Robots Don’t Sleep – Mirror

robots dont sleep
(Four Music (Sony Music)/VÖ: 25.4.2014)

Der hessische Berliner Robot Koch hat sich in den letzten Jahren durchaus einen Namen gemacht – besonders in der Producer/Beatmaker-Szene, in der seine Leidenschaft zu elektronischen Sounds diversester Genres mit Lob überhäuft wird. Aber auch deutsche Rapper (neben internationalen Artists wie John Robinson oder Cerebral Vortex) diggten den ein oder anderen Beat aus der Koch’schen Beatschmiede. Das Ergebnis: Robert Koch darf sich zwei Goldplatten, nämlich für „XOXO“ und „Zurück in die Zukunft“, an die Wand hängen. Doch neben der Zusammenarbeit mit Sprechgesangsartisten (Farid-Voice) und den Soloarbeiten sind es seine Kollaborationen mit SängerInnen, auf die es besonders zu achten gilt.

So nützen u.a. Numaads, Graciela Maria (etwa für das großartige Through the Night“), Susie Suh oder der aus Kansas City stammende John LaMonica die spezifischen Soundwelten des Robot Koch. Mit John LaMonica gibt es schließlich eine längere Beziehung, die nun in das lang angekündigte Robots Don’t Sleep (so der Name der Gruppe)- Album „Mirror“ mündet. Wie gut das Duo LaMonica/Koch harmoniert, wurde ja schon einige Male bewiesen: Man denke dabei etwa an die Tracks „Heal“ und „Nitesky“ (wurde sogar in der US-Teeniesoap „Teen Wolf“ verwendet, wie diverse Kommentare auf YouTube bezeugen) oder die 2012er „Robots Don’t Sleep“-EP. Erinnerungen an die angesprochene EP werden auch bei „Mirror“ gleich wach, findet doch der Hit „Don’t Wake Me Up“ hier wieder Verwendung. Ansonsten gibt es nur neue Nummern, wobei die meisten sich auf einem ähnlich hohen Level wie „Don’t Wake Me Up“ einpendeln. Egal ob „Trouble“, „Satellite“, oder „Happy People“: Alles Hits, deren Erfolgsrezept in den atmosphärischen Sounds als auch in der überzeugen Gesangsleistung liegt.

John LaMonica liefert so den regelmäßigen Beweis, dass in ihm ein mehr als fähiger Vokalist schlummert. Der eben perfekt mit den Beats Robot Kochs harmoniert. Dieser zeigt sich wieder enorm variantenreich und taucht in unterschiedlichste elektronische Gefilde ab – eine Kategorisierung ist aber erneut unmöglich, zu mannigfaltig stellen sich die Einflüsse dar, zu variantenreich sind die Sounds. Textlich findet vieles auf der persönlichen Schiene statt, ohne dabei richtig dick aufzutragen. Klar, es handelt sich bei „Mirror“ um ein Popalbum, ohne Zweifel – und nach dem richten sich auch die textlichen Ambitionen. Aber LaMonica bewegt sich auf durchaus herzeigbarem Niveau, genretypische Fremdschamattacken gibt es hier nicht. Und bevor ich es vergesse: Der Beat zu „Run“ gehört wohl zu den sicksten in 2014. Ganz großes Kino. Große Scheibe. Unbedingt auschecken.

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(thomki)

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