Sebokill – Bettelrap

(Eigenvertrieb)

„Ich werf ein Stein wie Albert“ – mit dieser (Punch)line schmückt der Wiener Sebokill seine Homepage. Der knapp 30-Jährige wird dieser recht mittelmäßigen Zeile auf dem neuen Mixtape „Bettelrap“ ziemlich gerecht. Nicht allerdings was etwa rebellisches Steinewerfen in Wien-Liesing betreffen sollte, sondern viel eher dem Qualitätslevel seiner musikalischen Fähigkeiten. Sebokill ist nicht gerade das, was man gemeinhin als aufsehenerregenden oder spektakulären Ausnahme-MC betrachtet. Mit seinem bislang dritten Solorelease „Bettelrap“ wird sich dieser Status nicht ändern.
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Man kann Sebokill prinzipiell wenig ankreiden. Die Flows passen, die Zeilen werden am Takt getroffen und es wird je nach thematischer Ausrichtung mit der Stimme variiert (zwischen Hochdeutsch und ein wenig Slang-lastigerem Style). Die Beats sind traditionell gehalten – zwar findet man auf „Bettelrap“ keinen Retro-Sound von ´93, aber auch keine Synthiegranaten. Damit ein wenig Abwechslung reinkommt, wurden diverse Feature mit ans Bord geholt: Einige davon stechen hervor, andere eher weniger, und so mancher Gastbeitrag lässt den Hörer ein wenig ratlos zurück (z.B. Jamin auf „Eini Eini“). Inhaltlich versucht Sebokill ein breites Spektrum zu bieten: Storyteller, Thementracks, Alltagsprobleme, einfache Geschichten aus dem Leben – ja, ist für jeden etwas dabei. Ah, und natürlich gibt’s auch noch ein paar Scratches und Cuts. Für die hat DJ Amin M gesorgt und hat damit etwa die gute Nummer „Plan S“ verfeinert.
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Was ist dann also das Problem an „Bettelrap“? Das Tape ist tatsächlich ganz nett und Sebokill bleibt die gesamte Spielzeit über konstant auf seinem Level. Dennoch: Egal wie man es dreht und wendet – auf „Bettelrap“ regiert einfach das brutale Mittelmaß. Mit Thementracks über seine Leidenschaft für Computerspiele ist man nicht unbedingt das, was man einen übertriebenen Trendsetter nennt. Das hat es einfach schon zu Genüge gegeben. Die Beats sind wie bereits erwähnt sehr brav – zumindest ein kleines bisschen Mut für Innovationen wäre ganz interessant gewesen. Sebokill selbst rappt in seinem Wiener Hochdeutsch ganz gut dahin, aber auch hier fehlt einfach ein wenig mehr Präsenz und das besondere Etwas. Wenn die Droogieboyz rappen, wirkt das bei den Herren RnG & Guilty authentisch und eigen. Wenn Sebokill hingegen rappt, könnte man ihn genauso gut mit irgendwelchen Standardrappern aus Liesing auswechseln und kein Mensch würde es merken. Nichts gegen Rap aus dem Leben eines ganz normalen Menschen, doch an der Umsetzung könnte man im Jahr 2013 doch mal neue Schritte außerhalb des normalen „Beats + Raps“-Kontextes setzen.

„Bettelrap“ ist zusammengefasst eine äußerst durchschnittliche Angelegenheit. Raps okay, Beats okay – nach dieser Lösungsformel geht das Tape schon in Ordnung. Vor allem wenn wir uns noch in der Jahrtausendwende bewegen würden. Sebokill hat hier wenig falsch, aber auch nichts besonders außergewöhnlich gemacht. Nicht jedermann muss Rap neu erfinden – viel Spaß macht dieser Standardrap im Jahr 2013 aber eben auch nicht.
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(AB)

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