B. Visible erzählt instrumentelle Geschichten // EP

B.Visible
Foto: Simon Vanhal

Der Wiener DJ und Produzent B. Visible hat vor einigen Tagen seine neue EP „Second Hand“ über das französische Label Cosmonostro veröffentlicht. Stilistisch liegt das Duzz-Down-San-Mitglied irgendwo zwischen instrumentalem HipHop, House und Funk, er ist mittlerweile im In- und Ausland ziemlich erfolgreich und hat unter anderem schon Tracks für Kreiml & Samurai oder Crack Ignaz produziert.

„Second Hand“ heißt die EP deswegen, weil Schattenfiguren immer mit zwei Händen an die Wand projiziert werden, die Titel der Songs beziehen sich dementsprechend wieder auf die Tiere, die durch solch ein Schattenspiel entstehen können. Die vier Tracks der EP sind allesamt gut aufeinander abgestimmt und bilden so ein harmonisches Ganzes aus organischen Klängen. „Die Klangästhetik ist ein wenig als Anti zur ‚Featurebeats-Szene‘ zu verstehen„, meint B.Visible gegenüber The Message.

„Survival“, der erste Track, beginnt beispielsweise mit dem Geräusch von Wassertropfen. In einem Interview meint B. Visible, dass er einmal in betrunkenem Zustand so fasziniert von den rhythmischen Tropfen eines Wasserhahns war, dass er den Ton aufgenommen hat, um ihn später in einen seiner Tracks zu integrieren. Alle vier Stücke sind anfangs sehr ruhig, teilweise fast melancholisch, zu Mitte hin steigern sie sich dann, um zum Ende hin wieder stiller zu werden. Durch diesen dramaturgischen Aufbau entsteht für den Hörer das Gefühl des Geschichtenerzählens.

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