll das machen, was er will. Es ist nur gschissen, wenn dann irgendwelche Zucchinis den Grill besetzen und du keine Würstel drauf braten kannst.

Samurai: Aber meistens müssen sich die Zucchinis eh hinten anstellen, das ist die natürliche Hackordnung am Grill. Ich hab kein Problem mit Vegetariern, aber ich würd’s selbst nicht packen. Wir haben aber auch nichts gegen sie gesagt.

Kreiml: In Indien haben wir zum Beispiel auch einfach kein Fleisch gegessen. Hier riecht’s aber an jeder Ecke nach Fleisch, überall sind Kebap- und Würstelstände, es begleitet dich irgendwie den ganzen Tag.

Samurai: Es liegt ja auch an der Küche hierzulande. Da gibt’s hauptsächlich Fleisch und Knödel.

Wie seid ihr dann auf die Idee von „Das große Fressen“ gekommen?
Kreiml: Ich kannte die anderen Sachen davor gar nicht. Ich mein, dass es schon Tracks über’s Fressen gegeben hat, ist ja klar. Irgendwo wiederholen sich die Themen ja im HipHop immer wieder. Wir haben uns nicht gedacht: Das hat schon jemand gemacht, deswegen machen wir’s nicht. Sondern der Track ist einfach entstanden, wie’s halt oft ist.

Samurai: Das Fressen ist ein Thema, das jeden beschäftigt. Da gibt’s Auswüchse in der ärgsten Form und das ist interessant. Auch das Fressverhalten von manchen Leuten ist sicher vom Schweinehund geprägt.

Aber das Video erinnert trotzdem sehr an den Film aus den 70ern.
Kreiml: Der, der unsere Videos macht (Munson Productions, Anm.), hat bei seinen Ideen ziemlich viel Freiraum, wir mischen uns da gar nicht so org ein. Er hat da unser Vertrauen, weil er eh auch wie ein Bruder ist und unseren Style kennt. Er hat das auch so angelehnt an den Film.

Samurai: Das ist einfach übertrieben. Ich hab erst nachher gesehen, dass Monty Python das auch gemacht hat. Mir taugt das, das ist eine leiwande Geschichte. Das zeigt einfach auf, was so abgeht und was die Leute in sich reinhauen.

Kreiml: Wenn man Videos zu Tracks macht, dann will man es so grindig oder extrem machen, wie’s halt geht. Beim Großen Fressen war’s viel grindiger zu drehen, als es jetzt im Nachhinein ausschaut find ich.

Samurai: Es ist schon gscheit grindig, aber es passt dazu, es ist ja kein fleischverherrlichender Track. Selbst wenn man da Fleisch erwähnt, dann ist es eher was, wo man denkt: Auf das kann ich ja eigentlich verzichten, auf Schweinsschädln, Innereien oder Schmalz. Das ist ja nicht leiwand, wenn ich mir denk ich fress den ganzen Tag sowas. Einfach die Esskultur auf die Schaufel nehmen und überlegen, was die Leute den ganzen Tag fressen. Eh nichts anderes als irgendwelche zerhackten Schweinsschädln…

Kreiml: Nach dem Dreh war mal sicher zwei Tage kein Fleisch angesagt…

Ihr habt ja auch mit der Wienzeile immer ziemlich gut ausproduzierte Videos. Welche Bedeutung haben diese für euch?
Kreiml: Videos erreichen halt viele Leute. Die wenigsten kaufen noch CDs, jeder schaut nur noch Videos auf Youtube. Deswegen ist es auch nicht schlecht, hie und da noch ein Video zu machen.

Samurai: Und überhaupt ist das Video beim Großen Fressen eine Einheit. Wie’s sich’s anhört, so muss es dann auch ausschauen. „Teddybär“ oder „Vakodat“ sind überhaupt nicht groß ausproduziert, weil’s einfach so mehr zu den Tracks passt.

Kreiml: Aber sicher sind die Videos wichtig, sonst hätten wir wahrscheinlich nicht so viele Gigs gespielt bis jetzt. Es ist halt geil, dass Munson das macht, weil er irgendwie genau unseren Style von Anfang an kennt und dabei ist. Er ist sozusagen mit von der Partie und nicht nur ein Typ von irgendeiner Produktionsfirma, der jetzt unsere Videos macht. Ich find’s leiwand, dass sich dieser Style auch durchzieht. Man kann den schon sehen, genauso wie Munson sich auch voll gesteigert hat von Anfang an bis zu den letzten Videos. Wobei die anfänglichen auch super waren, aber die jetzigen sind richtige Kurzfilme. „Teddybär“ war halt nur GoPro am Schädl und saufen gehen in den Prater, das war ur lustig und das trifft wiederum auch voll den Style.

