Just for the Record #63: Enaka

Enaka

Foto: Daniel Shaked

Enaka bezeichnet die Musik, die er produziert, gerne als “Boomtrap”, also eine Mischung aus klassischem Boombap und modernen Trapkreationen. Gerade hat er für seinen ehemaligen WG-Mitbewohner Schote den Beat für dessen neuen Song “Fabian Römer” beigesteuert. Aber nicht nur für Schote und deren dritten ehemaligen Mitbewohner Curly produziert Enaka, sondern auch für Künstler wie Fatoni, Juse Ju, Prezident, Zugezogen Maskulin, Goldroger und Lakmann. Und so ist der Produzent aus Karlsruhe jemand, der Trap auch bei Oldschool-affinen HipHop-Hörern salonfähig gemacht hat. “Ich bin voll der Nerd, was Diggen, Synthies und Sound angeht, ich verschwende da sehr viel Zeit drauf. Ich merke aber immer öfter auch bei diesen Beat-Sets, dass ich viel lieber Songs produziere. Bei reinen Instrumentals habe ich oft das Gefühl, dass du vieles schon gehört hast“, sagte Enaka einmal in einem Interview und erwähnt auch, dass er die Anonymität dem Auf-der-Bühne-Stehen vorziehe. Begonnen hat seine Karriere beim VBT, jener Plattform, auf der er sich nur angemeldet hat, damit Schote auch seine Beats für die Battles verwenden durfte. Davor war Enaka noch als 14-Jähriger in einer Cover-Band, mit der er hobbymäßig auf Betriebsfeiern aufgetreten ist und Songs von Santana und den Beatles vorgetragen hat. Klavier, Gitarre und Percussions hat er damals gespielt. Mittlerweile ist Enaka bei Wortsport und produziert für halb Rap-Deutschland. Was er privat hört und wer ihn derzeit besonders fasziniert, lest ihr hier:

Just for the Record mit Enaka

Aktuelle Lieblingsalben:
Chance The Rapper – Coloring Book
Nipsey Hussle – Slauson Boy 2 (Mixtape)
Kevin Gates – Islah

Aktuelle Lieblingssongs:
Kanye West – Waves
Nipsey Hussle – Ocean Views
Kevin Gates – Really Really

Alltime Favorites:
Kanye West – My Dark Twisted Fantasy
Jay-Z – The Blueprint
Kendrick Lamar – Good Kid, M.a.a.d. City
Outkast – Southernplayalisticadillacmusik
Dr. Dre – 2001

Lieblingsproduzenten:
Rick Rubin, Just Blaze, Timbaland, Kanye West, 9th Wonder, Dexter, Brenk Sinatra, The Alchemist, Dr. Dre, DJ Battlecat, Hit-Boy, Mr. Carmack, Organized Noize und viele, viele, viele mehr. Die hätte jetzt aber auch jeder nennen können. Es gibt so viele krasse Menschen, die extrem dope Beats bauen oder gebaut haben. HipHop!

Lieblings DJs:
DJ Paka und DJ Odie (s/o)
Und DJ Khaled.

Lieblingsrapper:
Jay-Z

Lieblingssongzeile:
“I’m not afraid dying, I’m afraid of not trying. (Jay-Z – “Beach Chair”)
Ziemlich einfach, aber ich fühl das.

Lieblingssongzeile auf einem eigenen Beat:
„Keiner hält mich auf wie ‘ne Faust, jetzt kommt ein guter Reim – oder seh ich wie’n Haus-Maus-Rapper aus?!“
– vom neuen Schote-Album. Sehr dummschlau.

Lieblingsplattenladen:
Internet, Flohmarkt, Papas Keller

Erstes gekauftes Vinyl:
Irgendwas für 1 Euro.

Lieblingsbeat:
viel zu viele …
Outkast – Ain’t No Thang. Den feier ich schon immer.
Momentan “Dreams” von Shindy. Ultradope.

Lieblingsbeat selbstproduziert:
Momentan Lied 2 vom neuen Schote-Album. Oder der letzte von gestern Nacht.

Lieblingscover:
Gibt so viele gute und viele, die gut sind, weil sie so dumm sind. Die feier ich fast mehr. Aber das Cover von Lil Wayne zu “Tha Carter III” fand ich auf jeden Fall immer sehr dope.

 tha carter

Erstes Sample:
Irgendwas von Papa. Irgendwas Rock. War bestimmt wakk …

Produziert mit:
Mit dem, was gerade da ist. Das ändert sich dauernd, aber auf jeden Fall dabei sind FL Studio, ein paar Controller und irgendwelche Samples. Manchmal Synths, manchmal Live-Instrumente, manchmal nur Samples, manchmal alles zusammen. Momentan zock ich viel mit der Maschine rum und sample Dinge mit nem Olympus-Recorder.

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