Von der Gänserndorfer Jet-Tankstelle auf die Kabarettbühne // David Scheid Interview

David Scheids neues Markenzeichen: verschiedenfarbige Socken

DJ, Poetry Slammer, Kabarettist. Der im Weinviertel aufgewachsene David Scheid aka DJ DWD hat diese Stationen eher zufällig durchlaufen. Mit „REMIX Das Programm mit dem Plattenspieler“ kombiniert er all diese drei Sparten und hat damit voriges Jahr den Grazer Kleinkunst Vogel sowie den Goldenen Kleinkunst Nagel gewonnen. In dem mit Samples unterlegten Programm geht es um moderne Soft-Skill-Mastsäue in der Praktikumsdauerschleife und sein pubertäres Außenseiter-Leben im Marchfeld. Außerdem ist Scheid Mitinitiator der Event-Reihe Rapper lesen Rapper, die mittlerweile bei den Mainstream-Medien angekommen ist. Eine Special Edition von RLR findet übrigens am Samstag, 10. Juni, in der Grellen Forelle bei unserer 20-Jahr-Feier statt, die zudem von David Scheid mit gewohntem Amüsement moderiert wird. Beim Interview im Burggarten erzählt uns der vielseitige Künstler über das schlechte Image von Poetry Slams, Wiener Underground-Pseudogangster-Rap und Sexismus am Donau-Schlagerdampfer.

Fotos: Niko Havranek

The Message: Bevor du Kabarett gemacht hast, warst du viele Jahre DJ und dann in der Poetry-Slam-Szene aktiv. Wie ist es dazu gekommen?
David Scheid: Wir haben bei einem Oida-Festl aufgelegt und der Moderator war Veranstalter von Poetry Slams. Es gab einen Rap-Slam, wo man eine Runde eine Rapnummer mit Instrumental bringt und in der zweiten Runde einfach nur einen Text. ,Passt, oida – Rap ist eh meins, da mach ich mit‘, hab ich mir gedacht. Da bin ich gleich ur gut gefahren, den Leuten hat’s ur taugt. Auflegen tu ich schon ewig, gefreestylt hat man auch in der Jugend, Raps hab ich auch früher geschrieben. Da hab ich Blut geleckt. Die Slam-Szene, das muss man echt sagen, ist wirklich großzügig. Ich bin nach Innsbruck und Graz eingeladen worden. Wo man als MC oder DJ dauernd um Fahrtgeld und gescheite Gagen streiten muss, ist das beim Slam so eine Selbstverständlichkeit. Das war schon geil. Aber irgendwann wurden mir nur fünf Minuten Auftrittszeit ohne Instrumente zu eng, und ich wollte schon damals was mit den Turntables machen. Das war der Beginn von den Kabarettwettbewerben, wo ich voriges Jahr zwei eingeheimst hab. Und die waren der Startschuss für mein Programm.

Hattest du beim Poetry Slam andere Inhalte und Schwerpunkte als bei deinem jetzigen Kabarett-Programm?
Das überschneidet sich extrem, weil fast das ganze Programm – abgesehen von den Plattenspieler-Nummern und Sample-Einwürfen – ist aus Slamtexten entstanden.

Diese Coolness-Scheiße interessiert mich nicht

Warum glaubst du, ist die Poetry-Slam-Schiene in der Rap-Szene so verpönt?
(überlegt länger) Da muss man beiden ein bisschen eins übers Häupl ziehen. In der Slam-Szene ist vielleicht das, was einen Außenstehenden davon abschreckt, die Tatsache, dass sich jeder, der sich auf einmal auf eine Poetry-Slam-Bühne stellt als Poet bezeichnet. Das ist was, das vielen Leuten widerstrebt und das kann ich auch unterschreiben, dass nicht alle Poeten sind. Was ist schon ein Poet, was ein Künstler? Ich war früher mit Panta Rhei als Tour-DJ unterwegs, so hab ich die Wiener Rapszene kennen gelernt. Mir ist das relativ schnell am Orsch gegangen, diese Attitude, dieses Einkastln, ,das ist meine Crew, andere Crews sind whack‘. Immer ein Image vor sich herschieben müssen.