Samurai: …und taugt mehr Leuten als „Das Große Fressen“, weil’s halt leichter verdaulich ist.

Warum habt ihr euch bei „Teddybär“ gerade für Karäil in der Frauenrolle entschieden?
Samurai: Ja eigentlich hätte er einen Part machen sollen, aber irgendwie hat er den bis zum Video nicht fertig gehabt. Dann haben wir das Video gedreht und er war dort schon in der Kluft. Da meinten wir: Ja wurscht ob du jetzt den Part machst, du machst jetzt einfach im Video mit. Sein Feature-Beitrag war dann der Videoauftritt.

Kreiml: Außerdem war er schon einmal im Prater die „N.U.T.T.E.“. Die Nutte hätte eigentlich auch als die Praternutte rauf sollen, die sich auch zu Wort meldet. Ist eh quasi erschienen, nur nicht so hergerichtet wie damals.

Ihr habt auch einen Track drauf, der heißt „Zu Tiaf„. Denkt ihr, dass ihr manchmal zu tief seid, um bei der breiten Öffentlichkeit Anklang zu finden?
Kreiml: Wenn Leute sagen: Macht’s einmal was Tiefsinniges, macht’s einmal was Schönes – dann ist das unsere Antwort in Battlemanier.

Samurai: Ich glaub gar nicht, dass Orgheit so schlimm ist. Mit lieblichen Tracks kommst du vielleicht ein paar Mal auf FM4, aber du wirst jetzt auch nicht reich damit. Ich glaub nicht, dass das das Hauptproblem ist.

Kreiml: Außerdem sind im „Zu Tiaf“Track die Parts selbst ranzig und tiaf gehalten. Deshalb kommt dann in der Hook: Das ist jetzt wieder mal zu tiaf, aber es ist halt so.

Samurai: Concious Rap machen wir sicher nicht, aber man kann trotzdem aus allem eine Aussage lesen. Großes Fressen ist für mich in dem Sinne Concious Rap. (lacht) Wir gehen jetzt nicht her und sagen: Iss nicht so viele schlechte Sachen, es gibt jetzt eine neue App, mit der kannst du schauen woher der Hersteller ist und hey, check alles aus und schau immer auf die Produkte. Wir sagen einfach: Hey, du frisst nur Scheiße, überleg dir das…Aber das checken die Leute anscheinend kaum bis gar nicht. Für mich ist das Concious Rap, wir sind mittlerweile eigentlich die ärgsten Concious Rapper geworden. (lacht) Das sind alles so Kategorien, mit denen kann ich sowieso nicht viel anfangen. Ein Typ, der von sich sagt er ist ein Concious Rapper, da fehlt’s ja auch irgendwo.

Kreiml: Was ist schon Concious Rap? Wenn jemand belehrend wird oder dem Zuhörer erklärt, wie’s abrennen sollte und der bekommt das so zeigefingermäßig auf’s Aug gedrückt? Das hat uns halt noch nie getaugt.

Aber du sagst ja auch, wenn man es nicht zu tiaf macht, kommt man ins Radio. Seht ihr euch dann als „Lucky Loser“?
Samurai: Irgendwie kommt man immer durch, der einfache Weg ist ja viel langweiliger. Vielleicht kommen am schwierigeren Weg viel interessantere Sachen dabei raus. Die Helden von gestern von Blockstars, wo sind die jetzt? Die wurden im ORF für eine kurze Zeit gespielt. Welcher Typ kann sich im Radio wirklich durchsetzen mit Rap? Cro vielleicht, aber das ist kein Rap… Wer kann in Österreich behaupten von den Charts und dem Radio zu leben? Da gibt’s wenige…

Kreiml: Bei Cro kommt die ganze PR aber aus Deutschland, der startet nicht aus Österreich weg.

Glaubt ihr, dass eine Radioquote diesbezüglich helfen würde?
Kreiml: Das kommt dann auch drauf an, was sie spielen. Weil wenn sie die Quote hochsetzen und dann trotzdem nur Christl Stürmer spielen..

Samurai: Aber prinzipiell muss man sagen, dass es leiwand wär, weil damit die österreichische Musikszene irgendeinen Plan hätte. In Polen zum Beispiel ist dadurch die HipHop Szene viel fetter. Wenn die so viel spielen müssen, können’s nicht nur den ganzen Tag Fendrich Hadern spielen, weil irgendwann hängt’s denen auch raus. Radio ist sicher nicht das Allheilmittel, aber schaden würd’s nicht.

