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Austro Round-up

Austro Round-up (KW 25/19)

Neben einem mit österreichischen HipHop-Acts bespickten Donauinselfest brachte die vergangene Woche jede Menge Output. Während Erwin & EdwinInfluenza“ aus ihrem Album „Power“ sowie BibizaTempo“ von „COPYPASTE“ visualisiert haben, brachten Faces & Mirac mit „Tonight“, Yolo Ferrari & Jay Miracho mit „Brenn“ und David Emanuel mit „Du zielst“ neue Tracks heraus. Weiters ist das jüngste A-cappella-Battle von Fate gegen Craze auf dem YouTube-Kanal von DLTLLY erschienen. Auch sonst gibt es viel zu berichten, wie die neue Ausgabe unseres Round-ups zeigt.

Yung Hurn – Cabrio

Nach wochenlangen Ankündigungen scheint nun mit „Cabrio“ das Geheimnis um das immer wieder auf dem Instagram-Account von Yung Hurn auftauchende „Y“ gelüftet zu sein: Es dürfte sich um den Titel eines neuen Albums handeln. Wann es so weit sein wird, ist noch unklar, zumal in der Videobeschreibung zur Single lediglich „Y coming soon“ zu lesen ist. Während die FM4-Bühne beim Auftritt von Yung Hurn am Samstag aus allen Nähten platzte und aufgrund des zu großen Ansturms vorzeitig abgesperrt werden musste, geht es auf „Cabrio“ ruhiger zu: „Spät in der Nacht, sie ruft an und sie fragt, was ich mach / Und ich fahr Cabrio ohne Dach“. Sein 2018 erschienenes Debütalbum „1220“ produzierte überwiegend DJ Stickle, auf dem neuen Song verantwortet sich Mistersir für den Beat, der in der Vergangenheit bereits für einige Live-From-EarthKollegen die Sounduntermalung lieferte.

Dazart & Drexor – Astalavista

Viele Kontraste soll mit „Gangstapop“ das für 20. September angekündigte Album von Drexor und Dazart bieten. Da erscheint es passend, dass sich der Hanuschplatzflow-Veteran und sein junger Kollege von der Crew 96erz vorab als Salzburger Jogginghosengangster mit Goldketten inszenieren – und im Video zum ersten Vorboten „Astalavista“ ihre rabiaten Battle-Lines im edlen Schloss-Ambiente zum Besten geben. Ein vielversprechender Einstieg, der hoffen lässt, dass das dazugehörige Album vom Kontrastschema ausgenommen ist.

Young Krillin & KDM Karat – Trippy

„Fliege auf die Galaxie, auf dem Mars herrscht Anarchie“ – wenn Young Krillin & KDM Karat die Erde verlassen, sind psychedelische Sphären das vorprogrammierte Reiseziel. Ausgestattet mit Filzpappn und dem Ticket zum Mond auf der Zunge gewähren die beiden Einblick in ihre farbenfrohe Exkursion. Nach „Yoga Boys“ dient der von Lars Lichtgestalth produzierte Track als zweiter Vorbote auf die EP „Trippy“, die bald erscheint. Zunächst für 26. September angekündigt, soll es nun doch schon der 28. Juni werden. Tja, man kommt eben schnell mal durcheinander.

Def Ill – Bandersnatch (Lobotomie)

Während die Folgen der Serie „Black Mirror“ mit fesselnden Dystopien für Gesprächsstoff sorgen, sind es beim interaktiven Filmableger „Bandersnatch“ Entscheidungen. Schließlich lässt sich der Handlungsverlauf beim Zuschauen erheblich mitbestimmen. Darauf nimmt Def Ill auf seinem gleichnamigen Track (neben unzähligen Filmreferenzen) Bezug. Einen erfreulichen Ausgang nahm der parallel zur Veröffentlichung gestartete Remix-Contest, bei dem sich Linzer eine Vielzahl an Einsendungen erhielt und so vor einer schwierigen Entscheidung stand, einen Gewinner zu bestimmen. Das Rennen machte letztlich Ezekiel’s Gift, bestehend aus dem D’n’B-Produzenten Mefjus und MC Maksim. Ihr Remix wird auf der „Playtest“-EP landen, die Def Ill am 28. Juni als Hommage an die Netflix-Serie veröffentlicht.