Was doch eigentlich dem HipHop-Gedanken widerstrebt, ist die Kultur doch aus dem Unity-Konzept entstanden.
Da muss ich wirklich sagen – und Shout-outs an Dorian Pearce an dieser Stelle – Four Elements in Graz war damals für mich die ur Lösung. Ich hab mir ewig lange nur Instrumental-Vinyl gekauft, weil mich das alles so gestört hat an der Rapszene. Bei Four Elements wurde dieser Unity-Gedanke total hochgehoben. Das war eine Erfrischung in der österreichischen HipHop-Szene. Die Rapszene macht es sich selbst nicht leicht. Das tut mir so leid, weil es gibt ur viele leiwande Leute, die echt was drauf haben und dann sind sie so damit beschäftigt, real zu bleiben, dass es schon wieder nur unecht ist. Dieser gezwungene Realness-Gedanke ist mir immer ein Dorn im Auge gewesen. Bei Four Elements ging es immer um das Ganze. DJs, Tänzer, Rapper – das war ein offenes Jammen mit Spaß. Die Wiener HipHop-Szene war für mich immer so ,Ich versteck mich unterm Hoodie im Club und es muss grindig und tiaf sein und wir saufen Bier aus der Dose und hauen das dann über die Schulter weg’. Das interessiert mich nicht, diese Coolness-Scheiße.

Hat sich daran etwas geändert in den vergangenen Jahren?
Ich hatte es gehofft und bin dann in eine einschlägige Underground-Hütte gegangen, um mir so ein Rapfest anzuschauen. Da war eine Crew auf der Bühne, die sich die Bierflaschen am Schädel zerhaut und das Publikum beschimpft hat. In Wien herrscht schon immer so eine tiafe Stimmung, in Graz war das ganz anders. In Graz ist der funky HipHop zuhause, im Vergleich zum Wiener Underground-Pseudogangster-Rap.

Zurück zu deinem Kabarett-Programm: Welche Vorteile und Besonderheiten bietet dir der Plattenspieler hierbei?
Ich wollte unbedingt Musik im Programm haben, kann aber kein klassisches Instrument spielen. Früher, wenn wir für uns ein bisschen produziert haben, haben wir ganz oft TV- oder Radiosamples verwendet und Bullshit damit gemacht. Mit meiner DJ-Crew Sur Sound haben wir Dubplates pressen lassen, unsere eigenen Scratch-Platten, wo wir Nonsense-Sachen aus Fernsehen, Radio und Hörspielen draufgeschnitten haben und so funny Scratch-Tracks gemacht. Das hat mir immer am meisten Spaß gemacht und bei den Auflegereien die Leute entertaint. Wenn wir in Bosnien auflegen waren und im Vorfeld lustige bosnische Sager rausgeschnitten und gecuttet haben: Oida, das Publikum war dabei. Wie das Digital DJing gekommen ist, Serato und Traktor, waren auf einmal Welten offen. Zuerst musstest du dir die Dubplates pressen lassen, die dann auch bald einmal zerkratzt waren, mit Digital DJing kannst du plötzlich jede Ö1-Sendung zerfetzen und neu zusammenstückeln. Es gibt im österreichischen Kabarett niemanden, der das macht.

HipHop ist einfach die Musik unserer Generation

Wie ist die Resonanz darauf in der heimischen Kabarett-Szene?
Es ist nicht ganz einfach für mich, in Bühnen wie die Kulisse genug Menschen zu bekommen. Mein Ziel ist es, ein neues Kabarett-Publikum zu züchten (grinst). Natürlich ist das schwierig, weil die Leute, für die ich das eigentlich mach, zahlen zehn Euro und gehen in die Forelle. Aber sie gehen nicht für 17 Euro zwei Stunden ins Kabarett. Diese Preise im Kabarett sind für junge Leute nicht wirklich leistbar. Der Plan ist, Kabarett für junge Leute zu machen, die den Plattenspieler als Instrument kennen. Ich bin jetzt nicht der Bomben-Turntablist, da gibt es andere Leute, die viel fingerfertiger sind. Ich war letztens mit Chrisfader auf einer Jam-Session, da hab ich mich angeschissen, was da funktioniert. Aber doch: Turntablism, Juggling, das war immer meins. Das ist aber für das klassische Kabarett-Publikum oft überfordernd. Da liegt es jetzt daran, mir ein junges Publikum aufzubauen.

