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Etwas einsame Spitze // Waldo The Funk, Curlyman, Schote live

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Fotos: Daniel Shaked

HipHop ist immer. Auch wenn mal nicht so viel los ist im B72 – eine Leidensgeschichte, die schon bekanntere Rapper wie Smoke DZA gemeistert haben. Während sich die überschaubare Anzahl der Besucher zu Enakas Beat-Set langsam aus der lauen Nacht Richtung Bühne bewegen, zeigt der Beat-Virtuose, warum er unter den Kennern bereits seit einiger Zeit als Beat-Geheimwaffe gilt. Eine These, die sich während des gesamten Abends immer wieder bestätigt.

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Schote macht den Anfang: Von „AWIB“ bis „Steig ein“ zeigt sich der Ex-VBTler in bester Rap-Manier. Was macht man, wenn die Bude nicht voll ist? Keinen Fick geben und eine geile Show liefern. Nach diesem Prinzip ballert Schote eine gute halbe Stunde Song für Song „für die Familie“ raus und unterstreicht seine fantastische Beatwahl. Mit dabei: Ein Track über Fabian Römer aka F.R. von seinem kommenden Album. Die Rhymes, irgendwo zwischen Alltag und HipHop-Hustle, sitzen und Schote kann mit einem zufriedenen Grinsen von der Bühne gehen – du bekommst schon noch dein Juice-Cover.

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Locker easy springt Curlyman zum Star-Wars-Intro von DJ Paka auf die Bühne, tanzt um das Mikrofonkabel und fetzt seine Banger in den Raum. Auf einen Beat von Brenk Sinatra ruft er schließlich zum Upswaggen auf. Stage-Präsenz und die Wortspiel-Kunst scheinen Curly wie seine Locken angeboren zu sein. Ob mit Culcha Candela oder Crack Ignaz, Curly hat ein Ohr für Hits – nicht umsonst ist er neben dem Smoken auch als Songwriter tätig. Da wundert es niemanden, dass Tracks wie „Will ich nicht“ oder „Alles cool/Eistee“ ins Gehör sickern wie verschütteter Eistee in die Couch – das kriegt man nicht mehr raus. Das Album kommt, wir sind heiß drauf! Ein Interview mit dem Eistee-Addict findet ihr hier.

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Abschließend wird der Abend mit Waldo The Funk mit J Bower an den Decks abgerundet. Über Beats von Fid Mella, Enaka und Dexter gibt der sympathische Rapper direkt ein paar Teaser auf das am 1. Juli kommende Album „Domingo Vogel“ – die Tracks „Billy Hoyle Dunk“ und „Daniel Sohn“ (Achtung: Karate-Kid-Reference) stechen dabei heraus. Ein freundliches Gesicht, ein unfassbar chilliger Flow auf „wavy“ (frei nach Brenk) Beats – das Gesamtpaket Waldo ist rund, ein Thema, das auch im kommenden Interview auf The Message thematisiert wird.

Den krönenden Abschluss macht das Triumvirat mit dem gemeinsamen Banger – weil HipHop ist nicht nur in vollen Hallen, daheim auf der Couch oder in Fler-Interviews. HipHop ist immer. Der Abend war im gegebenen Rahmen familiär, aber ein guter Rapper wird nicht durch die Crowd vor ihm zum guten Rapper. Der Swah der ganzen Bande hat den Raum dort gefüllt, wo Lücken zwischen den Leuten waren. Abschließend kann man sagen: Genier dich mal wieder, wo sind auf einmal deine ganzen HipHop-Heads? Trotzdem hatte mit Sicherheit jeder Anwesende einen exzellenten Abend. Shoutout an alle!

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