Kräftebündelung bei 19hundertSchnee, Böser Wolf & Emil F. // Split-Album

19hundertSchnee
(Heiße Luft/VÖ: 30.03.2018)

Beim Wiener Label Heiße Luft kommt es derzeit zu einer regelrechten Flut an Releases. Nachdem vor wenigen Wochen Fellowsoph seine langersehnte „Ausblick“-EP veröffentlicht hat, ziehen nun gleich zwei Crews nach. So sind die EPs „BIZANGO“ von Böser Wolf & Emil F. und „3 Ecken, 1 Elfer“ von 19hundertSchnee jeweils am 30. März erschienen. Sie bilden eine Split-Vinyl, die via Bandcamp sowie am 7. April bei der Releaseparty im Einbaumöbel erhältlich ist.

Böser Wolf & Emil F. – BIZANGO

Wenn der bei Huhnmensch und 19hundertSchnee aktive Produzent und Rapper Emil F. auf den bösen Wolf trifft, sind tierische Bars auf entspannten Beats vorprogrammiert. Was schon auf der 2016 erschienenen „Tiere sind cool“-EP galt, kommt nun auf „BIZANGO“ zur Fortsetzung. Das betrifft vor allem den Opener „Eulen vor die Säue“ sowie den mit den Featuregästen Kreiml & Samurai bespickten Tier-Aufstand-Track „Zurück in die Bäume“, der artgerecht vom „Schweinehund-Huhnmensch-Dschungelbuch“ handelt. Abseits davon sind – wie der EP-Titel verrät – jede Menge Voodoo-Bezüge vertreten. Damit geht auch ein Schauplatzwechsel einher, denn karibische Inseln und die Wüste Arizonas ersetzen temporär den Wiener Beton. Besonders gut kommt diese Atmosphäre bei „Teufel im Detail“ mit Feature von Pi Papo vor, das auf dem düster-betrübten Sample „Mississippi Mud“ von Black Blood & the Chocolate Pickles basiert.

19hundertSchnee – 3 Ecken, 1 Elfer

Auf dem zweiten Teil der Doppel-EP wird der obige Featuregast Pi Papo zu einem der Hauptdarsteller, bildet er doch gemeinsam mit Emil F. das Duo 19hundertSchnee, das nach einigen Jahren Pause mit „3 Ecken, 1 Elfer“ auf die Bildfläche zurückkehrt. Die Hörer werden dabei schlagartig gen Wien zurückkatapultiert. Strawanzer-Zeilen prägen die Tracks, die im Vergleich zu „BIZANGO“ ichbezogener gehalten sind und damit realitätsnäher erscheinen. Mit reichlich Selbstironie beschreiben die beiden Rapper das Absandeln im Großstadtsumpf. Tracks wie „Boden ist Lava“ oder „Affendynastie“ setzen damit fort, was die altbekannte Nummer „Altwiener Zinshaus“ sowie der kürzlich mit Video ausgestattete Vorbote „Owezahra Blues“ bereits manierlich angedeutet haben.

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