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Adrian Younge trippt mit Jack Waterson

Das Album-Cover in bester 70er Jahr Manier.

 

Jack Waterson ist das Acid, das Adrian Younge als Kind nie genommen hat. Der Blaxploitation-Beatmaker geht auf seinem neuesten Albumprojekt „Adrian Younge presents: Jack Waterson“ eine Symbiose mit der experimentellen Siebziger-Ikone ein. Das Resultat ist zugleich farbenfroh und dunkel und voller klanglicher und musikalischer Überraschungen.

Die kreative Beziehung der beiden wirft Fragen über die Gesellschaftsordnung in den USA auf. Und doch ist es eine uramerikanische Geschichte über seelenverwandte Gleichgesinnte. Im trippigen Videoclip zur neuen Single „Smile“ durchlebt Jack einen Acid-Trip. Nicht so weit hergeholt, zumindest nicht für Waterson würde man meinen. Als Kind des Punk-Rock ist er deutlich älter als Younge.

Punk-Rock und HipHop entstammen ja demselben Geiste und sind durch ähnliche Gefühlslagen entstanden: junge Menschen, die sich ihre Musik zurückholen und damit ein neues Publikum erschließen. Jack Waterson kommt aus der Punk-Szene der Siebzigerjahre und begann seine Musikerkarriere 1979 als Gründungsmitglied von Green on Red. Mit ihrem psychedelischen Ansatz inspirierten sie Bands wie My Bloody Valentine, Wilco und Mazzy Star. Später eröffnete Waterson Future Music, einen beliebten Laden für Vintage-Musikinstrumente in Los Angeles. Wo die beiden sich treffen sollten.

Im Jahre 1999 erkannte der 18-jährige Adrian Younge, dass er Musik machen wollte, die klingt, wie die Originalsongs, die er für seine Beats samplete. Zufälligerweise landete er damals schon in dem Future-Music-Laden von Waterson – und sah im dortigen Equipment die Möglichkeit, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Fasziniert von dem Store, der Studiogeräte anbot, die vor dem Jahr 1983 gebaut wurden, wurde Waterson eine Art Mentor für Younge, der ihn in seinem Vorhaben, alte analoge Sounds zu reproduzieren, unterstützte. Sie tauschten sich viel über die Bedeutung von Vintage-Geräten und deren Verwendung in einem neuen Kontext aus.

In dieser Zeit schulte Waterson Younge auch in Psych und ArtRock – und Adrian wiederum Jack in den Ursprüngen von HipHop und der Kunst des Samplings. Als kreatives Duo, das auf jedem Album, das Younge im letzten Jahrzehnt veröffentlichte, zusammenarbeitete, entwarfen sie neue Klangwelten. Das Album „Adrian Younge presents: Jack Waterson“ ist nun der erste gemeinsame Langspieler der beiden.

Das Album verirrt sich in impressionistischen und psychedelischen Welten, und hinterfragt, was wirklich real ist – und welche Rolle man selbst als Einzelner auf diesem Planeten spielt. Die beiden Seelenverwandten haben damit ein filmisches Psych-Album erschaffen, das kaum stilistischen Grenzen kennt. Auf den zehn Albumtracks stellen sie das Konzept von schwarzer und weißer Musik auf den Kopf – HipHopBreaks treffen auf Acid Rock.

 

 

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