Gerard – Dein Problem

Gerard sitzt im Restaurant, isst alleine ein Schnitzel. Er fährt alleine mit der U-Bahn, trinkt alleine seinen Cappuccino im Café, schlendert alleine nachts durch die Stadt und trinkt alleine an der Bar. Bei allen Szenen im Video ist Gerard alleine. Doch während er auf dem 2014 erschienen Song „Verschwommen“ noch spätnachts einer verflossenen Liebe nachtrauerte, zeigt sich auf „Dein Problem“ ein anderes Problem. „Dein Name am Display, ich drück dich nicht weg / Warum rufst du mich noch an?“. Er geht ran, jedoch mit dem Wissen, was gleich folgen wird. „Lass mich raten – wolltest fragen wie es mir geht, nur um mir paar Sätze später gleich ins Wort zu fallen, du hättest da ein Problem“. Doch Gerard stellt klar: „Ist nicht mehr mein Problem“. „Dein Problem“ erschien fast zeitgleich zum zweiten Geburtstag von „AAA“. Dabei gesteht Gerard, dass „AAA“ womöglich sein letztes Album im herkömmlichen Album-Format sein könnte. Ein musikalischer Vorbote auf einen Nachfolger scheint „Dein Problem“ also nicht zu sein.

Chakuza – Lost Songs | Eines Tages

Nach dem Album ist vor dem Album. Oder so ähnlich. Erst Ende Mai veröffentlichte Chakuza „Aurora“, am Freitag folgte sein mehr oder weniger neues Projekt „Lost Songs“. Darauf befinden sich 15 Songs aus den Jahren 2005 bis 2018, einige davon waren bis dato unveröffentlicht. „Eines Tages“ dürfte Chakuza-Fans bereits bekannt sein. 2010 als „16bars.de Exclusive“ veröffentlicht, findet der Song nun auf „Lost Songs“ Platz. Zu diesem Anlass wurde auch ein Video gedreht. „Ich stehe nachts noch an der Tanke, denn ich brauche Sprit / Verdammt und nicht nur für die Karre, sondern auch für mich, traurig nicht?“ Der Song ist zwar über neun Jahre alt ist, mit seinem Sound und seiner Ehrlichkeit scheint er auch den heutigen Chakuza widerspiegeln zu können.

Mavi Phoenix – Ugly

Einen starken Kontast zum kürzlich erschienenen Video zu „Romantic Mode“, in dem Mavi Phoenix fröhlich beim Verteilen von Rosen in Peking zu sehen ist, bietet „Ugly“. Einleitend sinniert sie darüber, wie aufwendig und teuer das Produzieren von Musikvideos im Regelfall ist. Pragmatisch gedacht, ließ sie ein DIY-Video folgen, aufgenommen im – nicht eigenen – Zimmer. Nach der Reihe zählt sie auf, bei wem sie sich nicht meldet, was sie alles nicht erledigt und sonst so verabsäumt. “ It’s nothing new that you try to judge me / that’s ugly so ugly“, lautet ihre klare Botschaft an alle Hater. Für Konzerte ist Mavi Phoenix jedenfalls nicht zu faul, wie die vielen Festival-Auftritte im Somme und die feststehenden Termine ihrer „Ugly“-Tour im November zeigen.

Ansa & Forty – Sorgenfrei Pack(et)

„Komm buch‘ mit uns das Sorgenfrei-Paket – Money, Money, Pool, Strand, Party. Jeden Tag Happy Holidays“ – die zweite der vier geplanten Singles von Ansa & Forty steht ganz im Zeichen des heiteren Lebens zwischen Balkonien, der kalifornischen Sonne und London. Zwar thematisiert Ansa auch, dass es nicht immer ganz leicht sei, mit seinen zwei Kids über die Runden zu kommen, doch letztlich gehe es darum, das Leben zu genießen. Also ab in die britische Hauptstadt, wo das Handyvideo zum sommerlichen Track zwischen prominent gelegener Hotelsuite und West-Ham-Matchbesuch im Olympiastadion entstanden ist. Bleibt nur noch offen, welche Ladies das Sorgenfrei-Paket mit den beiden Buchen wollen.

Dacid Go8lin – Feel Good

Im Alleingang hat Femme-DMC-Gründerin Dacid Go8lin ihrer neuen Track „Feel Good“ gestaltet – den minimalistischen Beat unter dem Alias Duff Daddy. Wie auf ihrer 2018 erschienenen „Qart“-EP setzt die Wienerin auf albanische Lyrics, diesmal gepaart mit einigen englischen Einwürfen, von denen sich besonders das wiederkehrende „I Just wanna feel good“ einprägt. Im Video – gefilmt von Kollegin Dykris – posiert sie dazu am Hausdach.

Text: Simon Nowak & Chiara Sergi

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