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Classics of the Week #13: J Dilla Special

DILLA

Am Dienstag jährte sich zum neunten Mal der Todestag eines der größten Künstler, die unser Lieblingsgenre jemals hervorbrachte: Am 10. Februar 2006 verstarb der „Mozart des Hip-Hop“, J Dilla, wenige Tage nach seinem 32. Geburtstag an der Blutkrankheit Lupus. J Dilla war dabei kein gewöhnlicher Produzent, sondern zeichnete sich durch ein eigenes Verständnis für Musik, für Beats, für Kompositionen aus. Musik ließ ihn auch in seiner schwersten Zeit nicht los: Seine letzten Europatour bestritt er im Rollstuhl, in seinem Krankenzimmer produzierte er bis zu seinem Ableben und, sofern es der Gesundheitszustand irgendwie zuließ, Musik. Wenig überraschend, dass eine Vielzahl der Projekte Dillas erst nach dem Tod veröffentlicht wurden. Aus der großen Menge an Musik mit Dilla-Beteiligung zwölf Nummern auszuwählen, ist eine eigentlich nicht zu bewältigende Aufgabe. Wir haben es – nach subjektiven Kriterien- dennoch getan. Die folgenden Tracks muss man einfach kennen, haben diese doch mittlerweile längst einen Platz in der Hip-Hop-Historie sicher. Wie so vieles, was Dilla gemacht hat. Da bleibt nur noch eines zu sagen: R.I.P. Dilla, du wirst hier vermisst.

#12: Black Star (Mos Def & Talib Kweli) – Little Brother (Album: The Hurricane O.S.T., Jahr: 1999)
Sample: Roy Ayers – Ain’t Got Time, 1972

Vier Stunden mühte sich J Dilla einst mit Roy Ayers „Ain’t Got Time“ ab, um daraus ein anständiges Samples zu schneiden. Alles (fast) umsonst, denn Dilla war mit dem Endprodukt nicht wirklich zufrieden und platzierte den Beat auf die B-Seite einer Beat-CD. Wie das Schicksal so will, entdeckten Mos Def und Talib Kweli den Beat für sich und nützen ihn für „Little Brother„, welches 1999 auf dem Soundtrack des Films „Hurricane“ erschien.

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#11: Slum Village – Players (Album: Fantastic, Vol.2, Jahr: 2000)
Sample: The Singers Unlimited – Clair, 1982

Obwohl „Fantastic Vol. 2“ schon 1998 fertig gestellt wurde, mussten Slum Village (damals bestehend aus Baatin, T3 und J Dilla) mit einer Veröffentlichung der Platte zwei weitere Jahre warten. J Dilla konnte zu diesem Zeitpunkt schon ein beeindruckendes Portfolio, welches so imposante Namen wie Busta Rhmyes, A Tribe Called Quest oder Erykah Badu beinhaltete, aufweisen. Die Erwartungen an „Fantastic Vol. 2“ trotz oder vielleicht sogar wegen der Verschiebung waren dementsprochen hoch. Und wurden nicht enttäuscht. Besonders Dilla zeigte höchste Beatkunst – im Gedächtnis blieb dabei vor allem „Players„, in dem Dilla ein Sample der Band The Singers Unlimited auf atemberaubende Weise bearbeitete:

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#10: Common – The Light (Album: Like Water for Chocolate, Jahr: 2000)
Samples: Bobby Caldwell – Open Your Eyes, 1980; The Detroit Emeralds – You’re Getting a Little too Smart, 1973

Für die Bezeichnung von „Like Water for Chocolate“ als DAS Common-Album schlechthin benötigt man nicht sonderlich viel Mut.  Für die Single „The Light“ heimste der (nicht unumstrittene) Rapper aus Chicago sogar eine Grammy-Nominierung ein. Produziert wurde der Track, wie so vieles auf besagtem Werk, von J Dilla, der für Commons Liebesgeständnis an Erykah Badu das perfekte Sondbild kreierte (heute ist ja auch Valentinstag – passender wird’s nicht).

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#09: The Pharcyde – Runnin‘ (Album: Labcabincalifornia, Jahr: 1995)
Samples: Stan GetzSaudade Vem Correndo, 1963; Run DMC – Rock Box, 1984

Nachdem Bizarre Ride II the Pharcyde noch komplett von J-Swift produziert wurde, suchten The Pharcyde nach dem Ausstieg des ehemaligem Hauptproduzenten  Ersatz – und fanden diesen in J Dilla, der sechs Beats auf „Labcabincalifornia“ beisteuerte (und mit „Y?“ eine weitere Nummer koproduzierte). Einer dieser Tracks war „Runnin‚“, ausgestattet mit einem Sample des populären Jazzpianisten Stan Getz.

