The Red Gold and Green Machine – Planet Africa

VÖ: 09.06.2014
Water The Plants/VÖ: 09.06.2014

 Dass der Bekanntheitsgrad keinen Maßstab für die Qualität eines Produktes darstellt, sollte jedem bewusst sein, wäre sonst die folgende Gruppe schlechter als nur bedingt talentierte Kollegen wie Tyga. Die Rede ist von The Red Gold and Green Machine, bestehend aus drei, durchaus talentierten, Personen, connected zwischen Los Angeles und Kanada.  Zu schade wie unbekannt sie sind, denn Alben wie “Planet Africa“ bringen dem Markt deutlich mehr als so manch neues Trap-Release. Sie selber ordnen ihrer Musik den folgenden Genres zu: HipHop, Reggare, Soul, Funk, R&B, Jazz und Electro. Klingt verrückt? Ergibt jedoch bei dieser Umsetzung ein in sich verdammt stimmiges Gesamtpaket. Eine Vorwarnung für alle Pessimisten: Es ertönen fast ausschließlich optimistische Töne. Die gesamte Inszenierung ist stets fröhlich und positiv – ohne dabei auch nur eine Sekunde lang auf gekünstelte Emotionen zu setzen. Genau darin liegt auch eine der großen Stärken des Releases.

Schon der Auftakt, in Form von “Alarm Clock“, überzeugt durch eine harmonische Mischung aus Gesang und Rap. Das wurde noch dazu in einem bunten Gewand gekleidet. Diese Musiker lieben ihren Job und beweisen dies unter anderem in “Live!“ Unter einem, leider fragwürdigen, Beat behaupten sie selbstbewusst, jedoch keineswegs arrogant, dass man ihnen einfach nur ein Mikrofon geben müsse, woraufhin sie großartige Leistungen abliefern würden. Es folgt danach mit “No. 2“ eine endgültige Liebeserklärung an die Musik. Wenn die drei Interpreten meinen, sich niemals dem Markt zuliebe biegen zu würden, dann wirkt jene Aussage erschreckend authentisch. Mit “Stop Trippin (open your Eyes)“ wird wohl so nett, friedlich und stilvoll wie noch nie zuvor dazu aufgerufen, sich nicht immer so sehr aufzuregen.

Durch solche Nummern weiß das Werk zu überzeugen, doch für ein “sehr gut“ hätten ein, zwei Lieder mehr Schliff benötigt. So ist die Idee hinter “Dancin with the Devil“ hervorragend, doch das Potenzial wurde nicht genügend ausgeschöpft. Auch “Stalker“ hätte bei dem Talent der Künstler deutlich besser ausfallen können. Das ist jedoch durchaus Kritik auf einem hohen Niveau, denn es bleibt ein atmosphärisches Werk.

Fazit: Planet Africa ist eine klare Empfehlung. So harmonisch, aber nie aufgesetzt, und noch dazu konsequent, kommen nur wenige Alben daher. Durch jene klare Linie stehen zwar einige Lieder zu wenig für sich alleine, wodurch es auch “nur“ für ein “gut“ reicht, doch trotzdem wird man 37 Minuten lang prima unterhalten. Solche Releases hätten deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient, als es momentan der Fall ist.

(CS)

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