Bumm Clack: Einmal um die Welt in 24 Beats // Beat-Tape

Bumm Clack // The Message

Bumm Clack steht neuerdings nicht nur für eine onomatopoetische Umschreibung eines klassischen HipHop-Beats, sondern auch für ein in München ansässiges Label. Entstanden ist dieses aus der gleichnamigen Partyreihe, die seit 2014 im Milla Club in München stattfindet. „Dabei ging es uns einfach darum, in München eine Plattform für Beatmaker von hier und anderswo zu etablieren„, erklärt Grasime, einer der federführenden Köpfe hinter Bumm Clack gegenüber The Message. Zu den Gästen zählen namhafte Produzenten wie Twit One, FloFilz, Torky Tork oder Brous One, aber auch Münchener Lokalmatadore wie L One, Nino El Dino und Glammerlicious von Main Concept.

Zu dieser Zeit waren die Münchner bereits gut mit der Beatszene in Portland vernetzt, einer Stadt im Nordwesten der Vereinigten Staaten im Bundesstaat Oregon, die eher für ihre Indie-Szene bekannt ist. International berühmt sind so hauptsächlich Bands wie Portugal The Man, Blitzen Trapper oder Modest Mousewährend sich die HipHop-Szene eher ein paar hundert Kilometer weiter im Norden in Städten wie Seattle abspielt.

Dennoch gibt es auch hier eine Szene, die größer ist, als es von außen scheint. Der erste Kontakt entstand 2009 mit NorthernDraw, der in Portland eine ähnliche Veranstaltungreihe organisiert und einige der Münchner Produzenten für eine Woche bei sich aufnahm. Eine weitere interessante Persönlichkeit ist Montgomery Word, der ursprünglich aus Minneapolis kommt, zu dessen Anfangszeiten mit Atmosphere im Keller gefreestylt hat und mittlerweile einen sehr eigenen experimentellen Sound gefunden hat, den er über sein Label Ewe of Now vertreibt.

„Das sind einfach ein Haufen interessanter Beatmacher, die zu 100 Prozent ihren eigenen Style fahren und nicht versuchen, auf Teufel komm raus nach L.A. zu kommen und da Red Bull-saufend ihre Beats einer breiteren Masse vorzustellen.“

Dies war die Basis einer Jahre lang andauernden Freundschaft, die nun im ersten Release des Labels mündete – dem Tape „MUC2PDX“. 24 Beats, 24 Produzenten, zwei Städte – eine musikalische Symbiose zweier Szenen, die augenscheinlich komplett andere Musik machen und gleichzeitig die „Magnetband-Manifestation einer langjährigen, den halben Globus umspannenden Freundschaft“. Vereint werden sie auch in ihrer Vorliebe zu analogem Sound, „mit Tapes auflegen, Flyer collagieren und selbst schwarz-weiß kopieren, Siebdruck-Shirts, Buttons, Live-Painting während der Beatsets – irgendwie mehr als MP3s Rumschicken„.

Das Endergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Untenstehend gibt es noch das Snippet und eine Übersicht aller involvierten Produzenten (inkl. Bandcamp-/Soundcloudlink). Das Tape gibt es auf Bandcamp zum Stream und gegen eine kleine Spende zum Download, außerdem gibt es eine kleine Auflage von 200 Stück auch direkt auf Kassette.

Portland:
München:
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