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#08: J Dilla – One Won’t Do (Album: The Shining, Jahr: 2007)
Samples: The Isley BrothersFootsteps In The Dark, 1978; Dick Hyman Alfie, 1969

Obwohl Dilla primär als Produzent wahrgenommen wird, wagte er auch den Sprung ans Mic – als Rapper blieb er jedoch oft  hinter seinen Möglichkeiten zurück. Auf der Pro-Polygamie-Hymne „One Won’t Do“ stolziert zwar Jay Dee locker über den Beat; doch kann diesen nicht die Show stehlen. Die Idee, „Footsteps in the Dark“ von den Isley Brothers zu samplen, hatten zwar schon viele -nur selten wurde so schön umgesetzt wie hier.

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#07: Jaylib – The Red (Album: Champion Sound, Jahr: 2003)
Sample: Cris Williamson – Shine On, Straight Arrow, 1971

J Dilla auf der einen, Madlib auf der anderen Seite. Viel besser geht nicht. 2003 veröffentlichten die beiden ihr (leider) einziges Kollaboalbum mit dem passenden Titel „Champion Sound„. Darauf enthalten: „The Red“ mit einem Sample von Cris Williamsons „Shinge On, Straight Arrow“. Wahnsinn!

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#06: The Roots – Dynamite (Album: Things Fall Apart, Jahr: 1999)
Sample:
Zoot Sims and Bucky Pizzarelli – Indiana feat. Buddy Rich, 1974

Nächste Traumkollabo: J Dilla x The Roots.Dynamite“ auf dem vierten Album des Kollektivs aus Philadelphia legte den Grundstein für weiteren musikalischen Output zwischen dem Detroiter und insbesondere The Roots-Drummer Questlove.

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#05: De La Soul – Stakes Is High (Album: Stakes Is High, Jahr: 1996)
Samples:  James Brown – Mind Power, 1973;  Ahmad Jamal – Swahililand, 1974

In der Hochzeit des Eastcoast-Werstcoast-Beefs bezogen die Native Tongues-Mitglieder De La Soul mit „Stakes Is High“ Stellung – und kritisierten den Werteverfall, insbesondere in der Hip-Hop-Kultur. Produziert wurde der Track von J Dilla, eine seiner ersten Mainstream (wenn man so will)-Produktionen.

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#04: Q-Tip – Let’s Ride (Album: Amplified, Jahr: 1993)
Samples:  Joe Pass –  Giant Steps 1976; ESG – UFO ,1981; The Vibrettes – The Humpty Dumpty, 1973

1999 brachte Q-Tip sein erstes Soloalbum „Ampflified“ auf den Markt – trotz guter Kritiken und Verkaufszahlen (für das Album durfte er sich ein goldene Schallplatte an die Wand hängen) reagierten ATCQ-Fans der ersten Stunden doch ziemlich skeptisch auf dieses Projekt. Und in der Tat: Nicht jeder Track funktioniert so gut wie „Let’s Ride„. Produziert wurde dieser  – wie die ganze Platte, bis auf zwei Ausnahmen („N.T.“ und „Do It„) gemeinsam von Q-Tip und J Dilla. Den Arbeitsvorgang beschrieb Q-Tip auf folgende Weise: “When we would work together, he (J Dilla, Anm. d. Red). would have it, like, 75 percent there and I would add a kick or bass line“

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#03: The Pharcyde – Drop (Album: Labcabincalifornia, Jahr: 1995)
Samples: Beastie Boys – The New Style 1986;
ungeklärt

Neben „Runnin‘“ bliebt aus „Labcabincalifornia“ vor allem „Drop“ im kollektiven Hip-Hop-Gedächtnis, was jedoch primär dem legendären Video von Spike Jonze geschuldet ist. Aber auch Dilla legte – wie so oft – einen außergewöhnlichen Beat vor. Alle Samples konnten bis jetzt noch nicht geklärt werden, das „mmm….. drop“ entstammt dem Track „The New Styles“ von den Beastie Boys.

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#02: Common – Heat (Album: Like Water for Chocolate, Jahr: 2000)
Sample: Tony Allen – Asiko, 1999

Für „Heat“ sampelte J Dilla den nigerianischen Afrobeat-Begründer Tony Allen. Großartiger Beat für einen Common in Bestform.

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#01: A Tribe Called Quest – Get a Hold (Album: Beats, Rhymes and Life, Jahr: 1996)
Sample: The Cyrkle – The Visit (She Was Here), 1967

Das vierte Album von A Tribe Called Quest wurde komplett von The Ummah, einem Produzentenkollektiv bestehend aus Q-Tip, Ali Shaheed Muhammad und J Dilla, produziert. So auch der Track „Get a Hold„, für den Jay Dee ein Vocalsample der Folk-Rockband The Cyrkle verwendete und daraus einen unfassbaren Beat baute. Die Technik, mit Voclasamples  komplett neue Soundlandschaften zu kreieren, wurde von Jay Dee hier zum ersten Mal angewendet. Für den Beat benötigte Dilla laut Homie DJ House Shoes nur 12 Minuten.

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J Dilla „Still Shining“ Documentary:

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(thomki)

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