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Der-Con

Produktives Reisen: Der-Con & Testa mit „Contour (Part 1)“ // EP

Der-Con

Reisen, in die lokalen Kulturen eintauchen und rappen – dass Der-Con diese Leidenschaften gerne verbindet, deutete er zuletzt mit mehreren Tracks an. In den vergangenen Jahren hat der Wiener Großstädte in diversen Weltregionen besucht und dort mit einheimischen Acts zusammengearbeitet. Einen Auszug präsentiert er auf der „Contour“-EP mit Tracks aus Bangkok, Beirut und Mumbai. Die Produktionen von Testa sind mit vielen traditionellen Elementen versehen und fangen den pulsierenden Charakter der Städte ein. Neben Samples, die aus den Kollabos entstanden sind, hat er auch eigene Vinyl-Digging-Reisen in die Tracks und Skits einfließen lassen.

Seinen Ursprung nahm das Projekt bereits 2014 in Brooklyn – mit der Grundidee, gemeinsam mit lokalen KünstlerInnen Vibes, Erfahrungen und gelernte Fakten zur jeweiligen Stadt zum Fokus der Rap-Parts zu machen. Um Connections zu den Acts aufzubauen, nutzte Der-Con unterschiedliche Kanäle. Über die Autorin Sharanya Rajgopal, die als Couchsurferin zu Gast war, kam er in Verbindung mit dem Musiker und Komponisten Viveick Rajagopalan aus Mumbai. Den Kontakt zum Rapper Chyno aus Beirut stellten in Wien Restless Leg Syndrom her. Langwierig war die Vorarbeit in Bangkok, wie Der-Con erzählt: „Damit es zustande kommt, habe ich meinen Aufenthalt zweimal verlängert und mich trotz Sprachbarrieren drei Monate lang mit der Szene vor Ort vernetzt“. Entstanden ist letztlich ein Track mit dem jungen Rapper 19Tyger, der vorab erschienen ist.

Auch nach Mumbai reiste Der-Con mehrmals, bevor der Track und das Video fertig waren. Teils pendelte er auch unter Zeitdruck zwischen den Großstädten. „Ich bin ich direkt vom Drehen und Recorden in Beirut zum Drehen nach Mumbai. Ich weiß noch, dass ich vorher in Wien gesessen bin und unsicher war, ob die Leute zusagen. Paar Tage später bin ich rappend mit brennenden Augen im Smog von Mumbai gestanden. Mein Filmteam Rajeshwari Dasgupta und Shahank Sharma hat sich trotz unterschiedlicher Sprachen in kürzester Zeit viele zum Text passende Shots ausgedacht“, gibt er einen Einblick zur Produktion des parallel zur EP erschienenen Videos. Im dazugehörigen Track handelt er Licht- und Schattenseiten der „Stadt mit zwei Gesichtern“ im „systematischen Chaos“ ab. Im dort gelegenen Dharavi Slum ist auch das Coverbild entstanden, dass das Schmelzen von Aluminimum einfängt.

In Beirut, wo ein Track mit dem auf Englisch rappenden Chyno und dem arabischsprachigen Al Darwish entstanden ist, sei Der-Con mit offenen Armen empfangen worden. „Die konstanten Konflikte waren auf der Straße maximal durch ältere Einschusslöcher zu sehen“. Historisch multikulturell geprägt, ist die libanesische Hauptstadt heute zwischen verschiedenen Krisenherden gelegen und Zufluchtsort vieler syrischer und palästinensischer Flüchtlinge. Gemeinsam handeln die drei Rapper ab, wer und was in der Stadt aufeinandertrifft und wie sie vor Ort damit umgehen. Das dazugehörige Video soll am 15. April erscheinen.

Parallel zum Release der EP über die Plattform submassive, an der Der-Con beteiligt ist, kündigt der Rapper einen zweiten Teil der Reihe an. „Da werden auf jeden Fall New York City, Berlin und Wien dabei sein. Beim Wien-Track wird es mich auf Wienerisch und, wenn alles gut geht, auch auf Jiddisch zu hören geben.“

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