Ihr habt ja auch ein Jeanny-Video gemacht. Welchen Einfluss hat Falco auf euch?
Samurai: Ich feier ihn auf jeden Fall sehr, er ist ein ziemlicher King. Eigentlich war das mehr ein Tribute aufgrund seines Todestages und dass wir ihm Respekt zeigen können.

Kreiml: Mir taugt er auch, aber ich sag jetzt nicht, dass er ein riesiger Einfluss ist. Man hat ihn immer schon als Kleiner mit acht Jahren im Radio mitbekommen und „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ gehört.

Samurai: Da gibt’s auch ein Interview bei Harald Schmidt, das ist genial. Da fragt er ihn, ob er Koks zum Heizen oder Ziehen gemeint hat und er: „Die Leute waren der Meinung es sei zweideutig gemeint. Das war es aber nicht, ich habs immer eindeutig gemeint. Es geht nicht um den Bergbau.“ Eh eindeutig, dass er Koks gemeint hat und komplett eingebirnt dort sitzt und sagt, dass ihm das taugt. Straighter Typ auf jeden Fall. Er hat’s gar nicht versucht zu verstecken, da dürft’s ihm gerade drüber gefahren sein. Für deutschsprachigen Rap hat er überhaupt einen gewissen Einfluss, aber nicht direkt für uns. „Der Kommissar“ war für die damalige Zeit schon Rap.

Was verbindest du mit Wiener Blut?
Samurai: Die Operette zum Beispiel.

Hast du da nicht mitgespielt?
Samurai: Nein, aber ich spiel jetzt bald mit. Einen besoffenen Wiener Karussellbesitzer, den Kagler, der passt eh grad ganz gut in mein Lebenskonzept. Ich studier zwar Gesang, habe aber schon in einigen Operetten wie bei Gräfin Mariza mitgewirkt.

Der Zugang zu Operetten ist ja ein anderer als zu Rap. Wie kannst du beides kombinieren?
Samurai: Es ist beides auf der Bühne, beides Theater, in beiden Fällen gibt es verrückte Leute. Das eine ist ein bisschen ein seriöserer Approach, aber bei Rap musst du dich auch auf der Bühne präsentieren und sprechen. Also irgendwo hat’s auch Gemeinsamkeiten. Sicher sind die Leute anders drauf und vor allem das Publikum ein bisschen älter, aber im Prinzip kann man schon beides machen. Für mich ist es zur Zeit auch so.

Was gefällt dir besser?
Samurai: Es ist beides leiwand, das kann man nicht sagen. Es ist aber mit beiden schwierig, irgendwas zu reißen. Insofern haben die beiden Dinge auch wieder viel gemeinsam. Man muss überall die Liebe dazu haben, sonst braucht man’s gar nicht machen.

Bei eurer Releaseparty habt ihr Siebzig Prozent als Vorgruppe. Warum gerade sie?
Kreiml: Das ist leiwand, die waren noch nie in Wien. Außerdem haben sie uns getaugt. Es ist einfach leiwand, wenn man auch Leute von außerhalb holt und nicht immer dieses Inzestiöse fördert. Sie sind fresh. Der Flavour und der Style gefallen uns, sie können auch gut rappen.

Samurai: In Salzburg waren wir auch beim Freestylebattle mit ihnen und HME zum Beispiel ist ein leiwander Freestylerapper.

Kreiml: HME ist auch so Wahnsinn, Bombe. In Graz scheint sich einiges zu tun, da ist es leiwand, wenn die mal nach Wien kommen.

Samurai: Die sind da dahinter, fahren extra nach Salzburg. Wenn jemand zum zehnten Mal spielt, ist es schon uninteressant. Vielleicht ist das jetzt auch ein größerer Reiz hinzugehen.

Ihr wart ja selber schon öfters Voracts wie bei Delinquent Habits oder bei DJ Premier, wie war das für euch?
Kreiml: Bei DJ Premier war das Geilste am Abend, dass er beim Soundcheck mitgewippt hat. Sonst warten die Leute in erster Linie immer auf den Ami-Act, aber es ist sicherlich eine Bühnenerfahrung, du bist halt eher ein Lückenfüller.

Samurai: Aber viel zu tun hast du mit denen eh nicht, du trittst halt davor auf. Aber das mit Premo war das geilste Erlebnis in meinem ganzen Leben, ich hab’s in mein Ponytagebuch geschrieben, das war echt leiwand. In Zukunft werden wir aber mehr unsere eigenen Sachen durchziehen. Es ist einfach leiwander, wenn Leute kommen, um dich zu sehen, als wenn du nur Leuten am Orsch gehst, weil gerade Zeit da ist. Luluvic meinte auch, dass bei seinem Auftritt vor The Pharcyde noch nicht einmal die Gästeliste offen war und er schon spielen musste – und dann kommen nicht einmal die Leute rein. Schön, dass du spielst, vor wem auch immer, dann darfst du einmal die Anlage testen. Das ist halt nicht leiwand.

