Austro Round-up // Videos

Hilfe, wir kommen nicht mehr hinterher. Und deswegen wäre es auch verwerflich, den österreichischen Rapper und Rapperinnen vorzuwerfen, träge zu sein. Zu viele Videos sind in den vergangenen Wochen erschienen, um alle adäquat zu präsentieren. Deswegen in geballter Form eine Auswahl der frischesten Videoreleases im Staate Österreich.

Mit Misstrauen wurde das neue Video zu „Vienna Sausage“ von Kreiml & Samurai beäugt. Mit fragwürdigen Denglisch-Phrasen versehen die beiden – normalerweise auf Wienerisch rappenden – Untiere ihre Punchlines. Nicht gerade „the yellow from the egg“. Ein Blick aufs Datum verschafft Klarheit – der Track war wohl nur ein kleiner Aprilscherz. Dafür absolut ernst gemeint: Die beiden spielen neben Haiyti, Trettmann, Def Ill, T-Ser und vielen mehr am 10. Juni bei unserer Geburtstagsparty in der Grellen Forelle. Mehr Infos hier.

Ähnlich humorvoll geben sich die 5/8erl in Ehr’n, die unter anderem unserem Bundeskanzler Christian Kern und Gianluigi Buffon sowie Jesus von Nazareth einen Song widmen. Der Track stammt übrigens aus dem neuen Achterl-Album „Duft der Männer“, das am 9. Juni in der Arena Wien vorgestellt wird.

Viel wurde gerätselt. Wo ist dieser Left Boy? Warum macht er keine Musik mehr? Was ist mit dem Album? Lebt der Typ überhaupt noch? Ja, das tut er. Er atmet, er rappt und am wichtigsten – seine Finger sind gut manikürt. “CHAPTER TWO : YOUNG GOD“ setzt da an, wo “FERDINAND : CHAPTER ONE“ aufgehört hat und kommt mit gewohnt lebhaften Drums in Begleitung eingängiger Vocalsamples, garniert mit wummernder Bassline daher. Der spielerische Humor ist Left Boy nicht vergangen, schlagfertig nimmt er seinen Umgang mit Druck und den Hype, den die Medien um seine Person generieren, aufs Korn. Left Boy ist zurück und seine Zielsetzung formuliert: „Back on top soon.“

Der Linzer Rapper CHiLL-iLL ist schon seit Langem in der HipHop-Szene aktiv – als DJ, Produzent und Rapper. Mit „Rohkost“ zeigt er die bereits dritte Videoauskopplung aus seiner „Trieb:Werk“-EP. Mit dabei ein paar bekannte Gesichter aus dem österreichischen Rap-Kosmos wie Akinyemi von Hinterland, Kensee (der auch Regie geführt hat) und hinter dem Mix & Masterin steckt Flip.

Auf einen Ja:kova-Beat rappt Nora Mazu über Ping-Pong-Gefühle im Kopf und das Buffet des Lebens. Der Track stammt aus ihrer Solo-EP „Headonismus„, das durchkonzipierte Video von simp & nita., die auch schon für einige Videos für Shawn The Savage Kid verantwortlich waren.

Die sechsköpfige Band Shiny Crack Gordon aus Graz spielt in einer Besetzung aus Drums, Bass, Keys, Synthesizer, Rap und Gesang. Mit HipHop als musikalischem Background bringt das 2012 gegründete Kollektiv eine Mischung aus Funk, Soul, Elektro und Rap auf die Bühne. Gefragt nach dem außergewöhnlichen Bandnamen heißt es nur: „Es handelt sich um einen Kunstbegriff, der in einem kreativen Prozess entstanden ist. Bleibt also viel Platz für Interpretation.“

Und zum Abschluss: Die Hymne für die U6, die in der warmen Jahreszeit wieder zu einem besonderen Hochgenuss wird. Auch wenn Cozy Banks dabei wie viele andere Autotune-Rapper klingt, ein bisschen können wir uns doch alle mit der Freakshow zwischen Floridsdorf und Siebenhirten identifizieren.

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