Scrabble mit dem Parkwaechter // The Message Videopremiere

parkwaechter harlekin the message premiere
Foto: David Visnjic

Parkwaechter Harlekin ist zurück. Nach einiger Schaffenspause gibt es mit „Unterdessen Dann“ als The-Message-Videopremiere ein kräftiges Lebenszeichen aus dem sonst eher verschlafenen Baden bei Wien. Wie man es von der Arbeit des Freigeistes gewohnt ist, kann auch der leidenschaftlichste Schubladisierer nicht ohne Weiteres Klarheit über die Gestalt des Gebotenen erlangen. Vielleicht ist der Fakt, dass die visuelle Untermalung stark an ein Scrabble-Spiel erinnert, schon Hinweis genug: Die Wortspielerei bleibt liebstes Hobby des Parkwaechters. Eine bunte Grauzonenbesetzung zwischen kitschigem Pop und experimentellem Rap. Jedenfalls sind Puristen hier an der falschen Adresse. Inhaltlich wie musikalisch fordernd, oder vielleicht doch nur das geglückte Experiment, lediglich einen Satz pro Strophe zu „verschwenden“. Der Rezipient muss das entscheiden.

Was man serviert bekommt, klingt neu und anders und erinnert dennoch unverkennbar an die beiden vorangegangen Alben „Liebe“ und „Die Unentschlossenheit der Türen“, welche ebenfalls auf Problembär Records erschienen sind. Ach, und apropos Album, ebenso eines ist nahezu fertig und wird unter dem klingenden Namen „Zum Fleiss“ bereits im herannahenden März erscheinen. Man kann von einer geballten Ladung Konventionsbruch ausgehen.

Dass der Abstand zwischen diesem und dem letzten Langspieler des Parkwächters beinahe vier Jahre beträgt, ist auf die sukzessive Erweiterung seines Betätigungsfeldes zurückzuführen. So existiert seit 2013 das zusammen mit theclosing gegründete Wolkenvorhangkollektiv, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, internationale Acts auf Wiens Bühnen zu bugsieren. Bookings wie  Serengeti, Busdriver und Bleubird spiegeln sowohl den Erfolg als auch die Selektivität dieser Unternehmung wider. Wie Parkwaechter Harlekin selbst geht es um Künstler, welche sich ungern in Genres zwängen lassen. Nun gibt es aber vorerst wieder etwas vom Besagten selbst zu hören. Die Worte werden ihm nicht ausgehen.

„Zum Fleiss“ erscheint am 17. März 2017.

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