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Camoflauge Guru

Camoflauge Monk x Lowtech: „Madguru“ mit Wien-Bezug // Album

Camoflauge Guru
(Lowtech Records/VÖ: 03.02.2018)

Der in Buffalo beheimatete Produzent Camoflauge Monk hat vor wenigen Wochen sein neues Instrumentalalbum veröffentlicht – über ein Wiener Label. Das ist wenig verwunderlich, zumal sich Lowtech Records, geführt von DJ Tako, seit gut einem Jahr ausschließlich auf Releases von Underground-Artists aus den Vereinigten Staaten spezialisiert. Vor allem auf Rapper und Produzenten, die sich an rauen Ausprägungen samplebasierter Eastcoast-Klänge orientieren, die seit dem 2010 erschienenen Roc-Marciano-Album „Marcberg“ stetig an Beliebtheit gewonnen haben und eine kleine Neo-BoomBap-Ära eingeläutet haben. Dass derartig kompromisslose, skizzenhaft anmutende Soundbilder bestens mit Gangster-Storys beziehungsweise generell mit aggressiven Lyrics harmonieren, unterstreichen weitere Vertreter à la Conway, Westside Gunn oder Willie The Kid. Abseits der großen Namen stellt nun Lowtech Records eine relevante Adresse für Releases aus dieser stilistischen Ecke dar – zu erwähnen ist etwa „Medellin“ , das vergangenen Sommer als Zusammenarbeit des New Yorker Rappers Smoovth mit dem englischen Produzenten Giallo Point entstanden ist. Das Album basiert auf lateinamerikanischen Samples und verfügt über einen starken Narcos-Flavour. Darüber hinaus sind Werke des Chicagoer MCs Tha God Fahim (u.a. „Adamantium Dojo“ , „Those That Slay Dragons“ ) sowie von Recognize Ali („Allah’s Favorite“ ) über das kleine Wiener Label erschienen.

Auch vom jungen Camoflauge Monk aus dem Griselda-Umfeld stehen zwei Instrumentalalben zu Buche. Nach „ラストリアルニッガ“, das im Dezember erschienen ist, stellt sein neues Werk das bis dato jüngste Lowtech-Release dar. „Madguru“ ist als Hommage an die Produzentengrößen Madlib und Young Guru konzipiert. Die mit vereinzelten Rap-Parts – darunter einer von Westside Gunn – versehene LP fügt sich stilistisch nahtlos an oben genannte Werke an, schließlich bietet sie charakteristisch düstere, jazzige Loops, die teilweise eine bedrohliche Atmosphäre schaffen und dennoch stets angenehm ins Ohr gehen. Wie der gesamte Lowtech-Katalog sind die beiden Alben des Produzenten auf Vinyl erhältlich. Das bietet sich gut an, schließlich leitet Labelboss DJ Tako den in Wien-Meidling stationierten Plattenladen Deep Soul Records und bedient somit mit dem Vertrieb der Alben direkt sein zweites Standbein. Befremdlich wirkende Mondpreise von 1.000 Euro für die digitalen Ausgaben auf Bandcamp verdeutlichen, dass der altbwährte DJ den Fokus der Hörer effektiv auf die Vinyl-Versionen lenken möchte. Diese sind in 300-Stück-Auflagen zu vertretbaren Preisen erhältlich.

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