Also doch schwierig, obwohl die Kabarett-Szene ein boomender Sektor ist, Shows oft Monate voraus ausverkauft sind?
Es gibt ein paar Größen, die aus dem Nachwuchs ziemlich schnell raufgekommen sind. Was ich aber nicht kann, ist platte, flache Comedy. Das ist mir zu fad. Es muss ein bisschen ein Sinn drinnen sein, ein bisschen Message kicken (lacht). Das verbunden mit Themen und Musik unserer Generation. Bis heute covern Kabarettisten den Ambros, das hab ich hundertmal gehört, brauch ich nicht. HipHop ist einfach die Musik unserer Generation – da greif ich doch auf das zurück, was mir und vielen Leuten meines Alters am nächsten ist.

Das ist moderne Sklaverei, diese Praktikumsscheiße

Im Zusammenhang mit deinem Programm geht es oft um die Generation Y. Wie würdest du diese definieren?
Schwierig. Es ist eine aufgelöste Generation von ,Ich weiß nicht, was ich soll‘ und ,Ich schau mal und schwimm dahin und hupf von einem Praktikum zum anderen und mach das für ganz wenig bis gar kein Geld, weil es mir ja so viel bringt, wenn ich mich bei der Firma gscheit einehau, und wenn ich ein Jahr gratis hackl und denen in Orsch kriech, dann kann ich dort bleiben‘. Und die Firmen denken sich einfach: ,Leiwand. Wir haben junge Leute, die sind topmotiviert, weil wir ihnen sagen, wir haben Chancen für euch, wenn ihr euch etabliert’. Du steigerst die Leistungsfähigkeit der jungen Leute enorm, weil du sie nicht bezahlst. Das ist ja das Irrsinnige. ,Wenn du gut bist, dann …‘ Genau diesen Druck nutzen die schamlos aus, um Leute auszubeuten. Das ist moderne Sklaverei, diese Praktikumsscheiße.

Musstest du diese Erfahrungen selbst auch machen?
Als ich aufgehört hab, meinen Lehrberuf als Landschaftsgärtner auszuüben, wollte ich mich komplett umorientieren und hab mir gedacht: ,Ich möchte in die Kreativwirtschaft‘, wie das so schön heißt. (lacht). Da bin ich über die ganzen Ausdrücke gestolpert: ein Volunteer, ein Praktikum, unzählige Namen für ein und dieselbe Art der Ausbeutung. Jeder hustelt da irgendwas hinterher und kommt nicht runter von der Welle.

Weil du vorher meintest, die Message sei wichtig in einem Programm. Deines beinhaltet viele politische Aspekte. Wonach gehst du bei der Suche und Selektion dieser vor?
Meine Mutter ist zum Beispiel Kärntnerin und ich hab diese Sprache von Kindheit an genießen dürfen, die hat mich schwerst belustigt. Die Kärntner sind ein leichtes Opfer und es gibt in jedem Programm einen Quoten-Kärntner. Das ist nichts Neues, aber war mir als Sohn einer Kärntnerin wichtig (lacht). Der Prolet, der vorkommt, ist der klassische Marchfelder, Mittzwanziger, der Freitagnachmittag mit der Hackn fertig ist und nach Gänserndorf zur Waschstraße fährt und seinen Boliden reinigt und dort die Sprüche rausklopft. Das ist ein Bild, das man gesehen haben muss: Gänserndorf, Jet-Tankstelle, Freitag, 12 Uhr.

Du machst dich aber auch dezidiert über Politiker wie Angela Merkel oder Sebastian Kurz lustig.
Ja, das sind einfache Opfer, die werden auch dauernd verorscht, aber die bieten sich einfach so an. Wie auch der Pröll. Für mich und meine Jugend in Niederösterreich eine prickelnde Figur. Aber die politische Landschaft ist eh gerade massiv im Wandel, die ganzen Opfer sind weg, muss man sich neue suchen. Aber es gibt immer irgendeinen Kasperl, der sich selber verorscht, da brauchst nicht mehr viel machen. Mir ist diese Generationsgeschichte wichtiger, die Doppelmoral von vielen Menschen. Ich hab das Gefühl, Blätter vorm Mund sind die Vorboten von Brettern vorm Kopf. Und wenn man sich ein Blatt vor den Mund nimmt, dauert es nicht mehr lange, bis man auch ein Brett vorm Hirn hat. Deswegen möchte ich sagen, was mich beschäftigt. Da stößt man nicht immer auf Nächstenliebe (lacht).