Kreiml: Da kann sich der Tontechniker aufwärmen.

Hört ihr selbst auch viel Ami-HipHop?
Kreiml: Nicht viel Neues, aber schon auch.

Samurai: Riff Raff hab ich letztens gehört. Es gibt schon orge Sachen auf jeden Fall. Aber Schlager taugt mir noch immer mehr.

Man konnte lesen, dass ihr von der Wienzeile alle auf Hochdeutsch erzogen worden seid und jetzt macht ihr doch Mundart-Musik. Wie haben eure Eltern darauf reagiert?
Samurai: Im Dialekt verstehen sie es weniger, ist eh leiwand. (lacht) Mein Vater hat quasi gemeint, dass es gut für ein Kind ist, wenn man Hochdeutsch mit ihm redet, aber prinzipiell haben sie’s eh nicht geschafft. Meine Großeltern, Onkeln und Nachbarn im Zehnten haben sicher nicht Hochdeutsch mit mir gesprochen.

Kreiml: Meine ganze Familie mütterlichseits ist aus Oberösterreich und die reden auch einen Dialekt. Und außerdem ist es nicht so, dass du quasi nur mit der Sprache aufwächst, die deine Eltern mit dir reden, sondern es kommt genauso darauf an, in welche Schule du gehst oder wo du dich rumtreibst und was du dir im Fernsehen anschaust. Ich hab mir damals immer „Ein echter Wiener geht nicht unter“ angeschaut und das kriegst du mit, wenn du das hörst mit acht oder zehn Jahren, in dem Alter impft sich das auch ein. Jetzt rede ich mit dir auch relativ normal, je nach der Situation und der Impulsivität. Je impulsiver etwas ist, desto eher kommt die Mundart raus.

Samurai: Es ist eh was Komisches, man kann’s nicht genau sagen. Am Album passt der Dialekt einfach besser zu den Charakteren, die wir darstellen, den Würstlbrater oder den Kiwara. Die ganzen Verrückten sind eher Typen, die dann Wienerisch daherreden würden, das ist einfach situationsbedingt.

Hören eure Eltern auch eure Musik?
Kreiml: Die Videos kennen sie auf jeden Fall. Ich geb ihnen auch immer die CDs.

Samurai: Mein Dad hat mal „Haschgiftspritzer“ gefeiert. Die haben schon auch Verständnis dafür, aber irgendwie checken sie’s auch nicht so ganz. Das ist halt ein anderes Zeitfenster irgendwie. Das ist für die nicht so wie für uns. Ich hab schon früher in der Volksschule HipHop und Punk gehört. Sie haben den Bezug dazu einfach nicht.

Kreiml: Aber ihnen taugt es, dass wir was tun und nicht nur absandln.

Samurai: „Schau, da Burli hat a CD gmacht, mit an Barcode, schau“.

Kreiml: „Was machtn da Bua?“ „Ja, der hat jetzt a CD gmacht…“ (lacht)

Wenn Samurai Rapidler und Kreiml Austrianer ist, gibt’s da auch öfters Konflikte?
Samurai: Vier mal im Jahr normalerweise, aber zur Zeit gibt es ziemliche Konflikte. Das Album wurde schon gestanzt.

Kreiml: Dieses grün-violette Ding ist im Alltag vollkommen wurscht. Vier Mal im Jahr ist Derby, da hört man sich dann vielleicht drei Tage nicht. Das ist jetzt nicht so das orge Thema.

Samurai: Es geht ganz gut. Ich bin ja Rapidler, bin aber direkt neben dem Horr-Stadion aufgewachsen. Wenigstens gibt’s in Wien noch eine Rivalität, sonst wär’s ja fad.

Kreiml: Wir sind auf jeden Fall nicht die, die sich hauen gehen. Wir haben uns schon auf die Pappen gehaut, aber das war im Proberaum beim FIFA-Derby Austria gegen Rapid.

Samurai: Da ist es eskaliert, seitdem haben wir keine Playstation mehr im Proberaum.

Gibt’s sonst noch was Neues von der Wienzeile?
Kreiml: Die arbeiten auch gerade alle an Einzelprojekten, es wird aber sicher wieder irgendwann ein Wienzeile Album geben.

Interview: Julia Gschmeidler
Mitarbeit: Jan Braula
Artwork: Luisa Franz Kleopatra
Fotos: Kristiane Dag

Die Releaseparty von „Schweinehund“ findet am 20. Juni im B72 in Wien statt.

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