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Austro Round-up

Austro Round-up (KW 12/19)

Auch abseits der neuen EP der Wien-Brooklyn-Connection Izza Nami war in der vergangenen Kalenderwoche einiges los.

Killah Tofu – Scarraphon

Seit ihrem 2017 erschienenen Debütalbum „Do The Pump“ spielten Killah Tofu jede Menge Shows und konnten sich rasch einen Ruf als erstklassige Liveband erarbeiten. Vor einigen Tagen sorgte die Wiener Jazzboyband, bestehend aus Aaron Steiner an den Keys, Joachim Huber am Bass und Michael Naphegyi an den Drums, mit „Scarraphon“ für den zweiten Longplayer-Streich. Erneut lassen die drei Protagonisten groovige Jazzklänge mit markanten, atmosphärischen Synth-Sequenzen verschmelzen und hieven den selbsternannten „Jazzpfunk“-Sound auf ein neues Level. Vereinzelt sorgt Eveline Schmutzhard für vokale Unterstützung. Erschienen ist das Album über das Label mit dem klingenden Namen Füdla Records, die Bedeutung des wunderbaren Wortes kann jeder für sich im Xibergerisch-Wörterbuch nachschlagen. Live zu sehen sind Killah Tofu in den kommenden Tagen in Graz, Innsbruck und Feldkirch, am 03. April folgt die Wiener Releaseshow im Chelsea.

Lylit – Aurora EP

Vorab bereits durch die beiden Singles „Blocks“ und „Overload“ angekündigt, konnte Lylit am 22. März mit der „Aurora“-EP ihre dreijährige Releasesperre beenden, die ihr ein Altvertrag mit einem US-Label eingebrockt hatte. Auf vier Synth-getragenen Tracks präsentiert sich die stimmgewaltige diese Zuschreibung istin ihrem Fall wirklich angebracht Sängerin persönlich, bezieht sich etwa aufs Loslassen von alten Träumen und das Abschließen mit der schwierigen Zeit, in der sie keine Musik releasen durfte. Aktiv blieb sie in dieser Zeit dennoch, da sie den Fokus verstärkt aufs Songwriting legte. Etwa für ein Album von Conchita Wurst, das demnächst erscheinen soll. Bei diesem übernahm Lylit neben dem gesamten Songwriting auch die musikalische Komponente – ganz im Gegensatz zu ihren eigenen Songs, bei deren Produktionen sie die Unterstützung von Andreas Lettner bekommt. Im Rahmen einer kleinen Österreich-Tour ist Lylit unter anderem am 02. April im Porgy & Bess zu sehen.

Al Pone & Spello – Grazrapprinzip

„Wir sind die einzig echten Rapper hier in Graz“, stellen Al Pone & Spello auf ihrem neuen Track mit dem passenden Titel „Grazrapprinzip“ fest. Mit Augenzwinkern, zumal mit Wolfi F. von siebzig Prozent ausgerechnet ein befreundeter Grazer Rap-Kollege den gut ins Ohr gehenden Beat beigesteuert hat. Stilistisch schlägt man ohnehin in eine ähnliche Kerbe, „tiafa Konsumentenrap“ verbindet. Die erste Auskopplung aus ihrer EP „Tussastop“ legt die Messlatte ziemlich hoch. Auch das Video ist astrein sogar mit eigener Story und ziemlich gutem Humor, wobei wir auch nichts anderes von den beiden Battle-MCs erwartet haben. Zwar trägt Spello im Video eine Honigdachs-Haube, am 19. April erscheint „Tussastop“ dennoch über Heiße Luft sowohl als Kassette (wie retro, uh) als auch digital. – Max Cornelius

Ael Deen & Tizudemjay – Swayze

Für massig Filmreferenzen sorgen Ael Deen und Tizudemjay, die musikalisch voll am Zahn der Zeit sind. Auf einem Beat von Vicious Creep liefern die Jungs mehr als zufriedenstellende Qualität direkt aus der österreichischen Hauptstadt und konstatieren: „In fünf Jahren sind wir Mainstream.“ Wir drücken den beiden die Daumen und sind gespannt auf 2024! – Max Cornelius

Fuchs MC feat. A.geh Wirklich? – Favoriten (Heimat Leiwand Teil 2)

„Wien X is besser, nur der Ruf ist schlecht, bei uns im Grätzl san Prolos no echt“ – die alteingesessenen Favoritner Fuchs MC und A.geh Wirklich? würdigen auf „Favoriten (Heimat leiwand 2)“ ihr Habitat. Dabei nehmen sie Bezug auf gängige Klischees über den gefürchteten und verschrienen Multikulti-Arbeiterbezirk im Süden Wiens und betonen, dass zwischen Ankerbau und Triesterstraße im Wesentlichen eh alles passt. Der Beat stammt von Fuchs MC, das Handy-Video mehr Untergrund geht nicht bringt neben dem „Mundl“-Setting in der Hasengasse und dem Erholungsgebiet Wienerberg einige Facetten von 1100 zur Schau.

Vially & Escobar Beats – Uhladidadida

Munter weiter geht’s bei Vially und Escobar Beats. Bereits Anfang März präsentierte das „Salzburgenland“-Duo bereits „Done“, wo Vially die gescheiterte Beziehung zu seiner ehemaligen „Donna Imma“ verarbeitete. Nun scheint es mit der neuen Flamme auch schon wieder zu kriseln, wie „Uhladidadida“ impliziert. Ob der vielen positiven Erinnerungen und Zuschreibungen scheint es aber noch Hoffnung zu geben, während der Rapper alleine im Wald grübelt. Oder es dreht sich doch um dieselbe und die Reihenfolge der Video-Releases stimmt nicht mit der Handlungsabfolge überein.

Aykay – Richtung Million

Der Simmeringer Aykay – nicht zu verwechseln mit seinem Grazer Kollegen AyKay – möchte hoch hinaus, und zwar „Richtung Million“. Auf der gleichnamigen Single rappt er mit ansprechendem Flow und über seine ambitionierten Pläne, den entspannten, gefälligen Boombap-Beat hat er selbst beigesteuert. Im Low-Budget-Video präsentiert sich Aykay, als wäre der „Ecko Unltd“-Werbedeal schon eingeheimst.

fface128 – Smoked Out Solos Vol. 1

Vergangene Woche noch von uns übersehen: Der im 808-Factory-Camp verwurzelte fface128 startete mit dem Mixtape „Smoked Out Solos Vol. 1“ eine kleine Release-Serie und unterstreicht seinen selbst auferlegten Status als „Soundcloudrapper“. Auf acht Tracks dominieren Memphis-Phonk-Klänge, fface128 präsentiert sich in Battlelaune. Als einziger Featuregast ist der Rostocker Escape von Kkorpus Delikkti vertreten.

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