Wer hat deiner Meinung nach Blätter vorm Mund?
Ich habe auch Stereotypen im Programm, aber es gibt so flache, massentaugliche Comedy – das ist wie in der Musik. Es gibt Pop und es gibt alles andere. Ich will auf jeden Fall keinen Pop machen, ich will nicht die Massen bedienen.

Wie problematisch siehst du Stereotypen wie den Afrikaner, der Reggae hört?
Ich wollte unbedingt eine Reggae-Nummer im Programm haben, weil ich auf Patois steh. Und das ist eigentlich eine schwerpolitische Nummer, wo es darum geht, wie er als Schwarzer von der Polizei in Wien behandelt wird. Das ist ein Fakt. Am Gürtel werden die einfach gsackelt auf Luft und natürlich gibt es auch Schwarze, die dort Drogen verkaufen, genauso wie Jugos und Österreicher. Der Erste, der kontrolliert wird, ist der Schwarze. Ich bin kein großer Freund der Polizei (lacht.)

Wie viel Erfahrungen stecken in deinem Programm? Weil du dich ja auch als Marchfelder übers Weinviertel lustig machst?
Dieses Weinviertel-Gedicht ist echt. Ich hab das letztens in Straßhof gemacht und das ist für mich eine Wohltat – dieses Abrechnen. Ich war immer der Zuagraste, der Weaner Bazi, und wenn du ein wenig alternativer unterwegs bist und nicht auf den Feuerwehr-Festln der Einsertschecherant bist oder am Sportplatz beim Voigasfestl in Schönkirchen die Mädls abschleppst oder zu der Scheißmusik dort tanzt, wirst du auch nicht akzeptiert. Das hat mich in meiner Jugend viel Energie gekostet, mich zu behaupten oder eine Wurschtigkeit anzugewöhnen, dass es mir egal ist, dass ich nicht mit denen gleichgestellt bin. Ich hatte dort draußen mal einen Lehrling, der hat keinen graden deutschen Satz rausgebracht, aber war der Erste, wenn es darum ging, über Ausländer zu schimpfen. Wenn sich dann Leute hinstellen – nur wenn sie mehr sind, die den gleichen Dreck im Hirn haben, da werd ich allergisch drauf. Es ist mir unheimlich, wenn sich viele gegen wenige stellen. Vor allem, wenn man es am eigenen Leib erfährt. Daher ist es für mich eine Wohltat, dieses Gedicht in Niederösterreich vorzutragen.

Wie hat das niederösterreichische Publikum darauf reagiert?
Unterschiedlich. An manchen Abenden stimmt es mir zu, an anderen Abenden geht es raus und schaut mich nicht an. Ich bin in einem Dorf großgeworden, das war einmal ein kulturelles Zentrum, ein Weinort à la bonne heure. Das ist sukzessive runtergewirtschaftet worden, alle kulturellen Institutionen totgewirtschaftet. Die Leute interessiert es auch nicht, ob es noch ein Theater im Schloss gibt oder nicht, das Schloss wird privatisiert und das Theater soll am Sportplatz sein – absolut kein Sinn für Ästhetik. Die Leute wissen nicht, was sie haben, dabei wohnen sie im wunderschönen Weinviertel …

Schlager ist der österreichische Dancehall

Und die Anekdote vom Schlagerdampfer entlang der Donau, bist du da wirklich mitgefahren?
Ja, da fahr ich auch heuer wieder mit. (lacht). Es ist wirklich wie im Programm beschrieben. Es gibt eine Headliner-Band wie das Nockalm Quintett und eine Coverband. Die spielt zwar Coverversionen, aber dafür live, da gab es vergangenes Jahr richtig Beef zwischen den beiden Bands. Aber die Leute haben ihre Hetz, saufen sich an und das Quintett ist backstage mit den Damen beschäftigt. Das ist ja auch die Härte zu sehen, wie diese schleimigen Typen die lustvollsten Blicke aus dem Publikum kriegen. Richtig grauenerregend. Wunderschön sexistisch auch der Moderator von Radio Niederösterreich, wenn er sehr eindringlich auf die Ausschnitte in der ersten Reihe eingeht und sagt, wie schön das ist, wenn nicht nur die Wellen schaukeln. Und die Leute lachen, die Frauen sind auch nicht beleidigt. Ein bisschen wie im Dancehall. Schlager ist sozusagen der österreichische Dancehall, wo der Sexismus noch gut funktioniert und alle zufrieden sind.

