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Kein Song für einen Fußballer: Dendemann mit „Littbarski“ ft. Trettmann // Video

Konsole hat bei Trettmann und Dendemann Vorrang

Bei Dendemann wiederholt sich die Geschichte, veröffentlichte er wie Anfang November auch Anfang Dezember zwei Videos im Zeitraum von zwei Tagen. Den Anfang machte der zweite Teil von „Wo ich wech bin“, auf dem Dendemann wieder seine Jugendjahre vor seinem inneren Auge vorbeiziehen lässt: Too Strong, Anarchist Academy, Polizei am Jägerzaun, „Adoleszenz, mon ami“. Das spartanische Instrumental wurde von Torky Tork, KevBeats & The Krauts produziert, für das Video war Timo Milbredt zuständig.

Einen Tag später ließ Dendemann dann das nächste Video folgen – und zwar zu „Littbarski“, einer Kollabo mit Trettmann. Dieser übernimmt die Hook in dem Song mit dem trügerischen Titel: Thema ist nämlich nicht der ehemalige Fußballspieler des 1. FC Köln, Pierre Littbarski, sondern eine ausgehwütige bessere Hälfte. Eine technisch einwandfreie Veranstaltung, bei der besonders bemerkenswert ist, wie leichtfüßig Dendemann Triplet-Passagen in seinem Flow einbaut.

Doch inhaltlich fehlt an einigen Stellen die Treffsicherheit, vor allem der zweite Part mit Zeilen wie „Sie sagt, ‚Versace, Versace‘/Ich sach‘, ‚Gesundheit, Gesundheit‘“ sowie „Oder hängst du in ’ner Cloud/Ja, die Trap ist eine Falle“ würde schon bei einem 20-jährigen Rapper furchtbar überholt klingen. Bei einem Rap-Veteran wie Dendemann schmerzen diese Lines, die den Stempel des Berufsjugendlichen vor sich tragen, umso mehr. Ein Umstand, der sich durch die Verwendung des Begriffs „Bae“ noch verstärkt. Immerhin funktionieren die Rapverweise. Und der Beat, eine Gemeinschaftsproduktion von The Krauts und KitschKrieg, animiert zu Tanzmoves. Die aber bei den meisten nicht so graziös aussehen werden wie jene, die Tänzerin Nikeata Thompson im Video vorführt.

Damit aber nicht genug von Dendemann: Am Donnerstag gastierte er in seinem alten Wohnzimmer, bei „Neo Magazin Royale“, um dort die politischen Tracks „Keine Parolen“ und „Zeitumstellung“ mit dem RTOEhrenfeld zu performen. „da nich für!“ erscheint am 25. Januar.

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