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Arrested Development Wien Review

Kaum vom Strom runtergekommen warteten am Montag Arrested Development in der Wiener Arena. Eine Band die mit vielen anderen das Schicksal teilt, nie auch nur annährend an ihr Debütalbum herangekommen zu sein. Was die US-Formation aber offensichtlich nicht mehr frustriert, sondern zu Live Profis gemacht hat…

Nach viereinhalb Jahren beehrte die siebenköpfige Band (darin inkludiert: zwei Gitarristen, zwei Sängerinnen, ein Schlagzeuger, ein Back Up) wieder Wien. Die Arena war für einen Montag gut besucht. Bereits kurz vor halb Zehn ging die Show los. Von Beginn weg war klar, dass die Live Performance weiter perfektioniert wurde. Kein Wunder schließlich entwickelte man sich in den letzten Jahren klar zu Tourband. Allein für den Juni standen der Band rund 20 Konzerte in Deutschland und im Raum Ex-Jugoslawiens bevor. Frontmann Speech und seine Mitmusikerinnen harmonierten auch in Wien fast fehlerlos: was geboten wurde war eine Mischung aus Rap, Gesang, Soul, Funk, Pop und leichtem Reggae Einschlag.

Das Publikum reagierte von Beginn weg sehr dankbar, wenn nicht frenetisch. Von fünf bis sechzigjährigen war alles nur keine Gesichtsaudrücke à la „Ich weiß alles, kenn alles und mein New Yorker Kapperl ist der Beweis dafür“, anzutreffen. Der Älteste im Konzertsaal blieb aber dennoch Bassist Baba Oje´ mit seinen angeblichen 77 Jahren.

Wie nicht anders zu erwarten wurde vor allem auf die Klassiker wie „Tennessee“, „Mr.Wendal“ und „People Everyday“ vom mittlerweile fast 20 Jahre zurückliegenden Debütalbum „3 years, 5 months and 2 days in the life of…“ tanzend geantwortet. Der Sound war zwar nicht perfekt, Speech wusste aber den Tontechniker und seinen Back Up One Love, der auch zeitweise die Turns bediente, mit Zeichensprache zu Korrekturen zu bringen. Etwas was sich allzu viele heimische Rapper mit ihren „Rewind“, „Erstes Mikro lauter“, „Stimme am Monitor…“ Durchsagen während dem Auftritt, dankend abschauen könnten.

httpv://www.youtube.com/watch?v=c_6aqf08ok4

Die fast halbstündige Zugabe wurde von einem Bass-Solo von Bandmitglied Za´, der unterem anderem bereits mit den Roots und Herbie Hancock zusammenarbeitete, eingeleitet. Es brachte ohne zu übertreiben den ganzen Raum zum Vibrieren. Die eineinhalbstündige Live Show inklusive Reminiszenzen an A Tribe Called Quest und die 4 Non Blondes war sehr energiegeladen was auch den beiden SängerInnen Tasha Larae und Montsho Eshe zu verdanken war, die auf einer Linie mit Speech agierten. Back Up One Love durfte auch ein paar Parts kicken und machte seine Sache ebenso sehr gut, weil fehlerfrei. Es bleibt nur zu hoffen, dass man hierzulande nicht wieder fast ein halbes Jahrzehnt auf den nächsten Arrested Development Auftritt zu warten hat, denn Durst hätten sie wohl noch…

Text&Fotos: JB






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