Und die weitere Story mit dem AMS-DJ-Kurs? Stimmt die auch?
Naja, nicht ganz. Als ich 15 war und mir meinen ersten Plattenspieler gekauft habe, war ich noch in der Hauptschule und hatte noch nichts mit dem AMS zu tun. Aber mir ist irgendwann wirklich das AMS-Kursbuch in die Finger gefallen, da bin ich auf die Beschreibung des DJs gekommen, die ist einfach irrsinnig stark.

Was steht da genau im AMS-Kursbuch?
DJs sorgen für die musikalische Umrahmung von Musik- und Tanzveranstaltungen, viele DJs produzieren aber auch eigene Musikstücke, zum Beispiel Re-Samples, und dabei achten sie auf alle musikrechtlichen Bestimmungen. Was natürlich ein Riesenblödsinn ist. (lacht). Das ist sehr belustigend. Dann steht noch drinnen, dass es eigentlich keine generelle Ausbildung gibt, aber man kann das betriebsintern lernen – was auch immer das für ein Betrieb sein soll – mit dem Verweis auf zwei DJ-Schulen. Ich hab mir das alles selbst beigebracht. Die Waxos haben ab und zu in Floridsdorf Workshops gemacht, aber da bin ich nie hin, weil das solche Götter für mich sind, vor denen wollte ich mich nicht blamieren in meiner Jugend. Ich kann das bis heute, stundenlang stehen und cutten.

Wie sehr ist das Schreiben an sich auch ein Ventil an dich, Persönliches zu verarbeiten?
Schon sehr. Manches liegt mir schwerst am Herzen, anderes ist dramaturgisch wichtig. Es macht aber unglaublich Spaß, einen Raptext über Karl-Heinz Grasser als Gangster-Rapper zu schreiben.

Der KHG-Track ist schon sehr, sehr witzig.
Ich war mit Mirac im Studio und er hat den Track scharf geremixt, ziemlich fett gemacht. Ich habe zwar kein Budget, ein fettes Video zu drehen, aber ich möchte das schon machen, bis der Prozess beginnt. Der Abschlussgag ist ja auch: 2017 soll es ein Feature geben mit dem deutschen Gangsterrapper Haftbefehl: KHG feat. Haftbefehl. Nach der Vorstellung in Graz meinte eine Dame, sie müsse mir widersprechen. Es gäbe definitiv keinen Haftbefehl gegen Karl-Heinz Grasser, weil den gibt es nur vor der Anklageschrift. Aber der Gag funktioniert trotzdem (grinst).

Cloudrap ist eine neue dadaistische Gattung es Rap

Noch kurz zu Rapper lesen Rapper: Wie ich dich das erste Mal dazu interviewt habe, meintest du, dass ihr einen Nerv getroffen habt mit dem Konzept. Was macht die Faszination aus?
Für mich persönlich ist es diese Neuartigkeit, es hat auch diesen Entertainmentelement durch den Latenightshow-Charakter, den wir im Laufe des Projekts zusammenbekommen haben. Es ist die Musik, mit der wir aufgewachsen sind. Die Leute, die jetzt 30 und 40 sind, sind mit HipHop großgeworden, sogar die Ö1-Redakteurin, die uns interviewt hat. Dem Genre ein wenig die Ernsthaftigkeit zu rauben, es aber nicht ins Lächerliche zu ziehen. Diese Mischung ist es. Ich bin schon gespannt, wann wir endlich mit Cloudrap in Berührung kommen – wann ein Lesender da sein wird oder jemand etwas aus dem Genre lesen wird. Das ist ja wirklich eine neue dadaistische Gattung es Rap.

David Scheid auf Facebook

Heute Abend spielt der Kabarettist sein „Remix“-Programm in der Kulisse Wien, Unterstützung bekommt er dabei von A Geh Wirklich. Am 14. Juni spielt Scheid noch bei der Sommerakademie Motten (NÖ), am 16. Juni im Kabarett Niedermair (Wien) und abschließend am 28. Juni beim Tollwood Festival München. Ab Herbst ist er dann gemeinsam mit Isabell Panagl, Jimmy Schlager und Christoph Fritz im Rahmen der Langen Nacht des Kabaretts zwei Jahre auf Tour durch Österreich, ein neues Programm ist für Herbst 2018 geplant. Neue Termine für Rapper lesen Rapper stehen im Herbst in Linz und im Winter in Wien am Programm, kommendes Jahr sind dann noch Ausagaben in Graz und Wien in Planung.

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